Angela Merkel: Kritik an Merz' Wortwahl - Altkanzlerin für deutliche Antwort gefeiert
Mit seinem Satz zum Stadtbild entsetzte Friedrich Merz ganz Deutschland. Bis heute wirft diese Äußerung Fragen auf. Ein Schüler wollte davon wissen, wie Angela Merkel zu derartigen Aussagen steht. Die Alz´tkanzlerin fand deutliche Worte.
Von news.de Redakteurin Sabrina Böhme - Uhr
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- Angela Merkel wird von einem Schüler mit dem Stadtbild-Satz von Friedrich Merz konfrontiert
- Ex-Bundeskanzlerin findet die Wortwahl nicht richtig
- Die Altkanzlerin wird für ihre Antwort im Format "Merkel unplugged" gefeiert
Ein Gespräch auf Augenhöhe mit einer Frau, die über mehrere Jahrzehnte Deutschlands Politik prägte, ermöglicht das Talkformat "Merkel unplugged". Während vier Veranstaltungen dürfen Schüler:innen die ehemalige Bundeskanzlerin Angela Merkel fragen, was sie bewegt - ohne Filter. Am 14. Oktober stellte sich die 72-Jährige im Berliner Funkhaus von Deutschlandfunk Kultur erstmals den Fragen der jungen Menschen. Dabei machte sie deutlich, was sie unter anderem von der Stadtbildaussage von Bundeskanzler Friedrich Merz hält.
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Angela Merkel findet Stadtbild-Satz von Merz "nicht schön"
Ein Schüler sprach die "oftmals respektlosen“ Äußerungen des CDU-Politikers an. Daraufhin fragte er Merkel: "Und würden Sie sagen, dass so eine Aussage wie 'Migranten nehmen unsere Zahnarztplätze weg' oder sind Problem im Stadtbild'? Würden Sie sagen, das sind Aussagen von einer Partei, die behauptet, aus der Mitte zu kommen?" Die ehemalige CDU-Chefin antwortete, sie "würde diese Sprache nicht verwenden". Diese Aussage assoziiere, "jeder, der ein bisschen anders aussieht als das, was wir uns vorstellen". Gerade Menschen, die erkennbar anders aussehen und eine Migrationsgeschichte haben, würden sich durch derartige Worte "generell ausgegrenzt" fühlen. Das findet sie "nicht schön".
Sie sprach auch ein typisches Muster an. Probleme an öffentlichen Orten wie zum Beispiel Missbrauch im sozialen Bereich werden schnell pauschalisiert. Das ist für die ehemalige Bundeskanzlerin nicht richtig. Probleme sollten spezifisch benannt werden. "Aber ich finde, man muss immer verhindern, dass sich gleich ganze Gruppen gemeint fühlen. Wir müssen immer vom einzelnen Menschen reden", so Merkel.
Bundeskanzler Merz löste Stadtbild-Debatte aus
Merz hat hingegen mit seinen Aussagen ganze Bevölkerungsgruppen zum Problem gemacht. Seine Stadtbildaussage beispielsweise löste heftige Gegenreaktionen aus. Mit seinen Worten bediente er nach Aussagen vieler rassistische und diskriminierende Narrative. In einer Bundestagsrede stärkte er seine Aussage, was unter Politikern erneut für Entsetzen sorgte.
"Stabile Frau" - Merkel für indirekte Merz-Kritik gefeiert
Für ihre Antwort bekam Merkel auf Instagram viel Lob. Nach ihrem Auftritt wünschen sie sich einige sogar zurück, angesichts der Unzufriedenheit gegenüber Friedrich Merz, die zuletzt immer weiter zunahm:
- "So spricht man als Staatsfrau. War nie Fan von ihr, aber da merkt man doch das Gefälle."
- "Flashback in die Zeit, als die CDU noch Verstand hatte und nicht am rechten Rand gefischt hat."
- "Merz kann ihr nicht das Wasser reichen."
- "Bei Angela Merkel merkt man sofort, was der CDU-Spitze heute fehlt: Empathie und Glaubwürdigkeit ... hach."
- Dass ich mir mal Merkel zurückwünsche, stand auch nicht auf meiner Bingo-Karte."
- "Können wir bitte wieder eine kluge Kanzlerin oder einen klugen Kanzler bekommen"
- "Stabile Frau! Hätte nicht gedacht, das ich sie mal vermisse als Kanzlerin. Schön, dass die Muddi sich wieder zu Wort meldet."
"Merkel unplugged" ist eine Veranstaltungsreihe vonDeutschlandfunk Kultur. Die Folgen hören Sie im Radio oder im Podcast. Bald soll das Format auch als Videopodcast zur Verfügung stehen, schrieb der Veranstalter auf Instagram.
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bos/news.de
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