INSA-Umfrage: Merz zieht Wüst "nach unten" - NRW-CDU erleidet deutlichen Absturz
Minus acht Punkte in nur sechs Monaten: Eine neue INSA-Umfrage zur NRW-Landtagswahl offenbart einen dramatischen Absturz der CDU von Hendrik Wüst. Laut einem Meinungsforscher soll die Schuld bei Bundeskanzler Friedrich Merz liegen.
Erstellt von Sabrina Böhme - Uhr
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- Umfrage-Absturz für CDU von NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst
- AfD legt an Punkten zu
- Wirbel um Merz - "unbeliebter" Kanzler soll Wüst herunterziehen
Der Abwärtstrend der CDU setzt sich nach den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt und Mecklenburg-Vorpommern fort. Fast sechs Monate vor der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen Ende April 2027 stürzt die CDU von Ministerpräsident Hendrik Wüst in einer aktuellen INSA-Umfrage dramatisch ab. Die Christdemokraten kommen demnach nur noch auf 26 Prozent. Damit sinkt der Wert um acht Prozentpunkte im Vergleich zur letzten Erhebung vor einem halben Jahr.
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Umfrage-Absturz für Wüsts NRW-CDU
Die Konsequenz ist gravierend: Die bisherige schwarz-grüne Regierungsmehrheit in Düsseldorf wäre damit Geschichte. Zwar können die Grünen leicht auf 16 Prozent zulegen, doch das reicht bei weitem nicht aus, um den massiven Verlust des Koalitionspartners auszugleichen.
Aktuelle INSA-Umfrage - AfD legt weiter zu
Die detaillierten Umfrageergebnisse offenbaren eine deutliche Verschiebung der Kräfteverhältnisse in NRW. Die AfD verzeichnet mit einem Plus von vier Punkten den stärksten Zuwachs und erreicht 21 Prozent. Damit wäre sie zweitstärkste Kraft im bevölkerungsreichsten Bundesland.
Die SPD verharrt unverändert bei 18 Prozent, während die Linke einen Punkt hinzugewinnt und auf 10 Prozent kommt. Besonders bitter fällt das Ergebnis für die FDP aus: Mit lediglich vier Prozent würden die Liberalen an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern und den Einzug in den Düsseldorfer Landtag verpassen. Unter den sonstigen Parteien versammeln sich fünf Prozent der Stimmen – ein Zuwachs von zwei Punkten.
Kenia-Bündnis als einziger Ausweg für Wüst
Für den Ministerpräsidenten wird die Regierungsbildung nach der Wahl Ende April deutlich komplizierter. Will Wüst weiter an der Macht bleiben, bräuchte er zwingend einen dritten Koalitionspartner. Als realistischste Option gilt dabei ein sogenanntes Kenia-Bündnis aus CDU, SPD und Grünen. Diese Dreierkonstellation käme zusammen auf rund 60 Prozent und damit auf eine komfortable Mehrheit.
Andere Konstellationen scheiden praktisch aus: Eine Kooperation sowohl mit der AfD als auch mit der Linken hat die CDU kategorisch ausgeschlossen. Die FDP wiederum würde den Sprung ins Parlament gar nicht erst schaffen.
Merz-Effekt reißt CDU auch in NRW in die Tiefe
INSA-Chef Hermann Binkert sieht die Ursache für den Absturz klar in Berlin. "Zwar steht seine CDU im Vergleich zu den Umfragewerten im Bund noch vergleichsweise gut da, aber der unbeliebte Kanzler Friedrich Merz zieht auch Hendrik Wüst nach unten", erklärte er gegenüber "Bild". Bundesweit liegt die Union derzeit bei nur noch 18 Prozent.
Bemerkenswert ist der Einbruch vor allem deshalb, weil Wüst persönlich regelmäßig hohe Beliebtheitswerte erzielt. Doch das schützt ihn offenbar nicht vor dem negativen Sog aus dem Kanzleramt. Nach den Wahlniederlagen der CDU in den ostdeutschen Bundesländern hat die weitverbreitete Unzufriedenheit mit der Merz-Regierung nun auch den Westen der Republik erfasst. Die exklusiv für "Bild" erhobenen Zahlen aus NRW sind politischer Sprengstoff – nicht nur für Wüst, sondern auch für Bundeskanzler Friedrich Merz und die gesamte CDU.
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bos/news.de/stg
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