INSA-Politikerranking: Pistorius bekommt Konkurrenz, Merz bleibt Schlusslicht
Boris Pistorius bleibt Deutschlands beliebtester Politiker, doch Manuela Schwesig rückt ihm im neuen INSA-Ranking gefährlich nahe. Während Alice Weidel zulegt, stürzen Lars Klingbeil und Friedrich Merz weiter ab.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Schwesig auf Platz zwei: Pistorius bekommt Konkurrenz an der Spitze
- Alice Weidel verbessert sich, Klingbeil fällt auf Rang 18 zurück
- AfD bei 30 Prozent: Die Union verliert, die FDP erreicht die Fünfprozenthürde
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Die Beliebtheit deutscher Spitzenpolitiker verändert sich: Verteidigungsminister Boris Pistorius steht im aktuellen INSA-Ranking zwar weiterhin ganz oben, doch eine SPD-Kollegin rückt ihm zunehmend auf die Pelle. Während Manuela Schwesig aufholt, muss Vizekanzler Lars Klingbeil einen deutlichen Rückschlag hinnehmen. Auch bei den Wahlabsichten der Deutschen zeigen sich Verschiebungen.
Schwesig rückt Pistorius auf die Pelle
Boris Pistorius behauptetlaut "Bild" im neuen Beliebtheitsvergleich weiterhin die Spitzenposition. Doch der Vorsprung des SPD-Politikers könnte zunehmend unter Druck geraten. Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig verbessert sich auf den zweiten Rang und rückt damit näher an den Verteidigungsminister heran.
Auf Platz drei folgt Cem Özdemir von den Grünen, der im Vergleich zur vorherigen Erhebung einen Rang eingebüßt hat. Als beliebtester Vertreter der CDU landet Nordrhein-Westfalens Regierungschef Hendrik Wüst auf Position vier.
Eine weitere Veränderung gibt es bei den Spitzenpolitikern der Union: Außenminister Johann Wadephul verbessert sich auf Rang fünf und liegt damit vor CSU-Chef Markus Söder. Für eine Überraschung sorgt zudem Alexander Schweitzer. Der SPD-Politiker steigt neu in die Rangliste ein und erreicht auf Anhieb den neunten Platz.
Auch AfD-Chefin Alice Weidel kann sich über einen Aufwärtstrend freuen. Sie verbessert sich von Rang elf auf Platz acht und macht damit drei Positionen gut.
Klingbeil verliert deutlich, Merz bleibt Letzter
Weniger erfreulich fällt die Bilanz für SPD-Chef und Vizekanzler Lars Klingbeil aus. Er rutscht auf Platz 18 ab und gehört damit zu den Schlusslichtern des Rankings. Noch schlechter schneiden lediglich Wirtschaftsministerin Katherina Reiche und Bundeskanzler Friedrich Merz ab.
Für den CDU-Politiker bleibt die Situation unverändert: Merz belegt erneut den letzten Platz unter den 20 erfassten Spitzenpolitikern. Damit gelingt es dem Kanzler bislang nicht, seine Position im Beliebtheitsvergleich zu verbessern.
Das Ranking zeigt allerdings nur die relative Bewertung der erfassten Politiker. Welche persönlichen oder politischen Faktoren hinter den einzelnen Veränderungen stehen, lässt sich aus den Rangplätzen allein nicht ableiten.
AfD bleibt bei Wahlabsichten vorn
Auch bei der Sonntagsfrage gibt es Bewegung. Würde unmittelbar ein neuer Bundestag gewählt, käme die AfD laut der aktuellen INSA-Erhebung auf 30 Prozent. Damit behauptet sie ihre deutliche Führung vor CDU und CSU.
Die Union verliert gegenüber der vorherigen Befragung einen halben Prozentpunkt und erreicht 18 Prozent. Die SPD kann dagegen leicht zulegen und kommt auf 14 Prozent. Die Grünen halten ebenfalls ihren Wert von 14 Prozent.
Für die amtierende schwarz-rote Koalition ergibt sich daraus ein schwieriges Bild. Zusammen erreichen Union und SPD lediglich 32 Prozent. Das Ergebnis verdeutlicht, dass die beiden Regierungsparteien in der Wählergunst derzeit keine gemeinsame Mehrheit der Stimmen auf sich vereinen würden.
FDP kratzt an der Fünfprozenthürde
Zulegen kann auch die Linke. Sie verbessert sich von zehn auf elf Prozent. Die FDP erreicht nach einem Anstieg von 4,5 auf fünf Prozent genau die Schwelle, die für den Einzug in den Bundestag entscheidend ist. Das Bündnis Sahra Wagenknecht bleibt hingegen bei 3,5 Prozent.
Die Ergebnisse beruhen auf einer Befragung von insgesamt 2002 Menschen ab 18 Jahren, die zwischen dem 16. und 19. Oktober 2026 durchgeführt wurde.
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mlk/news.de
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