13.06.2019, 14.57 Uhr

Wetter aktuell im Juni 2019: Unwetterchaos! Überflutungen und mindestens 21 Verletzte durch umgerissene Bäume

Am Mittwochabend bis in die Nacht hinein gab es in Deutschland Unwetter. Mehrere Menschen wurden verletzt. Stark betroffen war der Osten Deutschland, insbesondere Berlin. Am Donnerstag soll sich die Lage beruhigen.

Nicht nur über Dresden gingen am Pfingstmontag heftige Gewitter nieder. Bild: Robert Michael / ZB / picture alliance / dpa

Gewitter mit starken Regen- und Hagelschauern in den vergangenen Tagen und Nächten über Deutschland gezogen und haben eine Schneise der Verwüstung hinterlassen.

Unwetter in Deutschland aktuell im News-Ticker

+++ 13.06.2019:Unwetter zerstört Märchenwald in Thüringen +++

 

Schlimme Regenfälle und Hagel haben den Wünschendorfer Märchenwald in Thüringen zerstört. "Der Märchenwald in der Form, in der man ihn kannte, gibt es nicht mehr", sagte Bürgermeister Marco Geelhaar (parteilos) am Donnerstag. Zuvor hatte der MDR berichtet.

Der Märchenwald liegt südlich von Gera im Kamnitzgrund. Auf einer Strecke von zwei Kilometern waren dort 19 historische, mechanische Modelle mit Märchenmotiven und anderen Themen aufgestellt - die ältesten davon 92 Jahre alt.

"Von denen ist kein einziges mehr ganz", sagte Geelhaar. Manche seien komplett zerstört, andere weggespült oder nicht auffindbar. Nicht nur die Modelle, auch der Weg und die Wasserrinnen, die die Modelle angetrieben hatten, sind demnach zerstört. "Alles liegt kreuz und quer wie ein Mikadospiel." Den Schaden könne man nicht beziffern, so der Bürgermeister.

+++ 13.06.2019: Tief "Klaus" fegt über Deutschland - mindestens 21 Verletzte +++

Sturmtief "Klaus" ist am Mittwochabend über Deutschland hinweggefegt und hat mindestens 21 Menschen verletzt. Besonders heftig traf es eine Hochzeitsgesellschaft in Blankensee in Mecklenburg-Vorpommern. Dort stürzte nach einer Böe ein Ast aus rund vier Metern herab. Drei Frauen und vier Männer wurden getroffen und schwer verletzt, ein weiterer Mann erlitt leichte Blessuren. Rund 100 Hochzeitsgäste hatten sich auf einem Platz im Ortszentrum versammelt. 43 Feuerwehrleute kamen zur Hilfe. Ein Seelsorger kümmerte sich nach dem Unglück um die Gesellschaft.

In Oranienburg bei Berlin riss der Wind eine Baumkrone ab, die ebenfalls auf Gäste einer Freiluft-Feier stürzte. Laut Feuerwehr wurden dort elf Menschen verletzt. In der Nähe von Magdeburg wurde ein Einfamilienhaus vom Blitz getroffen. Der Dachstuhl wurde in Brand gesetzt, laut Polizei ist das Gebäude nicht mehr bewohnbar.

Stark getroffen von Tief "Klaus" war Berlin. Windböen peitschten laut DWD-Angaben mit einer Geschwindigkeit von rund 110 Kilometern pro Stunde über die Hauptstadt. Die Feuerwehr verzeichnete rund 320 Unwetter-Einsätze. Straßen wurden zeitweise überflutet, auf dem Wannsee kenterten Boote und ein Baum fiel auf ein Cabrio. Die Insassen des Autos wurden dabei leicht verletzt.

Für knapp zwei Stunden mussten am Mittwochabend alle Fernzüge am Berliner Hauptbahnhof stehen bleiben, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Durch das Gewitter seien technische Anlagen beschädigt worden. Umgerissene Bäume fielen auf Gleise. Am frühen Donnerstagmorgen konnten noch nicht alle S-Bahnlinien wieder planmäßig fahren. Im Fernverkehr seien hingegen alle Strecken wieder frei, sagte eine Sprecherin am Morgen.

Von den Unwettern wurde die Osthälfte Deutschlands besonders stark erwischt. Laut DWD fielen in Waren an der Müritz in zwei Stunden rund 35 Liter Regen pro Quadratmeter, in Gera in Thüringen waren es 45 Liter pro Quadratmeter, allerdings in drei Stunden.

Am Donnerstag sollte es insgesamt etwas kühler im Land werden. Die Spitzenwerte liegen nach DWD-Angaben bei 28 Grad, etwa in Berlin. Auch in Bayern, entlang der Donau könne es ähnlich warm werden. Im Westen werde es deutlich kühler, wie auch schon in den Tagen zuvor. Vereinzelte Gewitter und größere Regenmengen, etwa im Schwarzwald, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern könnten für den Donnerstag aber nicht ausgeschlossen werden.

+++ 13.06.2019: Nach Unwetter beruhigt sich die Lage am Donnerstag +++

Nach zum Teil starken Unwettern mit mehreren Verletzten soll sich die Wetterlage in Deutschland am Donnerstag beruhigen. Bundesweit sei die Unwettergefahr deutlich geringer als noch am Mittwoch, sagte ein Meteorologe des Deutschen Wetterdienstes (DWD). Stark betroffen war die Hauptstadt am Mittwoch. Windböen, laut DWD-Angaben mit einer Geschwindigkeit von rund 110 Kilometern pro Stunde, starker Regen und Gewitter hatten für Chaos in Berlin gesorgt. Die Feuerwehr verzeichnete rund 320 Unwetter-Einsätze.

Für knapp zwei Stunden mussten am Mittwochabend alle Fernzüge am Berliner Hauptbahnhof stehen bleiben, wie eine Bahn-Sprecherin sagte. Durch das Gewitter seien technische Anlagen beschädigt worden. Umgerissene Bäume fielen auf Straßen und S-Bahn-Gleise. Am frühen Donnerstagmorgen konnten noch nicht alle S-Bahnlinien wieder planmäßig fahren. Im Fernverkehr seien hingegen alle Strecken wieder frei, sagte eine Sprecherin am Donnerstagmorgen. Es könne durch die Einschränkungen vom Mittwochabend aber noch zu einzelnen Teilausfällen kommen. Dies würde bundesweit aber nur rund fünf Züge betreffen.

Mit Windböen und starkem Regen waren heftige Gewitter am Mittwochabend über Berlin gezogen. Straßen wurden zeitweise überflutet, auf dem Wannsee kenterten Boote und ein Baum fiel auf ein Cabrio. Die Insassen des Autos wurden dabei nur leicht verletzt.

Auch in anderen Bundesländern wurden Menschen verletzt. Im brandenburgischen Oranienburg wurden am Mittwochabend laut Feuerwehr elf Menschen durch eine abgebrochene Baumkrone verletzt. Im südlichen Mecklenburg-Vorpommern wurden sieben Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft durch einen herabstürzenden Ast schwer verletzt. Nach einem Feuer, ausgelöst durch einen Blitzeinschlag im Dachstuhl, ist ein Einfamilienhaus in Sachsen-Anhalt laut Polizei nicht mehr bewohnbar. Verletzt wurde dabei niemand.

Von den Unwettern am Mittwoch war Ostdeutschland stark betroffen. Laut DWD fielen in Waren an der Müritz in zwei Stunden rund 35 Liter Regen pro Quadratmeter, in Gera in Thüringen waren es 45 Liter pro Quadratmeter, allerdings in drei Stunden.

Am Donnerstag wird es insgesamt etwas kühler im Land. Die Spitzenwerte liegen nach DWD-Angaben bei 28 Grad, etwa in Berlin. Auch in Bayern, entlang der Donau könne es ähnlich warm werden. Im Westen werde es deutlich kühler, wie auch schon in den Tagen zuvor. Vereinzelte Gewitter und größere Regenmengen, etwa im Schwarzwald, Thüringen und Mecklenburg-Vorpommern könnten für den Donnerstag aber nicht ausgeschlossen werden.

+++ 13.06.2019:Elf Verletzte durch abgebrochene Baumkrone +++

Durch eine abgebrochene Baumkrone sind elf Menschen bei einer Feier in Oranienburg in Brandenburg verletzt worden. Nach Angaben der Feuerwehr brach die Baumkrone am Mittwochabend durch starke Windböen ab. Insgesamt seien rund 170 Menschen bei der Feier gewesen. Die Verletzungen sollen nach ersten Erkenntnissen überwiegend leicht sein.

+++ 13.06.2019:Ast fällt auf Hochzeitsgesellschaft - mehrere Schwerverletzte +++

Durch einen herabstürzenden Ast sind in Blankensee in der Nähe von Neubrandenburg mehrere Teilnehmer einer Hochzeitsgesellschaft schwer verletzt worden. Der Ast war laut Polizei am Mittwochabend aufgrund einer Windböe aus einer Höhe von rund vier Metern heruntergefallen. Drei Frauen und vier Männer wurden dabei schwer verletzt, ein weiterer Mann leicht. Insgesamt befanden sich rund 100 Hochzeitsgäste auf dem Platz im Ortszentrum.

+++ 12.06.2019: Fernzüge fahren wieder in Berlin - noch Verzögerungen +++

Gute Nachricht für Bahnreisende nach einem erneuten Unwetter in Berlin: Die Fernzüge dürfen in der Stadt wieder fahren. Es könne aber wegen Rückstaus noch zu Verzögerungen kommen, teilte die Deutsche Bahn mit. Nach dem neuen schweren Unwetter am Mittwochabend rollten eine Zeit lang keine Fernzüge durch Berlin. Durch das Gewitter seien technische Anlagen beschädigt worden, hatte die Bahn mitgeteilt. Techniker seien im Einsatz, um die Schäden zu begutachten. Aus Sicherheitsgründen müssten die Fernzüge erst einmal an Bahnhöfen stehen bleiben, hieß es. Es würden auch Züge um Berlin herum geleitet.

+++ 12.06.2019: Unwetter: Alle Fernzüge in Berlin stehen still +++

Nach dem neuen schweren Unwetter in Berlin rollen am Mittwochabend keine Fernzüge durch Berlin. Durch das Gewitter seien technische Anlagen beschädigt worden, teilte die Bahn mit. Techniker seien im Einsatz, um die Schäden zu begutachten. Aus Sicherheitsgründen blieben die Fernzüge deshalb erst einmal an Bahnhöfen stehen. Es würden auch Züge um Berlin herum geleitet. Die Sperrung dauere voraussichtlich bis 23 Uhr, hieß nes.

+++ 12.06.2019: Umgestürzte Bäume und Blitzeinschläge in Berlin +++

Die Feuerwehr hat am Mittwochabend für Berlin erneut den Ausnahmezustand wegen Unwetters ausgerufen. Mit Windböen und starkem Regen fegten erneut heftige Gewitter über die deutsche Hauptstadt. Im Stadtteil Friedenau fiel ein Baum auf ein Cabrio. Die Insassen hatten Glück im Unglück, zwei Menschen wurden nur leicht verletzt, teilte die Feuerwehr mit. Die S-Bahn stellte den Zugverkehr auf der Ringbahn nach einem Blitzeinschlag in Tempelhof zeitweise ein. Auch auf der Autobahn 117 kam es wegen umgestürzter Bäume zu Verkehrsbehinderungen. Der Himmel verdunkelte sich in einigen Stadtteilen wie tief in der Nacht.

Die Feuerwehr fahre vorrangig Einsätze, bei denen Menschenleben in Gefahr sind, sagte ein Sprecher am Mittwochabend. Die Berliner seien aufgerufen, kleinere Wasserschäden selbst zu beseitigen. An den Flughäfen Tegel und Schönefeld könne es zu Einschränkungen bei der Abfertigung kommen, teilten die Airports auf Twitter mit.

+++ 12.06.2019: Im Nordosten erneut starke Gewitter und Orkanböen +++

Nach den starken Regenfällen am Dienstag in Berlin und Brandenburg rechnen die Meteorologen vom Deutschen Wetterdienst (DWD) auch am Mittwochabend im Nordosten mit starken Niederschlägen, größeren Hagelkörnern und orkanartigen Böen. In der Nacht klingen dann die Gewitter größtenteils ab oder ziehen Richtung Polen, wie die Experten in Offenbach mitteilten.

Der Donnerstag bleibt dann nach der Prognose bundesweit unwetterfrei. Ab und zu kommt die Sonne durch die Wolkendecke. Im Osten liegen die Temperaturen zwischen 25 und 30 Grad. Im Westen bleiben die Temperaturen unterhalb der 25-Grad-Marke.

Der Freitag wird in ganz Deutschland noch wärmer. Zwischen Bayern und Brandenburg steigen die Temperaturen zeitweise auf über 30 Grad. Vor allem im Westen steigt wieder das Gewitterrisiko.

Am Samstag kühlt es im Westen bei Temperaturen zwischen 21 und 27 Grad etwas ab. Im Osten bleibt es sehr warm bei bis zu 33 Grad. In der Lausitz werden Temperaturen um die 35 Grad erwartet, das entspräche nach Angaben des DWD dort dem bisher wärmsten Tag des Jahres. In ganz Deutschland können im Laufe des Tages vielerorts Schauer und Gewitter runterkommen.

+++ 12.06.2019: Bis zu 800 Blitze pro Minute - Starkregen flutet Straßen und Keller +++

Heftige Sommergewitter mit Starkregen haben sich in der Nacht zum Mittwoch vor allem über Ostdeutschland entladen. In Berlin und der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam wurden Straßen überflutet, Bäume stürzten um, zahlreiche Keller und Tiefgaragen liefen voll. In beiden Städten rückten die Helfer zu zahlreichen Einsätzen aus.

In Sachsen und Brandenburg fielen örtlich Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern zu Boden. In den Gärten und Parks des Unesco-Welterbes in Potsdam richtete das Unwetter Schäden an. Sie bleiben für die Aufräumarbeiten bis auf Weiteres geschlossen, wie die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg mitteilte.

Nach Angaben des Blitz-Informationsdienstes von Siemens hat es in der Nacht über ganz Deutschland bis zu 800 Mal pro Minute geblitzt. Etwa jeder zehnte Blitz traf auf den Erdboden, wie Sprecher Stephan Thern sagte. Die nächste Gewitterfront kündigte sich für Mittwochnachmittag bereits wieder an.

In Berlin wurde um Mitternacht der "Ausnahmezustand Wetter" ausgerufen. Dabei werden Einsätze nach Wichtigkeit bearbeitet, nicht nach dem Zeitpunkt des eingehenden Notrufes. Die Feuerwehr wurde innerhalb von drei Stunden zu rund 160 Einsätzen wegen des Gewitters gerufen, wie ein Sprecher sagte. Im gesamten Stadtgebiet fielen Ampeln aus, wie die Verkehrsinformationszentrale mitteilte. In Potsdam rückte die Feuerwehr mehr als 100 Mal aus.

An den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld wurde die Flugzeugabfertigung der Maschinen auf dem Vorfeld für mehrere Stunden eingestellt. Passagiere konnten nicht wie sonst üblich über Treppen ein- oder aussteigen.

Ein Abschnitt der Autobahn 115 war auch noch am Mittwochmorgen in beiden Richtungen gesperrt, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Fahrbahnen mussten gereinigt werden. Die Polizei Brandenburg berichtete von Blitzeinschlägen, herabfallenden Ästen, Unfällen und überschwemmten Straßen in der Nacht zum Mittwoch.

Auch in Bayern, Hessen und Mecklenburg-Vorpommern gab es Gewitter. In Bad Hersfeld bei Kassel führte eine Unwetterwarnung dazu, dass das Festprogramm des Hessentags am Dienstagabend unterbrochen wurde. In Prerow in Vorpommern geriet ein Appartementhaus durch einen Blitzeinschlag in Flammen, verletzt wurde dabei niemand.

Die Temperaturen stiegen im Osten Deutschlands auch am Mittwoch wieder rasch an. Die Spitzenwerte sollten nach Angaben des Wetterdienstes bei bis zu 34 Grad liegen, so warm werde es etwa in Frankfurt (Oder). Vor allem am Nachmittag könnte es stark regnen, mancherorts dürften mehr als 30 Liter pro Quadratmeter in einer Stunde fallen, sagte ein DWD-Sprecher. Dagegen wurden im Westen Deutschlands regional Höchstwerte von unter 20 Grad erwartet.

+++ 12.06.2019: Neue Gewitterfront in Sicht - Schäden durch Unwetter im Osten +++

Nach heftigen Sommergewittern mit Starkregen, Überflutungen und Verkehrsbehinderungen hat sich der Nordosten Deutschlands auf neue Unwetter eingestellt. Für Mittwochabend waren kräftige Niederschläge, Hagel und orkanartige Böen vorhergesagt. Der Deutsche Wetterdienst in Offenbach warnte vor schweren Gewittern in Teilen von Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Schleswig-Holstein und Niedersachsen. Die Temperaturen waren in den östlichen Bundesländern wieder auf bis zu 34 Grad gestiegen.

+++ 12.06.2019: Starkregen und Gewitter überziehen Deutschland - Probleme an Berliner Flughäfen +++

Starker Regen und Gewitter haben für Probleme an den Berliner Flughäfen Tegel und Schönefeld gesorgt. Zwischen Dienstagabend und Mittwochmorgen konnten Passagiere an den beiden Airports für mehrere Stunden weder ein- noch aussteigen, wie ein Sprecher von Flughafen Berlin Brandenburg GmbH sagte. Starts und Landungen seien aber möglich gewesen. Wie viele Passagiere betroffen waren, konnte er zunächst nicht sagen.

Vor allem im Osten Deutschlands gab es am Abend und in der Nacht zum Mittwoch nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) Unwetter. In Sachsen und Brandenburg fielen zum Teil Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu fünf Zentimetern. Auch in Bayern, Berlin und Brandenburg gab es Gewitter. In der brandenburgischen Landeshauptstadt Potsdam musste die Feuerwehr mehr als 100 Mal ausrücken. Mehrere Keller liefen voll, Bäume stürzten um, Wasser sammelte sich auf einigen Straßen, ebenso in Berlin.

Im hessischen Bad Hersfeld wirkten sich Unwetterwarnungen auf das Festprogramm des Hessentags aus: Zur Sicherheit unterbrachen die Veranstalter am Dienstagabend die Veranstaltungen. In Prerow in Mecklenburg-Vorpommern geriet ein Appartementhaus durch einen Blitzeinschlag in Flammen, verletzt wurde dabei niemand.

+++ 12.06.2019: Tropische Schwüle auch am Mittwoch - Wetter-Experten sagen Starkregen voraus +++

Die Temperaturen bleiben im Osten Deutschlands auch am Mittwoch sehr warm. Die Spitzenwerten liegen nach DWD-Angaben bei bis zu 34 Grad, besonders warm werde es etwa in Frankfurt/Oder (Brandenburg). Vor allem am Nachmittag könnte es aber größere Regenmengen geben mit mancherorts mehr als 30 Litern pro Quadratmeter in der Stunde, etwa in Teilen Sachsens, sagte ein DWD-Sprecher. Im Westen liegen die Höchstwerte demnach mancherorts bei unter 20 Grad.

+++ 11.06.2019: Unwetter-Chaos! Hagel, Orkanböen und Gewitter in München und Bayern +++

In Bayern gab es in der Nacht zu Dienstag laut Deutschem Wetterdienst (DWD) Orkanböen von bis zu 120 Stundenkilometern und große Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu sechs Zentimetern. Hier seien auch die Blitze besonders stark gewesen. In mehreren Orten im Großraum München seien durch den Hagel Autoscheiben und Dachfenster zu Bruch gegangen, sagten Sprecher von Polizei und Feuerwehr. Häuser stünden unter Wasser. Im Stadtgebiet von München wurden rund 550 Einsätze gezählt.

+++ 11.06.2019: Behinderungen im Bahnverkehr durch Pfingst-Unwetter +++

Laut Deutscher Bahn kam es zwischen Landshut und München durch Bäume auf den Gleisen zu Einschränkungen. Die Züge konnten jedoch Umleitungen fahren. Deswegen gab es auch im Fernverkehr bis in die frühen Morgenstunden keinen kompletten Ausfall. Zu leichten Verzögerungen kam es im Güterverkehr zwischen Berlin und Dresden.

Heftige Gewitter über Sachsen mit Hagel und Starkregen

Stark betroffen von den Unwettern war auch Sachsen. Im Süden des Bundeslandes fielen 30 bis 50 Liter Regen pro Stunde, der DWD registrierte über Radargeräte Hagelkörner mit einem Durchmesser von bis zu vier Zentimetern. Im Erzgebirgskreis meldete die Polizei mehrere überflutete Straße. Diese seien zwischenzeitlich nicht passierbar gewesen, hieß es bei der zuständigen Polizeidirektion in Chemnitz.

Norddeutschland von Unwettern weitestgehend verschont

Weniger schlimm war laut Deutschem Wetterdienst die Lage in weiten Teilen Norddeutschlands. Im Kreis Oldenburg und Bremen gab es jedoch auch größere Regenmengen. Auch in Nordrhein-Westfalen war es im Vergleich zu Ost und Süd eher ruhig. In Mönchengladbach liefen allerdings Straßen über und Keller voll.

Gelöscht ist der große Waldbrand auf einem ehemaligen Truppenübungsplatz nahe Jüterbog in Brandenburg: Die sogenannte Großschadenslage wurde aufgehoben, wie der Landkreis Teltow-Fläming mitteilte. Seit Tagen hatten die Einsatzkräfte gegen die Flammen des Großbrandes gekämpft.

Unwettergefahr noch nicht gebannt - erneut Starkregen erwartet

Auf Deutschland kommen neue Unwetter mit Starkregen zu. Meteorologen erwarteten am Dienstag örtlich "tischtennisballgroße Hagelkörner und einzelne Orkanböen". Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach mitteilte, sollte es tagsüber noch ruhig bleiben. Am Abend sollten im Osten und Südosten beispielsweise im Erzgebirge Gewitter entstehen, die sich dann im Laufe der Nacht Richtung Nordwesten ausbreiten. Schuld an der explosiven Wetterlage ist Tief "Klaus", das sich Deutschland aus westlicher Richtung nähert und auf warme Luftmassen trifft.

Unwetter und Gewitter im Anmarsch

Die Temperaturen bewegen sich im Westen bei bewölktem Wetter zwischen 19 und 24 Grad. Im Nordwesten fällt vereinzelt Regen. Im Osten und Südosten scheint mitunter die Sonne bei Temperaturen zwischen 24 und 32 Grad, bis dort die erwähnten Gewitter aufziehen. Dabei sind starke Böen mit einer Geschwindigkeit bis zu 120 Stundenkilometern möglich, auch kann es zu Platzregen und gebietsweisen Überschwemmungen kommen. Wetterexperten rechnen damit, dass sich die Unwetter in Richtung Harz und Berlin konzentrieren, selbst schwere Gewitter, die als Superzellen klassifiziert werden, können sich bilden.

Schauer ziehen Mittwoch Richtung Osten

Am Mittwoch soll das Wetter nach Angaben des DWD ähnlich werden: Im Westen ist es wolkig mit lokalen Regenschauern bei 19 bis 23 Grad. Der Osten kriegt mehr Sonne ab, muss sich aber spätern erneut auf Schauer und Gewitter einstellen. Die Temperaturen liegen zwischen 25 und 33 Grad.

Unwetterlage beruhigt sich zum Wochenende

Am Donnerstag und Freitag sinkt dann die Gewitterwahrscheinlichkeit in ganz Deutschland. Die Temperaturen steigen bei einem freundlichen Mix aus Sonne und Wolken. Am Donnerstag werden 22 bis 27 Grad erwartet, am Freitag soll es zwischen 25 und 32 Grad warm sein.

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loc/news.de/dpa

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