Donald Trump: Wutanfall bei Pressekonferenz - so außer sich war Trump noch nie
Bei Presseterminen im Weißen Haus platzt Donald Trump öfter der Kragen - den Tobsuchtsanfall, den der US-Präsident am 20. Oktober hinlegte, stellt jedoch alles in den Schatten. Trump bedrohte nicht nur Reporter, sondern knöpfte sich auch seinen Vize vor.
Erstellt von Claudia Löwe - Uhr
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- Donald Trump rastet aus und bedroht Reporter bei Pressekonferenz
- "The Don" verliert die Fassung:"Was stimmt nicht mit Ihnen? Sind Sie eine kranke Person?"
- Trump-Vize J.D. Vance gerät bei Trump-Ausraster unter die Räder
Wer glaubt, bei Pressekonferenzen mit dem US-Präsidenten geht es gesittet und höflich zu, wird seit Beginn der zweiten Amtszeit von Donald Trump regelmäßig eines Besseren belehrt. Der Republikaner, der immer wieder mit seinen nicht von der Hand zu weisenden Symptomen für lautstarkes Getuschel über seinen Gesundheitszustand sorgt, ist berühmt-berüchtigt für seine Wutausbrüche gegenüber Pressevertretern. Bei der Presserunde, die am 20. Oktober im Oval Office abgehalten wurde, übertraf sich "The Don" in Sachen Gepolter jedoch selbst.
Donald Trump rastet bei Pressetermin aus und giftet gegen Journalisten und einen Vizepräsidenten
Ursprünglich hatte Donald Trump die Pressekonferenz im Oval Office anberaumt, um ein neues Whistleblower-Programm vorzustellen, doch stattdessen ließ der 80-Jährige seinen Unmut an einer ganzen Reihe von Zielen aus. So bedrohte Donald Trump beispielsweise einen der anwesenden Journalisten, nannte ihn eine "kranke Person", verwechselte den Namen seines eigenen Vizepräsidenten J.D. Vance und verweigerte diesem die Unterstützung als möglicher Nachfolger für 2028. Nebenbei kritisierte er Russlands militärisches Vorgehen in der Ukraine, attackierte den ukrainischen Präsidenten Selenskyj, griff Europas Einwanderungspolitik scharf an und bezeichnete die Abgeordnete Ilhan Omar als "Schande für unser Land".
Donald Trump bedroht Reporter und wird ausfallend: "Sind Sie eine kranke Person?"
All das geschah laut "The Daily Beast" an einem Tag, an dem Trumps Zustimmungswerte in den Umfragen vor den Zwischenwahlen den niedrigsten Stand seit 1938 erreicht haben sollen. Besonders hitzig wurde es, als der Journalist Andrew Feinberg von der britischen Zeitung "The Independent" eine Nachfrage stellen wollte. Trump unterbrach ihn abrupt, zeigte mit dem Finger auf ihn und drohte: "Hey, ich spiele hier nicht. Ich weiß nicht, wer zum Teufel Sie sind, aber Sie sollten besser vorsichtig sein." Damit war der Vorfall allerdings nicht beendet. Der Präsident legte nach und fragte den Reporter: "Warten Sie, warten Sie, Ruhe, RUHE! Was stimmt nicht mit Ihnen? Sind Sie eine kranke Person?" Feinberg reagierte trocken: "Nicht, dass ich wüsste, Sir." Doch Trump ließ nicht locker: "Ich glaube tatsächlich, dass etwas mit Ihnen nicht stimmt."
YIKES -- Trump loses his shit at a reporter for the third time during this Q&A -- "Wait wait -- Quiet. Quiet!!!! What's wrong with you? Are you a SICK person?" https://t.co/2iiELisaxg
— Aaron Rupar (@atrupar) October 20, 2026
Donald Trump verliert die Fassung und schimpft über "dummen" General und 1.000 Panzer im Schlamm
In einem besonders bizarren Moment äußerte sich Trump ausführlich über Russlands militärisches Scheitern zu Beginn des Ukraine-Kriegs. Er beklagte, dass ein "dummer" russischer General einen entscheidenden Fehler begangen habe: Statt mit 1.000 Panzern auf der betonierten Autobahn direkt nach Kiew vorzurücken – was laut Trump nur vier Stunden gedauert hätte –, sei dieser von der Straße abgebogen und habe seine Panzer im Ackerland im Schlamm stecken lassen. "Der Krieg wäre an einem Tag vorbei gewesen", so der Präsident. Der betreffende General sei vermutlich "nicht mehr unter uns". Im selben Atemzug attackierte Trump den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj, weil dieser keinem Friedensabkommen zugestimmt habe. Er verwies dabei auf das berüchtigte Treffen im Oval Office, bei dem er und Vance den ukrainischen Staatschef unter Druck gesetzt hatten. "Wir haben der Ukraine enorme Summen gegeben ... und nichts zurückbekommen", klagte Trump.
Donald Trump kriegt den Namen seines Stellvertreters nicht mehr auf die Reihe und weicht Nachfolge-Frage aus
Für einen peinlichen Moment sorgte der US-Präsident, als er seinen Vizepräsidenten versehentlich "J.T" statt J.D. nannte – eine Verwechslung, die angesichts der täglichen Zusammenarbeit der beiden aufhorchen ließ. Noch brisanter war allerdings, was der 80-Jährige auf die Frage nach einer möglichen Nachfolge antwortete – oder vielmehr nicht antwortete. Obwohl J.D. Vance erst am Vortag öffentlich erklärt hatte, er gehe davon aus, die Unterstützung des Präsidenten für die Wahl 2028 zu erhalten, verweigerte Trump eine klare Empfehlung. "Er ist eine sehr talentierte Person und ein sehr guter Mensch", sagte der Präsident lediglich – während Vance direkt hinter ihm im Oval Office stand. Mehr war dem Republikaner zu seinem engsten politischen Verbündeten nicht zu entlocken. Eine ausdrückliche Rückendeckung für Vance als seinen Wunschnachfolger blieb aus.
Donald Trump beschwört Europas Untergang herauf
Auch der europäische Kontinent bekam sein Fett weg. Trump forderte die Europäer auf, ihre Einwanderungspolitik grundlegend zu ändern, und malte ein düsteres Bild: "Europa muss seinen Laden in Ordnung bringen ... Bald wird es kein Europa mehr geben, wenn sie so weitermachen." Besonders Frankreich und Spanien nahm der Präsident ins Visier. In Frankreich seien Menschen eingewandert, "die Frankreich hassen", und nach Spanien hätten sich 100.000 Menschen "hineingedrängt", ohne dass das Land etwas dagegen unternommen habe. Neben Europa geriet auch die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar aus Minnesota in Trumps Fadenkreuz. Er nannte sie eine "Schande für unser Land" und bezeichnete sie als "sehr unehrliche Person". Zudem startete er erneut verbale Angriffe gegen Somalia und in den USA lebende Somalier.
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loc/news.de/stg
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