Donald Trump: Neue Vorwürfe gegen die Ukraine – US-Präsident drängt auf Deal mit Putin

Donald Trump legt im Streit mit Wolodymyr Selenskyj nach. Der US-Präsident forderte seinen ukrainischen Amtskollegen dazu auf, ein Abkommen mit Wladimir Putin zu schließen. Er zeigte sich zudem wütend über die aus seiner Sicht fehlende Gegenleistung für die amerikanische Unterstützung im Krieg gegen Russland. Derweil gehen die Bemühungen für weitere Friedensgespräche weiter.

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Donald Trump (r.) setzt Wolodymyr Selenskyj (l.) weiterhin unter Druck. (Foto) Suche
Donald Trump (r.) setzt Wolodymyr Selenskyj (l.) weiterhin unter Druck. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump fordert Wolodymyr Selenskyj dazu auf, ein Abkommen mit Wladimir Putin zu schließen
  • Vorwurf des US-Präsidenten: Die Ukraine habe den USA für ihre Hilfe nichts gegeben
  • Nach Streit um mutmaßlich blockierte Waffenlieferungen: Vermittlungsversuche von US-Sondergesandtem Steve Witkoff
  • Auch Gespräch mit Wladimir Putin in Moskau geplant

Die Spannungen zwischen Kiew und Washington haben sich zuletzt weiter verschärft. Donald Trump erhöht nun den Druck auf Wolodymyr Selenskyj massiv. Der US-Präsident forderte am Dienstag in Washington, der ukrainische Staatschef müsse ein Abkommen mit Wladimir Putin schließen – auch in seinem eigenen Interesse. Selenskyj müsse "die Bereitschaft zeigen, diesen Krieg zu beenden", andernfalls werde es "sehr schlimm ausgehen".

Donald Trump attackiert Wolodymyr Selenskyj und fordert Abkommen mit Putin

Gleichzeitig warf Trump Kiew Undankbarkeit vor: "Wir haben der Ukraine viel gegeben – sie hat uns nichts gegeben. Vergessen Sie das nicht." Selenskyj sei bei den Friedensbemühungen "keine echte Hilfe".

Hinter den Kulissen schwelt zudem ein Streit um Waffenlieferungen. Laut "Axios" beklagte Selenskyj gegenüber US-Senatoren, Verteidigungsminister Pete Hegseth blockiere die Freigabe von Patriot-Raketen und weiterer Flugabwehrmunition – obwohl Nato-Verbündete diese bereits bezahlt hätten. "All das deutet darauf hin, dass eine politische Entscheidung getroffen wurde, die Unterstützung für uns zurückzufahren", so Selenskyj. Das Pentagon widersprach: Am Beschaffungsprogramm für die Ukraine habe sich nichts geändert.

Gespräche mit US-Sondergesandtem Steve Witkoff

Trotz der scharfen Rhetorik aus Washington gab es am Dienstag in Oslo Anzeichen einer vorsichtigen Annäherung. Wie unter anderem der "Stern" berichtet, traf Selenskyj dort den US-Sondergesandten Steve Witkoff, während Trumps Schwiegersohn Jared Kushner per Video zugeschaltet war. Ein US-Regierungsvertreter bezeichnete die Gespräche als "sehr produktiv und konstruktiv" – die ukrainische Seite habe neue Ideen eingebracht, die ausführlich besprochen worden seien. Man habe "bedeutende Fortschritte" erzielt.

Besonders bemerkenswert: Washington liefert der Ukraine offenbar wieder nachrichtendienstliche Erkenntnisse über bevorstehende russische Angriffe. "Wir sind dankbar dafür, dass die Geheimdienstarbeit funktioniert", sagte Selenskyj. Die Frühwarnungen seien für den Schutz der Zivilbevölkerung unverzichtbar.

Kommt es zu Verhandlungen zwischen Kiew, Moskau und Washington?

Nach den Gesprächen in Oslo setzt Witkoff seine Pendeldiplomatie fort: Am Mittwoch will er in Russland Wladimir Putin treffen. Auch bei diesem Termin soll Kushner per Videoschalte dabei sein. Witkoff will auf den Ergebnissen von Oslo aufbauen und den Weg für direkte Dreiergespräche zwischen Kiew, Moskau und Washington bereiten.

Ob Putin sich darauf einlässt, bleibt unklar. Die Ausgangslage bleibt vertrackt: Trump hat zuletzt Sanktionen gegen Russland ausgesetzt und einen Diesel-Lieferdeal mit Moskau geschlossen – Schritte, die in Kiew als Zugeständnisse an den Kreml gewertet werden.

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/bua/news.de/dpa/stg

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