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Hinrichtung in den USA abgebrochen: Todeskandidat (73) entgeht Exekution per Giftspritze

Ein 73-jähriger Serienmörder sollte im US-Bundesstaat hingerichtet werden. Doch weil das Ärzteteam keine geeignete Vene bei dem Verurteilten fand, musste die Exekution abgebrochen werden. Wie geht es jetzt mit ihm weiter?

Ein zum Tode verurteilter Serienmörder entging in den USA seiner Hinrichtung. Für die Giftspritze wurde keine geeignete Vene gefunden. (Symbolfoto) (Foto) Suche
Ein zum Tode verurteilter Serienmörder entging in den USA seiner Hinrichtung. Für die Giftspritze wurde keine geeignete Vene gefunden. (Symbolfoto) Bild: Adobe Stock/ Alex

Im US-Bundesstaat Idaho sollte am Mittwoch ein Serienkiller mit Hilfe einer Giftspritze hingerichtet werden. Doch die Exekution schlug fehl. Währenddessen wurde im Bundesstaat Texas eine weiteres Todesurteil erfolgreich vollstreckt.

Hinrichtung in den USA abgebrochen: Todeskandidat entgeht Exekution durch Giftspritze

Die Hinrichtung in Idaho ist abgebrochen worden, weil das medizinische Personal bei dem verurteilten Sträfling keine geeignete Vene für die Giftspritze fand. Das teilte die Justizvollzugsbehörde Idaho Department of Correction in der Hauptstadt Boise am Mittwoch (Ortszeit) mit. Bei dem zum Tode Verurteilten handele es sich um einen 73-jährigen Serienmörder, berichtete der US-Sender ABC. Er saß seit knapp einem halben Jahrhundert im Gefängnis, soll mindestens fünf Morde in drei Bundesstaaten begangen haben. Außerdem erschlug er 1981 einen 22-jährigen Mithäftling. Übereinstimmenden Medienberichten zufolge soll es insgesamt acht Versuche gegeben haben, den Verurteilten mit Hilfe der Giftspritze umzubringen. Erst nach rund einer Stunde wurde das Unterfangen beendet. Die Anwälte des Todeskandidaten beantragten rasch einen Aufschub der Exekution, dem auch stattgegeben wurde. Sie schrieben darin laut "Metro.co.uk": "Der verpfuschte Hinrichtungsversuch beweist die Unfähigkeit der Strafvollzugsbehörde, eine humane und verfassungskonforme Hinrichtung durchzuführen."

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Wie geht es mit dem zum Tode verurteilten Serienmörder in Idaho weiter?

Die Justizvollzugsbehörde rechtfertigte sich nach dem Vorfall. "Einige bezeichnen die heutigen Ereignisse als Fehlschlag, doch das Gegenteil ist der Fall", schrieb Behördenleiter Josh Tewalt in der Mitteilung. "Der Prozess zur Verhinderung eines Scheiterns hat funktioniert, und ich denke, das ist eine wichtige Differenzierung." Wie es jetzt mit dem Serienmörder weitergeht, ist noch offen. Der Bundesstaat Idaho will vorerst keine weiteren Versuche unternehmen ihn zu töten, bevor sein aktueller Hinrichtungsbefehl ausläuft.

Hinrichtung in Texas erfolgreich: Straftäter beteuerte seine Unschuld

Ebenfalls am Mittwoch wurde im Bundesstaat Texas laut Medienberichten ein Straftäter per Giftspritze exekutiert. Der 50-Jährige war im Jahr 2000 für den Mord an seinem Cousin und dessen Verlobten zum Tode verurteilt worden, beteuerte aber bis zuletzt seine Unschuld, wie der US-Sender CNN berichtete.

Hinrichtungen von zum Tode verurteilten Straftätern in den USA sorgen immer wieder für Aufsehen. Im Januar wurde erstmals ein Todeskandidat mittels einer neuen Stickstoff-Methode hingerichtet. Bei der Prozedur wird über eine Gesichtsmaske Stickstoff zugeführt, so dass es zum Tod durch Sauerstoffmangel kommt. Menschenrechtsexperten prangerten dies als grausam an, da die Methode ungetestet sei und einen qualvollen Tod bedeuten könne.

Im vergangenen Jahr wurden in den USA 24 Todesurteile vollstreckt. Mehr als 2300 zum Tode verurteilte Straftäter sitzen derzeit im Todestrakt, einige von ihnen schon seit Jahrzehnten.

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/bua/news.de/dpa

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