Von news.de-Volontärin - 29.08.2018, 15.28 Uhr

Selbstbefriedigung im Tierreich:  Gegenstände als Sexspielzeug auch in der Tierwelt

Masturbation ist im Tierreich völlig normal. Besonders Affen scheinen im Bezug auf die eigene Lust besonders kreativ zu sein. Bild: picture-alliance / dpa / Maurizio Gambarini

Sogar Meeressäuger befriedigen ihre Gelüste. Delfine verwenden sogar tote Fische für den sexuellen Drang. Laut Taz haben US-Soldaten die geselligen Meeresbewohner sogar dabei beobachtet, wie sie sich an Unterwasserwaffen rieben.

Menschenaffen bauen sich sogar regelrecht kleine Lustspielzeuge. Holzstücke werden von weiblichen Schimpansen so zurechtgebissen, dass sie wie eine Art Dildo perfekt in ihre Scheide passen.

Masturbation bringt aber nicht nur Lust und Spaß. Glaubt man Verhaltensforschern, so kann sie durchaus soziale Vorteile bieten. Bonobos zum Beispiel haben ein ausschweifendes Sexualleben. Im Gegensatz zu den prüderen Schimpansen sind sie aber deutlich weniger aggressiv. Tiere in Gefangenschaft leben ihre Triebe deutlich öfter aus als ihre Artgenossen in freier Wildbahn. Das liegt wahrscheinlich daran, dass sich Zootiere weniger Gedanken um ihr Essen machen müssen und somit auch deutlich mehr Zeit für ihre Freizeitgestaltung haben.

FOTOS: Tierische Liebesrituale Tausche Sex gegen Fleisch

Masturbation bietet evolutionären Vorteil

Masturbation ist sogar aus evolutionstheoretischer Sicht hilfreich. Durch die häufige Ejakulation wird sozusagen altes Sperma entsorgt. Junge Spermien sind dagegen schneller und verschaffen den Tieren einen Vorteil gegenüber der Konkurrenz. Weibliche Tiere trainieren so ihren Unterleib und können durch die Selbstbefriedigung sogar bestimmen, wessen Samen sie befruchten dürfen.

Doch scheinbar legen die Tiere nicht nur aus rein biologischen Gründen die Hand an sich selbst an. Einige Beobachtungen lassen darauf schließen, dass sie es auch durchaus aus reiner Lust tun. Eine Affendame befriedigte sich mehrmals kurz hintereinander selbst und hatte jedes Mal anfallartige Orgasmen. Es geht also nicht nur bei den Menschen ganz schön wild zur Sache.

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loc/news.de

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