Von news.de-Redakteurin - 10.03.2021, 12.45 Uhr

Prinz Philip, Queen Elizabeth II. und Co.: Nach Rassismus-Skandal! Sind DIESE Royals Rassisten?

Es war die Schock-Enthüllung im TV: Meghan Markle und Prinz Harry warfen den Royals vor, sich rassistisch über Sohn Archies Hautfarbe geäußert zu haben. Wer es gesagt haben soll, verschwiegen sie. Jetzt wird wild spekuliert: Wer ist der royale Rassist?

Nach dem TV-Interview von Meghan Markle fragen sich Medien, welcher Royal ist ein Rassist? Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Victoria Jones

Es war wohl die überraschendste Schock-Offenbarung im TV: Meghan Markle (39) und Prinz Harry (36) hatten der Familie unter anderem rassistische Gedankenspiele vorgeworfen. Als sie mit Sohn Archie schwanger gewesen sei, habe es Bedenken gegeben, "wie dunkel seine Haut sein könnte, wenn er geboren wird", erzählte Meghan. Von welchem Royal diese Aussagen kamen, wollte das Paar nicht sagen - lediglich Queen Elizabeth II. (94) und ihr Mann Prinz Philip (99) wurden später ausgenommen.

Rassismus-Vorwurf: Welcher Royal hat sich rassistisch über Archies Hautfarbe geäußert

In der Today-Show sagte Moderator Karl Stefanovic: "Ohne irgendwelche Namen zu nennen, wenn man gestern ein bisschen zwischen den Zeilen gelesen hat, denke ich, dass die meisten Leute zu einem bestimmten Royal tendieren", sagte der Moderator. "Ich denke einfach, dass es genug Andeutungen gab, die (Harry) in diesem Interview über seine Beziehung zu bestimmten Leuten fallen ließ."

Prinz Andrew schockierte mit Beleidigung von Arabern 

Natürlich wird gerade wild spekuliert, welcher Royal sich wohl rassistisch geäußert haben könnte. In der Vergangenheit fiel vor allem der in Ungnade gefallene Queen-Sohn Prinz Andrew mit diskriminierenden Äußerungen auf. Nachdem das brisante BBC-Interview veröffentlicht wurde, wo der Royal seine Freundschaft zum Sexstraftäter Jeffrey Epstein betonte, offenbarte die ehemalige britische Innenministerin Jacqui Smith, dass sich Andrew bei einem Staatsdinner mit der saudischen Königsfamilie rassistisch äußerte.

"Ich traf ihn [Prinz Andrew] mehrere Male, einschließlich einmal bei einem Staatsbankett, wo nach dem Abendessen, ich und mein Mann und ein anderer Labour-Kabinettsminister einen Drink mit ihm hatten, und ich muss sagen, dass uns das Gespräch über Dinge, die er dachte, es war angemessen zu sagen, mit herabhängendem Kiefer zurückließ." 

Prinz Andrew: Queen-Sohn äußerte sich rassistisch 

Sie fügte hinzu: "Die Tatsache, dass er dachte, wir könnten das amüsant finden, war irgendwie eine schreckliche Situation. Ich glaube nicht, dass er sehr klug ist. Ich glaube nicht, dass er wirklich die Art und Weise versteht, wie er sich verhält. Er ist das schlimmste Ende der königlichen Familie, denke ich." Danach wurde er auch beschuldigt, gegenüber einem Mitarbeiter aus der Downing Street das Wort "n*****" benutzt zu haben, schrieb der "Indipendent".

Prinzessin Anne sagt ihre Meinung: Macht sie das zur Rassistin?

Andere Royals haben mit ähnlichen Äußerungen noch nicht für Aufsehen gesorgt. Eine, die ihrer Meinung nicht hinter dem Berg hält, ist Prinzessin Anne. Die selbstbewusste Tochter von Queen Elizabeth II. und Prinz Philip hatte die Trennung ihres Neffen Prinz Harry und seiner Familie intern als "naiv" bezeichnet. Doch abfällig äußerte sie sich nicht. Zumindest ist nichts davon bekannt.

Prinz Philip entsetzte mit rassistischen Witzen

Andere Mitglieder der königlichen Familie haben sich in den letzten Jahren für ihr eigenes rassistisches Verhalten verantworten müssen. Im Jahr 2017 entschuldigte sich Prinz Michael von Kent öffentlich, nachdem ihm vorgeworfen worden war, beim Mittagessen mit Meghan Markle eine rassistische Brosche getragen zu haben. Auch Prinz Philip schockierte mit einigen Witzen, die nach hinten los gingen.

So sagte er zum Beispiel während eines Besuchs in China 1986 zu einem britischen Studenten, wenn er noch länger bliebe, "würden Sie mit Schlitzaugen nach Hause gehen". Doch der Mann der Königin entschuldigte sich für seine Äußerungen.

Welche Rolle spielen Kate Middleton und Co. im Rassismus-Skandal?

Auch die engsten Personen aus Prinz Harrys und Meghans Umkreis, Bruder Prinz William, Kate Middleton, Prinz Charles oder Herzogin Camilla wären möglicherweise in der Lage für solche Äußerungen gewesen. Aber in der Vergangenheit haben sie sich nie abfällig oder rassistisch geäußert.

Schon gelesen? Nach Skandal-Interview! Schockierte SIE die Enthüllung?

Britische Royals blicken auf rassistische Geschichte zurück

Dennoch blickt die britische Familie auf eine Geschichte zurück, die von Rassismus durchzogen ist. Mit Blick in die historischen Schriften zeigt sich die Verbindung der Monarchie mit dem Sklavenhandel. Die Königin hat bis heute nicht die Taten ihrer Vorfahren verurteilt, nur Prinz Charles hat "die entsetzliche Grausamkeit des Sklavenhandels und das unvorstellbare Leid, das er verursacht hat" öffentlich gemacht.

Ein trauriges Beispiel war Abdul Karim, der indische Diener von Königin Victoria. Der königliche Haushalt versuchte "alles, um ihn zu verdrängen", wegen seiner Hautfarbe. Es gelang ihnen schließlich und sie schickten ihn nach dem Tod der Königin abrupt zurück nach Indien, schrieb "The Guardian. Aber auch in der Gegenwart gab es rassistische Anschuldigungen. Erst im Juni 2020 hat die Königsfamilie Rassismus-Vorwürfe ignoriert, als die Königin nicht darauf reagierte, dass die königliche Ehrenmedaille "höchst beleidigend" sei und der Tötung von Floyd ähnelt.

Wir möchten betonen, dass wir keinem der Royals eine rassistische Gesinnung unterstellen wollen, sondern rein auf Aussagen oder Medienberichten Vermutungen anstellen. 

Sabrina Böhme schaute schon immer fasziniert über den großen Teich zu den Royals. Seit fast zwei Jahren berichtet sie für news.de über die britische Königsfamilie, deren Skandale und Glücksmomente. Als waschechter Briten-Fan darf beim Schreiben eine Tasse Tee nicht fehlen.

Folgen Sie News.de schon bei Facebook und YouTube? Hier finden Sie brandheiße News, aktuelle Videos, tolle Gewinnspiele und den direkten Draht zur Redaktion.

bos/sig/news.de/dpa

Empfehlungen für den news.de-Leser