Wladimir Putin: Nicht Donald, sondern Melania – Putin wollte Trump-Ehefrau unbedingt

Ausgerechnet Melania Trump! Wladimir Putin soll unbedingt die First Lady als Vermittlerin für eine Waffenruhe in der Ukraine gewollt haben. Doch steckt hinter seinem ungewöhnlichen Wunsch ein politisches Kalkül?

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Putin wollte unbedingt Melania, nicht Donald – was steckt dahinter? (Foto) Suche
Putin wollte unbedingt Melania, nicht Donald – was steckt dahinter? Bild: picture alliance/dpa | Alexei Nikolsky
  • Putin soll Melania Trump ausdrücklich als Vermittlerin gefordert haben
  • Experten vermuten politisches Kalkül hinter der von Melania verhandelten Feuerpause
  • Putin-Deal könnte Donald Trumps Ehefrau und die MAGA-Bewegung vor den US-Zwischenwahlen stärken
  • Kiew befürchtet, dass Russland die Evakuierung für eigene Zwecke nutzt

Putin wollte unbedingt Melania Trump als Vermittlerin

Wladimir Putin soll ganz bestimmte Vorstellungen davon gehabt haben, wer bei einer Feuerpause im Ukraine-Krieg vermitteln sollte: Melania Trump. Der russische Präsident habe "sehr gewollt", dass die First Lady diese Rolle übernehme. Das erklärte ihr Chefberater Marc Beckman gegenüber dem "Kyiv Independent". Putin habe sogar einen formellen Brief verfasst, in dem er Melania als "exklusive Vermittlerin" anerkenne.

Die Feuerpause für die von russischen Truppen besetzte Stadt Oleshky in der südukrainischen Oblast Cherson wurde am 23. Oktober vom Weißen Haus verkündet. Sie soll bis Anfang November dauern. In dieser Zeit sollen humanitäre Hilfsgüter die Bevölkerung erreichen, Straßen entmint und Zivilisten evakuiert werden. Die Stadt mit einst rund 24.000 Einwohnern ist seit Beginn der russischen Großinvasion besetzt und weitgehend abgeriegelt.

Experten vermuten politisches Kalkül hinter Melanias Friedensdeal

Dass Moskau Melania Trump diese Rolle zugesteht, könnte nach Einschätzung westlicher Beobachter strategische Gründe haben. John Foreman, ehemaliger britischer Verteidigungsattaché in Kiew und Moskau, sagte dem "Kyiv Independent": "Sie wissen genau, was sie tun". Weiter erklärte er: "Melania den Erfolg zuzugestehen, stärkt ihre Glaubwürdigkeit bei der MAGA-Basis als Friedensstifter vor den Midterms".Dabei ist bis heute nicht ganz klar, wer den Deal tatsächlich ausgehandelt hat. Während Melanias Berater den Erfolg der First Lady zuschreibt, hatte Papst Leo XIV. Putin bereits eine Woche zuvor telefonisch um eine Feuerpause gebeten.

Selenskyj warnt vor russischer Propagandaoffensive

Auch Kiew selbst warnt vor einer russischen Propagandaoffensive rund um die Evakuierung. Präsident Wolodymyr Selenskyj äußerte am 25. Oktober die Befürchtung, Russland werde die Straßen gezielt so räumen, dass die Menschen in Richtung Russland geleitet würden und dort verblieben. Außenminister Andrij Sybiha warnte zudem, Moskau bereite "Dutzende" inszenierte Videos vor. Zentrale russische Medienfiguren verbreiteten bereits die Erzählung, Russland "rette" jene Bewohner, die es zuvor terrorisiert habe.

Kreml-Propagandist Solowjow spottet über Melania

Zusätzliche Brisanz erhielt die Debatte durch Kreml-Propagandist Wladimir Solowjow. Er verspottete den von Melania Trump vermittelten Waffenstillstand in seiner Sendung als "kompliziertes politisches Manöver". Seine Äußerungen wurden als Hinweis darauf gewertet, dass Moskau mit der Feuerpause auch eigene politische Interessen verfolgt.

Verhandlungen unter Verschluss

Laut Beckman fanden die Verhandlungen auf belarussischem Boden statt. Vertreter beider Kriegsparteien hätten das Abkommen persönlich unterzeichnet. Die zunächst auf Oleshky begrenzte Feuerpause sei auf Vorschlag des russischen Militärs um zwei Tage vorgezogen und auf weitere Gebiete der Oblast Cherson ausgeweitet worden.

Der ukrainische Menschenrechtsbeauftragte Dmytro Lubinets sollte innerhalb von 36 Stunden in Oleshky eintreffen, um die Maßnahmen zu koordinieren. Beide Seiten hätten ihn gebeten, bestimmte Einzelheiten vertraulich zu behandeln, sagte Beckman dem "Kyiv Independent".

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