Melania Trump: Überraschender Vorstoß der First Lady - Waffenruhe im Ukraine-Krieg in Sicht

Im Ukraine-Krieg gibt es offenbar positive Neuigkeiten zu vermelden. Laut einer US-Mitteilung sind sowohl Moskau als auch Kiew bereit für eine lokal begrenzte Waffenruhe rund um die umkämpfte Frontstadt Oleschky. Der Vorstoß kam von First Lady Melania Trump.

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Melania Trump soll eine lokal begrenzte Waffenruhe um die Frontstadt Oleschky im Ukraine-Krieg vermittelt haben. (Foto) Suche
Melania Trump soll eine lokal begrenzte Waffenruhe um die Frontstadt Oleschky im Ukraine-Krieg vermittelt haben. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Melania Trump vermittelt lokal begrenzte Waffenruhe zwischen Russland und der Ukraine
  • Evakuierungen aus der Frontstadt Oleschky, wo 2.000 Zivilisten festsitzen, sollen ab dem 29. Oktober möglich sein
  • Moskau und Kiew reagierten positiv auf den Vorstoß der First Lady

Die Bemühungen der USA um ein Ende des Ukraine-Kriegs gehen weiter. Doch während der Trump-Sondergesandte Steve Witkoff in dieser Woche Kremlchef Wladimir Putin mit überschwänglichem Lob überschüttete, gab es zuletzt immer wieder scharfe Worte aus Washington in Richtung Kiew. Nun soll zwischen den Konfliktparteien zumindest eine lokal begrenzte Waffenruhe ausgehandelt worden sein. Der Vorstoß kam ausgerechnet von der Ehefrau des US-Präsidenten, First Lady Melania Trump.

Melania Trump vermittelt begrenzte Waffenruhe im Ukraine-Krieg

Ab dem 29. Oktober sollen im ukrainischen Oleschky die Waffen schweigen, damit humanitäre Hilfe in die abgeriegelte Stadt gelangen und Zivilisten in Sicherheit gebracht werden können."Die Lage in Oleschky ist verzweifelt", erklärte die First Lady laut "Newsweek". "Oleschky ist eine Frontstadt am Rande der Katastrophe."Sowohl Moskau als auch Kiew haben inzwischen positiv auf den Vorstoß reagiert, wie die Deutsche Presse-Agentur berichtet.

"Newsweek" zufolge bezeichnete ihr Büro Melania Trump als "exklusive Vermittlerin" der Vereinbarung. Das Weiße Haus teilte mit, sie habe die Gespräche mit beiden Konfliktparteien selbst initiiert und gemeinsam mit einem Vertreter die Bedingungen der Feuerpause direkt mit der russischen und ukrainischen Führung ausgearbeitet.

Moskau und Kiew reagieren positiv auf den Vorstoß der First Lady

Aus Moskau kamen rasch konkrete Zusagen: Generalstabschef Waleri Gerassimow erklärte laut Verteidigungsministerium, die russischen Streitkräfte würden im Raum Oleschky das Feuer in Richtung Cherson einstellen – ab Dienstag, 4 Uhr Moskauer Zeit. Über die Dauer der Feuerpause wurde zunächst nichts bekannt.

Russland lobte laut "t-online" den Einsatz der First Lady ausdrücklich. Sie habe einen "wesentlichen Beitrag" zur Koordinierung der humanitären Operation geleistet. Gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur Tass sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow, dass die Evakuierung mindestens einige Tage dauern werde. Wer wolle, könne die Stadt verlassen.

Auch die ukrainische Seite zeigte sich kooperativ. Der Fraktionschef von Selenskyjs Partei, David Arachamija, kündigte auf Telegram eine Operation zur "Entsperrung" von Oleschky an. Ziel sei ein dauerhafter humanitärer Korridor für sichere Evakuierungen und Hilfslieferungen.

Lage um Frontstadt Oleschky ist prekär

Zum Hintergrund: Die Kleinstadt Oleschky liegt am Ufer des Dnipro auf russisch besetztem Gebiet – nur neun Kilometer von der ukrainisch kontrollierten Gebietshauptstadt Cherson entfernt. Dazwischen verläuft die Frontlinie. Seit Monaten ist die Stadt von jeglicher Versorgung abgeschnitten, rund 2.000 Zivilisten sitzen dort fest. Laut Weißem Haus handelt es sich überwiegend um ältere Menschen, die dringend auf medizinische Hilfe, Nahrungsmittel und sauberes Trinkwasser angewiesen sind.

Ein Entkommen auf eigene Faust ist praktisch unmöglich: Nach Jahren gegenseitigen Beschusses ist das Umland vermint, jeder Fluchtversuch bedeutet Lebensgefahr. Der Kreml machte wiederholt ukrainische Drohnenangriffe dafür verantwortlich, dass Lebensmittellieferungen die Stadt nicht erreichen konnten. Hilfsorganisationen prangern die katastrophalen Zustände seit langem an.

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/news.de/dpa/stg

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