Donald Trump: US-Präsident kassiert heftigen Gegenwind für sein neuestes Mega-Projekt
Donald Trump will Washington mit einem gigantischen Triumphbogen umgestalten. Der Baubeginn könnte kurz nach den Zwischenwahlen erfolgen. Doch das Prestigeprojekt stößt auf Widerstand und sorgt für politischen Ärger.
Erstellt von Mia Lada-Klein - Uhr
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- Baustart im November? Am 5. November könnte über Genehmigungen entschieden werden
- Veteranen und Denkmalschützer warnen vor Folgen für historische Orte
- Umfragen zeigen deutliche Unzufriedenheit mit Trumps Bauprojekten
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Donald Trump will Washington offenbar weiter nach seinen Vorstellungen verändern. Ein monumentaler Triumphbogen nahe dem Nationalfriedhof Arlington könnte schon kurz nach den US-Zwischenwahlen in die nächste Phase gehen. Der Zeitplan sorgt für Kritik, denn das Bauprojekt ist nicht nur unter Denkmalschützern umstritten. Auch Veteranen äußern Bedenken, während die politische Stimmung für den US-Präsidenten zunehmend schwieriger wird.
Triumphbogen von Donald Trump könnte Anfang November grünes Licht erhalten
Wie "CNN" unter Berufung auf Gerichtsunterlagen berichtet, könnte der Bau des geplanten Denkmals bereits am 5. November einen entscheidenden Schritt vorankommen. Anwälte Trumps sollen den möglichen Zeitplan am Mittwoch vor einem Bundesgericht erläutert haben. Demnach könnte die zuständige Nationale Planungskommission an diesem Tag über das Vorhaben beraten. Sollten die erforderlichen Genehmigungen erteilt werden, wäre ein zeitnaher Baubeginn möglich. Der geplante Triumphbogen soll am Memorial Circle gegenüber dem Nationalfriedhof Arlington entstehen und dort weithin sichtbar sein. Ob die Arbeiten tatsächlich unmittelbar beginnen können, ist allerdings noch offen.
Das Projekt stößt bereits auf Widerstand. Veteranen haben rechtliche Schritte gegen die Pläne eingeleitet. Sie befürchten, dass das Bauvorhaben die Abläufe bei militärischen Bestattungen beeinträchtigen könnte. Denkmalschützer warnen zudem vor Eingriffen in das historische Stadtbild der US-Hauptstadt.
Kritik an Größe und möglicher militärischer Nutzung
Zusätzliche Fragen wirft die von Trump beschriebene Funktion des Bauwerks auf. Der Präsident hatte erklärt, das Denkmal könne auch militärischen Zwecken dienen. Genannt wurden unter anderem Drohnen, Positionen für Scharfschützen und Munitionslager. Wie diese Elemente konkret umgesetzt werden sollen, ist bislang nicht abschließend geklärt.
Die Gegner des Projekts sehen darin einen weiteren Eingriff in einen historisch bedeutenden Bereich Washingtons. Die Auseinandersetzung dürfte deshalb nicht allein um die Architektur gehen, sondern auch um die Nutzung und die Genehmigung des Geländes.
Trumps Umbaupläne für Washington sorgen für Unmut
Der Triumphbogen ist Teil einer Reihe von Vorhaben, mit denen Trump das Erscheinungsbild wichtiger Orte in der Hauptstadt verändert. Am Weißen Haus wurde der historische Ostflügel abgerissen, um Platz für einen geplanten Ballsaal im Wert von rund 600 Millionen Dollar zu schaffen. Auch der Rosengarten wurde umgestaltet. Hinzu kamen Veränderungen im Oval Office und Arbeiten am Lafayette Square.
Für Diskussionen sorgte außerdem die Sanierung des Wasserbeckens am Lincoln Memorial. Das rund 16 Millionen Dollar teure Projekt geriet in die Kritik, nachdem das Wasser durch Algen grünlich verfärbt war. Darüber hinaus verfolgt Trump weitere Vorhaben am Kennedy Center und auf dem East Potomac Golfplatz.
Umfragen zeigen deutliche Ablehnung
Die zahlreichen Bauprojekte könnten für Trump auch politisch zum Problem werden. Eine im Juli veröffentlichte Ipsos-Umfrage ergab laut "Washington Post", dass 65 Prozent der Befragten mit den Projekten Ballsaal, Triumphbogen und Reflecting Pool unzufrieden waren. Eine weitere Erhebung im Oktober kam laut "Daily Beast" demnach zu dem Ergebnis, dass 59 Prozent Trump zu viel Aufmerksamkeit für seine Bauvorhaben bescheinigten.
Ob der Triumphbogen tatsächlich unmittelbar nach der Wahl gebaut werden kann, bleibt abzuwarten.
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