Donald Trump: Pool-Fall vor dramatischer Wende – US-Präsident macht Jagd auf Olympioniken

Donald Trumps Streit um den beschädigten Reflecting Pool nimmt eine neue Wendung: Das US-Justizministerium prüft offenbar ein neues Verfahren gegen den Olympioniken David Hearn, obwohl der Fall eingestellt wurde.

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Donald Trump: Pool-Streit eskaliert – US-Präsident will Olympioniken vor Gericht sehen Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Suzanne Plunkett
  • Justizministerium erwägt offenbar neue Anklage gegen David Hearn
  • Trump hatte die Einstellung des ursprünglichen Verfahrens scharf kritisiert
  • Hearns Anwalt spricht von einem "schockierenden Novum"

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Der Ärger um den beschädigten Reflecting Pool am Lincoln Memorial in Washington nimmt eine neue Wendung. Donald Trump ist überzeugt, dass Vandalen für die Schäden an dem Becken verantwortlich sind. Nachdem zuletzt sogar der ehemalige Olympionike David Hearn mit der Beschädigung in Verbindung gebracht worden war, hatte ein Gericht dies zunächst zurückgewiesen. Nun scheint sich das Blatt jedoch zu wenden und das zum Vorteil von Donald Trump.

Berichten zufolge prüft das US-Justizministerium, ob gegen den ehemaligen Olympioniken David Hearn doch noch ein Verfahren eingeleitet werden könnte.

Weißes Haus drängt offenbar auf neuen Fall

Das ursprüngliche Verfahren gegen Hearn war eingestellt worden. Nun sollen Mitarbeiter des Weißen Hauses nach Informationen des "Wall Street Journal" Kontakt zum Justizministerium aufgenommen haben. Dabei gehe es "Raw Story" zufolge offenbar um die Frage, ob eine andere, möglicherweise weniger schwere Anklage denkbar wäre.

Das Vorhaben befindet sich dem Bericht zufolge allerdings noch in einer frühen Phase. Beamte sollen prüfen, ob überhaupt eine rechtliche Grundlage für ein neues Verfahren besteht. Für zusätzliche Brisanz sorgt, dass die zuständige US-Staatsanwältin Jeanine Pirro die ursprünglichen Vorwürfe bereits zurückgewiesen hatte. Ihrer Darstellung zufolge sei nicht nachgewiesen worden, dass Hearn den Schaden vorsätzlich verursacht habe.

Trump kritisiert Einstellung des Verfahrens

US-Präsident Donald Trump hatte die Entscheidung öffentlich scharf angegriffen. Er behauptete unter anderem, ein glaubwürdiger Zeuge habe beobachtet, wie Hearn an der Beschichtung des Pools gezogen habe. Hearn bestreitet die Vorwürfe. Er erklärte, er habe bei einer Fahrradtour lediglich ein bereits gelöstes Stück der Beschichtung berührt. Das Justizministerium betonte unterdessen, bei möglichen Straftaten würden die vorhandenen Beweise entscheidend sein.

Anwalt spricht von "schockierendem Novum"

Hearns Verteidiger Norm Eisen reagierte empört auf die Überlegungen zu einer erneuten Strafverfolgung. Eine neue Anklage wäre aus seiner Sicht "ein schockierendes Novum". Der Anwalt sprach zudem von einer "bizarren Wendung" und warf den Behörden vor, einen aus seiner Sicht unschuldigen Mann weiter unter Druck zu setzen.

Streit über Trumps Einfluss auf das Justizministerium

Der Fall fällt zudem in eine politisch brisante Phase. Todd Blanche, früher persönlicher Anwalt Trumps, ist inzwischen US-Justizminister. Seine Ernennung war im Senat mit 50 zu 49 Stimmen bestätigt worden. Blanche hatte zuvor die Auffassung vertreten, dass ein Präsident durchaus Einfluss auf Ermittlungen des Justizministeriums nehmen dürfe. Damit weicht seine Position von der Zurückhaltung ab, die frühere Regierungen in solchen Fällen gezeigt hatten. Die aktuellen Gespräche über Hearn sollen allerdings noch nicht bei Blanche angekommen sein.

Reflecting Pool ist Teil eines größeren Streits

Der Konflikt um den Pool reiht sich in weitere Auseinandersetzungen über Trumps Bau- und Renovierungspläne in Washington ein. Besonders umstritten ist der geplante Ballsaal im Weißen Haus, dessen Kosten mit rund 400 Millionen Dollar angegeben werden. Damit wird aus dem zunächst ungewöhnlichen Streit um eine beschädigte Pool-Beschichtung zunehmend eine politische Auseinandersetzung über Trumps Einfluss auf Behörden und Justiz.

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