Markus Söder: CSU-Chef macht überraschende Kanzler-Ansage und schießt scharf gegen die AfD

Markus Söder überrascht bei Caren Miosga mit klaren Worten zur Kanzlerfrage. Statt eigener Ambitionen setzt er auf Friedrich Merz und bringt Ilse Aigner für das höchste Staatsamt ins Spiel. Auch die AfD attackiert er scharf.

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Söder erteilt Kanzlerambitionen eine Absage und attackiert die AfD (Foto) Suche
Söder erteilt Kanzlerambitionen eine Absage und attackiert die AfD Bild: picture alliance/dpa | Christophe Gateau
  • Söder stellt sich hinter Friedrich Merz und weist Spekulationen über eigene Ambitionen zurück
  • Der CSU-Chef wirbt dafür, dass seine Parteifreundin 2027 ins Schloss Bellevue einzieht
  • Söder warnt vor den Folgen der Wahlerfolge der AfD und kritisiert politische Manöver in Sachsen-Anhalt

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CSU-Chef Markus Söder hat bei Caren Miosga über seine politische Zukunft, die Nachfolge im Bundespräsidentenamt und die Erfolge der AfD gesprochen. Während er Friedrich Merz weiterhin als Kanzler sieht, macht er sich für Ilse Aigner als künftiges Staatsoberhaupt stark. Zugleich findet Söder deutliche Worte für politische Manöver im Osten Deutschlands.

Markus Söder stellt sich hinter Friedrich Merz

Bei seinem Auftritt in der ARD-Talkshow "Caren Miosga" räumte Markus Söder mit Spekulationen über eigene Ambitionen auf das Kanzleramt auf. Auf die Frage, ob er sich eine Nachfolge von Friedrich Merz vorstellen könne, antwortete der CSU-Vorsitzende unmissverständlich: "Friedrich Merz bleibt Bundeskanzler." Damit erteilte der bayerische Ministerpräsident Überlegungen zu einem möglichen Wechsel an der Spitze der Bundesregierung eine klare Absage. Sein persönliches Interesse gelte vielmehr einer anderen wichtigen Personalentscheidung in der deutschen Politik.

Die ARD-Talkshow "Caren Miosga" finden Sie in der ARD-Mediathek.

Ilse Aigner soll ins Schloss Bellevue einziehen

Söder unterstützt seine Parteifreundin Ilse Aigner als Kandidatin für das Amt der Bundespräsidentin. Die derzeitige Präsidentin des Bayerischen Landtags könne aus seiner Sicht eine wichtige Rolle auf Bundesebene übernehmen. Söder formulierte sein Anliegen in der Sendung deutlich: "Die einzige Personalie, die mich persönlich interessiert, ist nicht die Kanzlerschaft, sondern ich möchte, dass, wenn es irgendwie geht, Ilse Aigner Bundespräsidentin wird."

Die Wahl des nächsten Bundespräsidenten ist für den 30. Januar 2027 vorgesehen. Ob Aigner tatsächlich kandidieren wird und welche weiteren Namen ins Spiel kommen, bleibt abzuwarten.

Scharfe Worte zu möglichen AfD-Überläufern

Deutlich konfrontativer äußerte sich der CSU-Chef zur politischen Lage in Sachsen-Anhalt. Dabei kritisierte er Abgeordnete, denen vorgeworfen wird, bei der Wahl des Landtagspräsidenten heimlich mit der AfD zusammengearbeitet zu haben. Söder verlangt von Politikern, die einen solchen Schritt erwägen, Offenheit und Konsequenz. Wer sich politisch neu orientiere, solle dazu öffentlich stehen und gegebenenfalls auch die entsprechende politische Richtung einschlagen. Das Vorgehen bezeichnete er als "ziemlich schäbig". Auch die Wahlergebnisse im Osten Deutschlands bewertet Söder als Warnsignal für die etablierten Parteien. Die Abstimmungen seien "große Denkzettelwahlen" und Ausdruck eines tiefen Misstrauens gegenüber der Politik in Berlin. Besonders besorgt zeigte er sich über die internationalen Folgen eines starken Abschneidens der AfD. Seine zugespitzte Einschätzung: "Da gratulieren Donald Trump und Wladimir Putin! Die Großmächte freuen sich über einen Wahlerfolg der AfD!"

Markus Söder fordert Konsequenzen aus den Wahlergebnissen

Trotz seiner scharfen Kritik an der AfD sieht Söder die politische Entwicklung in Sachsen-Anhalt auch als Auftrag, den Wählerwillen ernst zu nehmen. Mit Blick auf die Mehrheitsverhältnisse sprach er sich dafür aus, dass eine AfD-geführte Regierung dort notwendig werden könnte, wenn sich die politischen Kräfteverhältnisse entsprechend bestätigen. Gleichzeitig kritisierte er die inhaltlichen Schwerpunkte, die nach der Wahl gesetzt würden. Statt über konkrete Verbesserungen im Land zu beraten, etwa mehr Lehrkräfte oder zusätzliche Polizeikräfte, werde seiner Darstellung nach ein russlandfreundlicher Antrag vorbereitet. Das sei für ihn ein Hinweis darauf, welche politischen Prioritäten künftig gesetzt werden könnten.

Seine Aussagen verdeutlichen das Spannungsfeld zwischen der Anerkennung demokratischer Wahlergebnisse und seiner deutlichen Ablehnung der AfD. Wie sich die Mehrheiten in Sachsen-Anhalt tatsächlich entwickeln und welche politischen Entscheidungen daraus folgen, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.

Reaktionen im Netz fallen kritisch aus

Auch in sozialen Netzwerken wurde über Söders Auftritt und seine Aussagen diskutiert. Die Reaktionen fielen unterschiedlich aus. Einige Nutzer kritisierten die politische Kommunikation etablierter Parteien und warfen ihnen vor, wiederholt auf dieselben Argumente zurückzugreifen. Andere stellten Fragen zur inhaltlichen Abgrenzung gegenüber der AfD. Die online veröffentlichten Kommentare geben allerdings kein repräsentatives Bild der öffentlichen Meinung wieder. Sie zeigen vor allem, wie stark Themen wie Migration, politische Verantwortung und der Umgang mit der AfD die Debatte prägen.

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