Donald Trump schimpft gegen EU: "Der ist doch verrückt" - Unmut nach Drohung entbrannt

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen hat mit einen Vorschlag zur Stärkung der Beziehung zu Kanada bei Donald Trump etwas ausgelöst. Der US-Präsident reagierte mit einer Drohung.

Von news.de Redakteurin - Uhr

Donald Trump droht Europa mit Zöllen, sollte die EU Kanada zum ersten "assoziierten Mitglied". (Foto) Suche
Donald Trump droht Europa mit Zöllen, sollte die EU Kanada zum ersten "assoziierten Mitglied". Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump will Zölle gegen Europa verhängen, wenn die EU Kanada zum assoziierten Mitglied machen sollte
  • US-Präsident bezeichnet den Vorschlag von Ursula von der Leyen als "feindseligen Akt"
  • EU-Kommissionspräsidentin will die Beziehung zu Kanada stärken, Kanadas Premier Carney begrüßt den Vorstoß

Der von US-Präsident Donald Trump ausgelöste Streit mit Kanada geht über deren Ländergrenzen hinaus. US-Präsident Donald Trump reagiert mit einer Drohung auf den Vorstoß von EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen, Kanada zum ersten "assoziierten Mitglied" der Europäischen Union zu machen.

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Nach EU-Annäherung an Kanada droht Donald Trump Europa mit Zöllen

"Ich halte das für lächerlich", sagte er auf den Vorschlag angesprochen gegenüber Reportern auf einem Flugplatz in North Carolina. Falls er es als "feindseligen Akt" empfinden sollte, würde er hohe Zölle verhängen oder den Handel mit Europa in vielen Bereichen einstellen, warnte Trump vor Reportern. Falls die EU das in böser Absicht mache, würden die USA "sehr hohe Zölle gegen Europa" verhängen. Trump sagte allerdings auch, dass es in Ordnung sei, falls die Absicht gut sei - ohne genauer zu erläutern, woran er das festmachen würde. Zu Kanada sagte er nur, das Nachbarland sei zuletzt ein "schrecklicher Handelspartner" gewesen.

Die USA und Kanada befinden sich aktuell in einem festgefahrenen Handelsstreit, der zuletzt wieder eskaliert war. Im Zollkonflikt mit der EU hatten sich die Vereinigten Staaten vor mehr als einem Jahr auf ein Zollabkommen geeinigt.

US-Präsident geht unter wie die Titanic - böse Reaktionen auf Trumps Äußerungen

Trumps Äußerungen zu dem EU-Vorschlag lösten hitzige Diskussionen auf der Plattform X aus. Dabei muss sich der US-Präsident harsche Kritik und bitterbösen Spott anhören. Die Kommentarspalten füllten sich mit Memes und Karikaturen, die so weit gingen, Trump Demenz zu unterstellen und ihn mit dem Untergang der Titanic zu vergleichen. Andere Reaktionen fielen ebenso scharf aus:

  • "Dieser absolute Trottel glaubt tatsächlich, dass sich die ganze Welt vor dem orangefarbenen Kaiser in den Staub werfen wird. Tatsache ist jedoch, dass er so viele Freunde und Verbündete Amerikas vor den Kopf gestoßen hat, dass es Jahre dauern wird, den Schaden wieder gutzumachen – wenn das überhaupt möglich ist."
  • "Noch mehr Drohungen, noch mehr Schikanen – mit seinen Wutanfällen wird er letztendlich nur das Leben der amerikanischen Bürger erschweren."
  • "Das ist genau der Grund, warum die EU und Kanada ihre Beziehungen ausbauen."
  • "Trump ist fest entschlossen, jede Beziehung der USA zu ihren Verbündeten zu zerstören. Der Typ ist eine Katastrophe für euch Amerikaner."
  • "Der ist doch verrückt!"

Von der Leyen will Kanada zum "assoziierten Mitglied" machen - was bedeutet das?

Kanada soll nach dem Willen der EU-Kommissionspräsidentin das erste "assoziierte Mitglied" der Europäischen Union werden. Als konkrete Bereiche für eine mögliche engere Zusammenarbeit nannte von der Leyen Technologiefragen, die Produktion von Rüstungsgütern sowie die Künstliche Intelligenz und die Arktispolitik. Wie die geplante assoziierte EU-Mitgliedschaft konkret gestaltet werden soll, erklärte sie allerdings zunächst nicht.

Kanadas Premierminister Carney stärkt Beziehung zur EU

Kanadas Premierminister Mark Carney begrüße den "Vorschlag" zu einem "weitaus stärkeren, ehrgeizigeren Bündnis in der Zukunft". Eine assoziierte Mitgliedschaft wurde in seiner Stellungnahme nicht direkt erwähnt. Carney stärkt damit die Beziehung zur EU. Diese Partnerschaft sei laut "Toronto Star" "mit nichts zu vergleichen". Inwieweit die EU und Kanada ihre bilaterale Zusammenarbeit vertiefen werden, wird sich zeigen. Eine reguläre EU-Mitgliedschaft Kanadas ist nach den geltenden Verträgen nicht möglich. Nach Artikel 49 des EU-Vertrags können nur europäische Staaten der Union beitreten.

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/loc/news.de/dpa

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