Donald Trump: Republikaner gehen auf Distanz - Widerstand gegen eigenen Präsidenten gefordert

Donald Trump sorgt vor den US-Zwischenwahlen weiterhin für Unmut innerhalb der Republikanischen Partei. Kongresskandidaten werden nun sogar dazu aufgefordert, sich mit eigenen Kampagnen gegen ihren Präsidenten zu stellen.

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Der Widerstand gegen US-Präsident Donald Trump in den eigenen Reihen wächst. (Foto) Suche
Der Widerstand gegen US-Präsident Donald Trump in den eigenen Reihen wächst. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Liam Mcburney
  • Donald Trump sorgt mit seinen Äußerungen für Unruhe innerhalb der Republikanischen Partei
  • Intern wird sich über die Themen beschwert, die der US-Präsident setzt
  • Kandidaten sollten vor den Zwischenwahlen lieber auf eigene Kampagnen setzen und sich auch gegen Trump stellen

Knapp sieben Wochen vor den US-Zwischenwahlen wächst in der Republikanischen Partei die Unruhe. Der Grund sitzt im Weißen Haus: Präsident Donald Trump (80) bringt mit seinen sprunghaften Äußerungen die Wahlkampfpläne seiner eigenen Partei durcheinander. Dabei sollte der Parteikonvent in Dallas vergangene Woche eigentlich als großer Einigungsmoment dienen.

Donald Trump bringt Republikaner vor US-Zwischenwahlen in Bedrängnis

Stattdessen plädierte Trump zuletzt öffentlich für umstrittene Überwachungskameras der Firma "Flock Safety", wischte Warnungen vor den Gefahren künstlicher Intelligenz beiseite und versprach jedem erwachsenen Amerikaner 5.000 Dollar, falls seine Partei bei den Midterms gewinnt. "Wir kommen gerade vom Parteitag, und diese Woche reden wir über alles Mögliche, nur nicht über das, worüber wir letzte Woche reden wollten", klagte nun ein republikanischer Stratege gegenüber "Politico".

US-Präsident würde nicht die dringlichen Probleme ansprechen

Das eigentliche Problem für republikanische Kandidaten sind nach Einschätzung parteiinterner Akteure die hohen Spritpreise sowie in geringerem Maße die Lebensmittelkosten. Alles andere, einschließlich künstlicher Intelligenz, sei für die Wähler schlicht irrelevant, betonte ein GOP-Spendensammler laut "Politico".

Widerstand gegen Donald Trump in den eigenen Reihen gefordert

Ein ehemaliger Trump-Wahlkampfmitarbeiter formulierte es unverblümt: "Viele der Schlagzeilen, die der Präsident produziert – ob zu Flock-Kameras, KI oder Lebenshaltungskosten – sind nicht hilfreich." Kandidaten sollten sich nicht scheuen, in ihren eigenen Kampagnen einen abweichenden Kurs einzuschlagen, wenn sie anderer Meinung seien.

Weißes Haus reagiert auf Vorwürfe aus der Republikanischen Partei

Die Sprecherin des Weißen Hauses, Allison Schuster, wies die Kritik gegenüber "Politico" zurück. Trump sei "der ultimative Mobilisierungsmotor für die MAGA-Basis", und die ausverkaufte Veranstaltung in Dallas habe das eindrucksvoll belegt. Während die "radikale Linke" mit Steuererhöhungen und lascher Kriminalitätspolitik versage, stehe der Präsident für niedrigere Steuern, sichere Straßen und geschützte Grenzen.

Bröckelt die Unterstützung für Trump?

Hinter den Kulissen klingt es anders. Parteiinterne Stimmen empfehlen republikanischen Kandidaten mittlerweile offen, sich vom Kommunikationsstil des Präsidenten zu lösen. Bemerkenswert, da sich viele Republikaner seit Jahren um bedingungslose Loyalität zu Trump bemüht hatten.

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