Donald Trump: Am Abend bricht es aus ihm heraus - US-Präsident schimpft sich in Rage

Donald Trump konnte wieder einmal nicht an sich halten und polterte munter drauflos. Der US-Präsident habe einen "weiteren Schwindel" entdeckt, schimpfte er ungehalten im Netz. Er wolle den nächsten großen Bluff auffliegen lassen.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump sieht bei der rasanten KI-Entwicklung keine Gefahren. (Foto) Suche
Donald Trump sieht bei der rasanten KI-Entwicklung keine Gefahren. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump wütet gegen "Verschwörungstheoretiker"
  • Donald Trump schimpft sich in Rage
  • Donald Trump will KI-Gefahren selbst stoppen

Donald Trump hat in einer Serie von abendlichen Beiträgen auf seiner Plattform Truth Social die Warnungen vor den Risiken Künstlicher Intelligenz als reinen Betrug abgetan. Der US-Präsident wetterte und erklärte sich dabei kurzerhand zum "Schwindel-Jäger", der gerade den nächsten großen Bluff auffliegen lasse. Bereits zuletzt hatte Donald Trump gegen Windräder gewettert und sich vor Reportern in Rage geredet.

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Donald Trump wütet gegen "Verschwörungstheoretiker"

Wer vor den Gefahren der Technologie warne, sei ein "Verschwörungstheoretiker" und "Verräter", so der US‑Präsident. Die Tiraden richten sich offenkundig gegen führende Köpfe der Tech-Branche, die zuletzt öffentlich für eine Drosselung der KI-Entwicklung plädiert hatten.

  • "Gerade entlarve ich einen weiteren Schwindel - nämlich, dass die KI die Welt übernehmen, verschlingen und zerstören wird und dass Roboter in unsere Städte einmarschieren und uns alle auslöschen werden!", schrieb Trump.

Donald Trump schimpft sich in Rage wegen Russland, Klimawandel und Absetzung

In seinen Posts stellte Trump die Debatte um KI-Risiken in eine Reihe mit sämtlichen politischen Kontroversen, die ihn seit Jahren begleiten. Die Behauptung, Künstliche Intelligenz werde die Welt übernehmen, sei "ein Schwindel, genau wie die globale 'Erwärmung', bei der inzwischen alle tot sein müssten, Russland, Russland, Russland, Ukraine, Ukraine, Ukraine oder Absetzungsverfahren-Schwindel Nr. 1 oder Absetzungsverfahren-Schwindel Nr. 2", schrieb er. All das seien Machenschaften "radikaler linker Dumokraten, die niemals aufgeben, aber selten gewinnen".

  • In der Russlandaffäre hatte Sonderermittler Robert Mueller ab 2017 untersucht, ob Trumps Wahlkampfteam bei der Wahl 2016 mit Moskau kooperiert hatte - zum Nachteil der demokratischen Kandidatin Hillary Clinton. Trump hatte die Ermittlungen stets als politisch motiviert zurückgewiesen.

Donald Trump warnt vor China

Trumps Ablehnung jeglicher Regulierung untermauerte er mit ökonomischen Argumenten.

  • "KI und Rechenzentren werden der größte wirtschaftliche Entwicklungsmotor der Geschichte sein - größer als Öl, Gold, Diamanten oder sogar das Internet", schrieb er auf Truth Social.
  • Wer in der Wirtschaftsgeschichte habe je erlebt, dass Branchenführer selbst nach Regulierung riefen, die sie "in die Bedeutungslosigkeit und den Bankrott treiben" würde, fragte er rhetorisch.

Als Warnung verwies Trump auf China: Präsident Xi habe angekündigt, der KI-Entwicklung keinerlei Hindernisse in den Weg zu legen. Gleichzeitig kritisierte er Google, das eine große Anlage in Finnland errichten wolle, weil Genehmigungsverfahren in den USA zu kompliziert seien. Trump zeigte sich darüber verärgert und forderte den Konzern auf, seine Pläne zu überdenken.

Tech-Branche schlägt KI-Alarm wegen Risiken

Trumps Ausbruch kam nicht aus dem Nichts. Zuletzt hatten die Chefs mehrerer führender KI-Unternehmen in den USA (unter anderem Anthropic-Chef Dario Amodei und OpenAI-Chef Sam Altman)dazu aufgerufen, das Tempo bei der Entwicklung der Technologie zu drosseln - angesichts wachsender Bedenken über deren Risiken.

Jüngst legte Microsoft nach und präsentierte einen "humanistischen Verhaltenskodex für KI". Darin formulierte der Konzern einen klaren Grundsatz: "Menschen sind wichtiger als KI." Künstliche Intelligenz dürfe die menschliche Kontrolle nicht überschreiten, und KI-Modelle müssten der Menschheit untergeordnet bleiben, heißt es in dem Dokument.

Donald Trump will KI-Gefahren selbst stoppen

Statt auf Gesetze oder Aufsichtsbehörden setzt Trump auf eine denkbar schlichte Kontrollinstanz: sich selbst. "Die einzige Kontrolle oder 'Leitplanke', die KI braucht, ist ein starker und kluger (hoher IQ!) Präsident", hatte er bereits vor seiner jüngsten Posting-Serie erklärt. Staatliche Auflagen seien überflüssig, solange er im Amt sei. Sein Argument: "Wer auch immer bei KI gewinnt, gewinnt."

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