Donald Trump: US-Präsident blamiert - TV-Sender streichen Trump-Rede

Nur 2,5 Millionen Zuschauer bei Fox News, leere Ränge in der Arena und kein einziger großer TV-Sender, der übertragen wollte - doch Donald Trump feierte seinen Auftritt beim republikanischen Parteitag in Dallas als historischen Triumph.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump wurde kurzerhand aus dem Programm geschmissen. (Foto) Suche
Donald Trump wurde kurzerhand aus dem Programm geschmissen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump: TV-Sender blamieren US-Präsident
  • Donald Trump spricht vor leeren Sitzen
  • Donald Trump irritiert mit Realitätsverweigerung in Zahlen

Es sollte der große Auftritt werden, doch am Ende entpuppte sich Donald Trumps Rede beim republikanischen Parteitag in Dallas als veritabler Quotenflop. Der US-Präsident sprach knapp eine Stunde länger als vorgesehen - vor teilweise leeren Rängen im American Airlines Center. Nicht einmal seine eigene Ehefrau Melania Trump wollte ihn auf der Bühne sehen.

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Donald Trump: TV-Sender blamieren US-Präsident

Die großen amerikanischen TV-Sender ließen den US-Präsidenten dabei regelrecht auflaufen. Was für eine Blamage. Weder ABC, noch CBS noch NBC strahlten die komplette Rede aus. NBC zeigte stattdessen das Eröffnungsspiel der NFL‑Saison. Auch die Kabelsender CNN und MS NOW verzichteten auf eine Übertragung. Selbst das Trump-freundliche Newsmax zeigte nicht das komplette Vorprogramm des Konvents in seiner Primetime, wie "The Daily Beast" berichtete.

Lediglich Fox News, OAN und C-SPAN übertrugen Trumps Auftritt vollständig - doch die Zuschauerzahlen fielen ernüchternd aus. Die konkreten Zuschauerzahlen bestätigen das Desaster. Zwischen 21 und 23 Uhr Ostküstenzeit, als Trump seine Rede hielt, schalteten bei Fox News laut "New York Times" durchschnittlich 2,5 Millionen Menschen ein. Besonders pikant: Dieser Wert liegt sogar unter den regulären Einschaltquoten, die Sean Hannitys Sendung um 21 Uhr und die Show "Gutfeld!" um 22 Uhr normalerweise erzielen. Dabei hatten Trumps Auftritte in der Vergangenheit Fox News stets einen Quotenschub beschert.

Donald Trump spricht vor leeren Sitzen

Das dürftige Interesse beschränkte sich keineswegs auf die Fernsehbildschirme. Schon vor Ort im American Airlines Center, das rund 20.000 Plätze fasst, bot sich ein ernüchterndes Bild. Während die weniger prominenten Redner des Abends auftraten, waren ganze Sektionen der Arena verwaist. Zwar füllte sich die Halle vor Trumps Auftritt etwas stärker, doch auch während seiner Rede blieben zahlreiche Plätze unbesetzt.

Der für seine Obsession mit Menschenmengen bekannte US-Präsident schien davon allerdings nichts mitzubekommen. Von der Bühne herab verkündete er seinem Publikum: "Hier ist nicht nur alles voll, draußen steht noch einmal die gleiche Anzahl an Menschen." Tatsächlich befand sich zum Zeitpunkt dieser Behauptung so gut wie niemand vor der Arena, der noch hineinwollte, berichtete "The Daily Beast".

Auf seiner Plattform Truth Social legte Trump anschließend nach und behauptete, "tausende Menschen draußen" hätten keinen Einlass mehr bekommen. Sein Fazit: "Ich schätze, die Leute LIEBEN TRUMP-POLITIK!" Vor dem Konvent hatte er wiederholt betont, die Veranstaltung sei ausverkauft und "jeder will dabei sein".

Donald Trump irritiert mit Realitätsverweigerung in Zahlen

Noch bevor die offiziellen NBC-Quoten für das NFL-Spiel vorlagen, verkündete der US-Präsident auf Truth Social seinen vermeintlichen Sieg über den amerikanischen Profifootball. "Die Gesamtzahlen haben die NFL geschlagen", schrieb Trump und bezeichnete den Parteitag als "ausverkauften Hit, weit größer, besser und wichtiger, als irgendjemand es für möglich gehalten hätte." Zum Vergleich: Das NFL-Eröffnungsspiel der vergangenen Saison verfolgten etwa 28 Millionen Zuschauer - mehr als das Elffache der Fox-News-Quote von Trumps Rede.

Auch im digitalen Raum fiel die Bilanz für den US-Präsidenten wenig schmeichelhaft aus. Der liberale Kommentator Keith Edwards verwies auf X darauf, dass sein YouTube-Livestream, in dem er Trumps Rede spöttisch kommentierte, rund 500.000 Aufrufe verzeichnete - während der offizielle Republikaner-Stream lediglich 50.000 Zuschauer anzog. "50.000 Menschen sahen den GOP-Livestream. 500.000 sahen mir beim Lachen darüber zu", schrieb Edwards sarkastisch.

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