Donald Trump: Gleich mehrfach abserviert - diese Abfuhr kann Trump nicht verhindern
Da schaut Donald Trump zunächst einmal blöd aus der Wäsche. Damit hatte der US-Präsident in dieser Deutlichkeit vielleicht nicht gerechnet. Doch nun lassen ihn selbst seine treuen Verbündeten in Europa sitzen.
Erstellt von Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump abserviert von engen Verbündeten
- Donald Trump streicht Kanada-Produkte - und bekommt knallharte Abfuhr
- Donald Trumps Provokationen machen die Einigkeit nur deutlicher
Da wird Donald Trump von seinen europäischen Verbündeten glatt sitzen gelassen. Abserviert auf offener Bühne. Im eskalierenden Handelskonflikt zwischen Washington und Ottawa zeigt die Europäische Union eine bemerkenswerte Geschlossenheit - und zwar ausnahmslos. Bei einem Treffen der EU-Botschafter aller 27 Mitgliedstaaten in Brüssel sprach sich kein einziges Land gegen eine Vertiefung der Beziehungen zu Kanada aus, wie "Politico" berichtete. Es ist nicht der einzige Rückschlag für Donald Trump aktuell - beim Republikaner-Parteitag musste er vor einer nicht ausverkauften Halle sprechen- und seine Ehefrau Melania glänzte gleich ganz mit Abwesenheit.
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Donald Trump abserviert von engen Verbündeten
Das Pikante daran: Selbst Regierungen, die sonst als enge Verbündete von US-Präsident Donald Trump gelten, tragen die Initiative voll mit. Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni, der tschechische Regierungschef Andrej Babiš und der slowakische Premier Robert Fico - sie alle stützen den Kurs von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen in Richtung einer engeren Kooperation mit Kanada.
- "Es gibt sehr starke Unterstützung für von der Leyens Annäherung und für eine engere Zusammenarbeit", bestätigte ein mit den Vorbereitungen vertrauter Diplomat. Für Washington dürfte das einer diplomatischen Ohrfeige gleichkommen.
Donald Trump streicht Kanada-Produkte - und bekommt knallharte Abfuhr
Das Botschaftertreffen fand nur wenige Stunden statt, nachdem Washington eine Reihe kanadischer Produkte vom US-Markt ausgesperrt hatte - darunter Milcherzeugnisse, Alkohol und Motorräder. Der Zeitpunkt war also alles andere als zufällig, das Risiko einer Verstimmung in Washington durchaus real.
Die EU-Kommission und der Europäische Rat haben gemeinsam die Weichen für ein hochrangiges Treffen mit Kanada am 29. und 30. Oktober gestellt. Beide Seiten peilen dabei eine breit angelegte Allianz an, die von technologischer Innovation über gemeinsame Forschungsprojekte bis hin zum Zugang zu seltenen Erden reicht. Gleichzeitig sollen bestehende Handelsbarrieren zwischen Brüssel und Ottawa abgebaut werden.
Donald Trumps Provokationen machen die Einigkeit nur deutlicher
Der Hintergrund, vor dem sich diese europäische Geschlossenheit entfaltet, ist alles andere als subtil. US-Präsident Trump hat seinen Kurs gegenüber Kanada in den vergangenen Wochen immer weiter verschärft. Neben den jüngsten Handelsblockaden gegen kanadische Waren unterzeichnete er eine Anordnung zur Umbenennung des Lake Ontario in Lake America und veröffentlichte eine Karikatur, die ihn mit einem Hockeyschläger über Premierminister Carney stehend zeigt.
Dass ausgerechnet in diesem Klima maximaler Provokation sämtliche EU-Mitgliedstaaten demonstrativ den Schulterschluss mit Ottawa suchen, verleiht dem Brüsseler Signal zusätzliches Gewicht. Die Botschaft an Washington ist schwer zu überhören: Wer einen demokratischen Handelspartner derart unter Druck setzt, treibt dessen potenzielle Verbündete nicht auseinander, sondern zusammen.
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rut/news.de/stg
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