Donald Trump: US-Präsident kann Unmut nicht zügeln - er beschimpft sein Zuhause als "Bruchbude"
Der US-Präsident kann seinen Unmut über den Zustand seines Amtssitzes offenbar nicht mehr zurückhalten. Auf Truth Social wettert Donald Trump über das Weiße Haus, das er kurzerhand als "Bruchbude" beschimpft.
Von news.de-Redakteur Tobias Rüster - Uhr
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- Donald Trump schimpft über das Weiße Haus: "Bruchbude"
- Donald Trump spricht immer wieder über seine Bauvorhaben
- Donald Trump tönt: "Ich habe zwei Jobs"
- Zwei Drittel der Wähler wollen Trumps Bauwut nicht
Der US-Präsident hat auf Truth Social eine bemerkenswerte Einschätzung seines Amtssitzes geteilt: Das Weiße Haus sei bei seinem Amtsantritt im vergangenen Jahr in desolatem Zustand gewesen, erklärt Donald Trump und schimpft sich im Netz in Rage. Es ist nicht der einzige Trump-Ausbruch, der zuletzt für Schlagzeilen sorgte. Während einer Presserunde konnte er eine simple Frage nicht beantworten - und startete dafür eine wahre Tirade.
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Donald Trump schimpft über das Weiße Haus: "Bruchbude"
"Offen gesagt war es eine Bruchbude!", schrieb Donald Trump im Netz. Ohne seine Eingriffe wäre das historische Gebäude dem Verfall preisgegeben gewesen, tobte der US-Präsident. Besonders interessant ist dabei seine Behauptung, er kümmere sich um die umfangreichen Umbauarbeiten lediglich "in meiner Freizeit, von der ich nicht viel habe". Angesichts der Dimension seiner Bauprojekte - darunter der Abriss des East Wing zugunsten eines Ballsaals - klingt das nach einer gewagten Untertreibung.
Donald Trump spricht immer wieder über seine Bauvorhaben
Eine Auswertung von PolitiFact zeichnet ein aufschlussreiches Bild davon, was den US-Präsidenten tatsächlich umtreibt. Demnach thematisierte Trump zwischen Januar und Juli bei öffentlichen Auftritten seine Renovierungs- und Bauvorhaben in der Hauptstadt häufiger als Außenpolitik, Wirtschaftsfragen, Einwanderung, Wahlen, die Demokraten - oder sogar sich selbst.
Bei mehr als einem Viertel seiner öffentlichen Auftritte in diesem Zeitraum thematisierte Trump seine Projekte.Von Mai bis Juli stieg der Anteil sogar auf knapp die Hälfte aller öffentlichen Ansprachen. Dabei erfasst die Zählung weder seine Truth-Social-Beiträge noch Printinterviews, sodass die tatsächliche Quote noch höher ausfallen dürfte. Besonders aufschlussreich: Die Daten zeigen, dass Trump das Thema Bauen bevorzugt von sich aus anspricht, statt lediglich auf Journalistenfragen zu reagieren.
Donald Trump tönt: "Ich habe zwei Jobs"
Trumps Darstellung, die Renovierungen seien ein Randaspekt seines Präsidentenamts, steht in auffälligem Kontrast zu seinen eigenen früheren Äußerungen. Bei einer Rede im Kennedy Center im Dezember vergangenen Jahres klang das noch ganz anders: "Ich habe viel Zeit dort mit Bauunternehmern verbracht", erklärte er damals über seine Arbeit am Weißen Haus.
Noch deutlicher wurde er mit dem Eingeständnis, faktisch eine Doppelrolle auszufüllen: "Ich habe zwei Jobs. Einen als Bauunternehmer, was für mich wirklich wie Entspannung ist, weil ich das mein ganzes Leben lang gemacht habe." Von knapper Freizeit war damals keine Rede. Im Gegenteil: Trump präsentierte seine Bautätigkeit als gleichberechtigten Teil seiner Präsidentschaft, den er mit sichtlichem Vergnügen ausübt.
Donald Trumps Bauliste wächst immer weiter
Die konkreten Eingriffe am Weißen Haus sind erheblich. Der historische Rose Garden wurde asphaltiert, der East Wing komplett abgerissen, um Platz für einen neuen Ballsaal zu schaffen. Hinzu kommen ein vergoldetes Interieur im Oval Office, ein neuer Hubschrauberlandeplatz auf dem Südrasen sowie Überlegungen zu einem "Upper West Wing". Trumps jüngster Truth-Social-Post folgte auf die Enthüllung der renovierten Nordfassade.
Doch Trumps Bautrieb reicht weit über seinen Amtssitz hinaus. In der Hauptstadt plant er unter anderem einen 75 Meter hohen Triumphbogen nahe dem Nationalfriedhof Arlington, einen "Nationalen Garten amerikanischer Helden" sowie den Umbau öffentlicher Golfanlagen im East Potomac Park. Für Spott sorgte zudem eine missglückte Neugestaltung des Wasserbeckens am Lincoln Memorial.
Zwei Drittel der Wähler wollen Trumps Bauwut nicht
Die Begeisterung des US-Präsidenten für seine Projekte teilt die amerikanische Bevölkerung allerdings nicht. Laut einer Ipsos-Umfrage vom Juli missbilligen 65 Prozent der befragten Wählerinnen und Wähler seine Bauaktivitäten in der Hauptstadt. Noch brisanter:Von den Befragten, die Trump ein anderes Ziel als die Verschönerung Washingtons unterstellen, sahen 42 Prozent darin vor allem Selbstverherrlichung, Eitelkeit oder Ego.
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rut/news.de/stg
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