Donald Trump: Streit mit Papst Leo - US-Präsident giftet gegen den Pontifex
Wohl kein anderer US-Präsident geriet bislang so häufig mit dem Oberhaupt der katholischen Kirche aneinander wie Donald Trump. Der Streit mit Papst Leo XIV. entzündete sich dabei insbesondere an den Themen Migration, Krieg und Frieden. Ein Rückblick.
Von news.de-Redakteur Martin Gottschling - Uhr
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- Zoff zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV.
- Pontifex übte bereits mehrfach Kritik an der Migrations- und Außenpolitik der US-Regierung
- Trump reagierte wütend und provozierte die katholische Kirche
Während seiner zwei Amtszeiten als US-Präsident hat sich Donald Trump viele Feinde gemacht. Zu einem der schärfsten Kritiker des Republikaners gehört ausgerechnet Papst Leo XIV., der selbst in den Vereinigten Staaten geboren wurde. Besonders bei Themen wie Migration, Krieg und Frieden gerieten Trump und das katholische Kirchenoberhaupt zunehmend aneinander. 2026 entwickelte sich ein öffentlicher Schlagabtausch mit mehreren Provokationen des US-Präsidenten.
Donald Trump legt sich mit Papst Leo XIV. an
Robert Prevost hatte sich schon vor seiner Wahl zum neuen Papst im Mai 2025 kritisch mit Trumps Migrationspolitik auseinandergesetzt. Als Kardinal hatte er Beiträge verfasst, die sich gegen eine aggressive Rhetorik gegenüber Migranten und gegen harte Abschiebemaßnahmen richteten. Wegen dieser Haltung wüteten MAGA-Anhänger gegen Leo XIV. bereits zu jenem Zeitpunkt, als sich Trump selbst noch demonstrativ freundlich gegenüber den neuen Pontifex aus seinem eigenen Land zeigte.
US-Präsident von Pontifex beim Thema Ukraine-Krieg bloßgestellt
Doch schon wenige Tage nach Leos Amtsantritt wurden erste Risse in der Beziehung der beiden mächtigen Männer erkennbar. Das erste Telefonat mit einem Staatsoberhaupt führte der neue Papst nicht mit Trump, sondern dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Leo XIV. signalisierte im Mai 2025 zudem seine Bereitschaft, Gespräche zwischen Russland und der Ukraine im Vatikan zu ermöglichen. Für Trump, der sich selbst als möglicher Vermittler und Friedensstifter inszenierte, war das zumindest politisch unangenehm.
Papst Leo XIV. übt Kritik an hartem Kurs in der Migrationspolitik
Auch beim Thema Migrationspolitik blieben die Fronten verhärtet. Leo mahnte in seinen Reden als Papst weiterhin zu Menschlichkeit und Mitgefühl gegenüber Migranten. Aussagen, die als indirekte Kritik am harten Kurs der US-Regierung gegen Einwanderer verstanden wurden.
Donald Trump wütend nach Friedensappell aus dem Vatikan
Der große Knall kam schließlich im April 2026. Nachdem Leo XIV. sich im Zusammenhang mit den US-Angriffen auf den Iran und Venezuela gegen weitere Gewalt ausgesprochen hatte, griff Trump den Papst persönlich an und warf ihm unter anderem vor, "schwach im Umgang mit Kriminalität" sowie eine "Katastrophe in der Außenpolitik" zu sein. Trump behauptete zudem, ohne seine Unterstützung wäre Leo XIV. womöglich gar nicht Papst geworden.
Trump provoziert katholische Kirche mit Jesus-Bildern auf Truth Social
Besonders im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg wuchsen die Spannungen zwischen Trump und dem Papst weiter. Der US-Präsident provozierte die katholische Kirche, in dem er sich auf Truth Social selbst als Jesus inszenierte und unterstellte Leo XIV., eine Haltung einzunehmen, die Atomwaffen für den Iran akzeptiere. Dabei hatte der Pontifex lediglich zum Waffenstillstand aufgerufen und für Friedensverhandlungen plädiert. Zwischenzeitlich bemühte sich Leo XIV. allerdings um Deeskalation. Während einer Afrika-Reise erklärte der Papst, einige seiner Äußerungen seien falsch interpretiert worden. Es sei nicht seine Absicht, dem US-Präsidenten zu widersprechen.
Papst Leo XIV. sagt Reise in die USA zum 250. Unabhängigkeitstag ab
Doch bereits Ende Mai 2026 geriet Trump erneut mit Leo aneinander. Anlass war ein Treffen des Papstes mit dem Bürgermeister von Chicago, Brendon Johnson - einem politischen Gegner Trumps. Der US-Präsident reagierte verärgert auf die Begegnung und griff Leo XIV. erneut öffentlich an. Das Katholiken-Oberhaupt setzte derweil am 4. Juni 2026 erneut ein Zeichen für Migranten und Geflüchtete. Während Trump den 250. Geburtstag der USA feierte, reiste der Pontifex an die europäische Außengrenze auf die Mittelmeer-Insel Lampedusa, auf der viele Geflüchtete aus Nordafrika strandeten. Dies folgte, nachdem Berichte über mutmaßliche Drohungen der US-Regierung gegen den Vatikan öffentlich wurden.
Weiterführende Informationen zum Konflikt zwischen Donald Trump und Papst Leo XIV. finden Sie in folgenden Artikeln:
- US-Präsident bloßgestellt vom neuen Papst - ihm galt sein erster Anruf
- Ohne ihn wäre er nicht im Vatikan - US-Präsident beschimpft den Papst
- Neue Papst-Attacke - "The Don" kann es nicht lassen
- Er "ist psychisch gestört" - Trump provoziert mit neuem Jesus-Bild
- Drohungen gegen den Vatikan - Papst Leo lässt USA-Reise platzen
gom/news.de/cpt
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