Flakfeuer, Schläge und Co.: Kim Jong Uns grausame Exekutionshierarchie

Kim Jong Un will gefürchtet werden. Seine engsten Kreise säubert er regelmäßig. Für Aufsehen sorgte vor allem die Exekution seines eigenen Onkels. Nun hat er seinen Verteidigungsminister auf eine besonders grausame Weise umbringen lassen: mit einem Flugabwehrgeschütz. Aber wieso müssen die Hinrichtungen so bestialisch sein?

Weil er einschlief - Kim Jong Un exekutiert Minister.

Nordkoreas Machthaber Kim Jong Un im Kreise einiger Militäroffiziere. Bild: Rodong Sinmun / Handout/dpa

Wegen des Vorwurfs der Respektlosigkeit wurde der Verteidigungsminister hingerichtet

Der nordkoreanische Verteidigungsminister Hyon Yong Chol soll wegen "Respektlosigkeit" beim Diktator in Ungnade gefallen sein. Dabei wurde er wohl von einem Flugabwehrgeschütz zerfetzt, berichtet Yonhap, eine südkoreanische Nachrichtenagentur unter Berufung auf den südkoreanischen Geheimdienst NIS.

Bei der Hinrichtung waren hunderte Regierungsvertreter anwesend

Bei der Hinrichtung waren nach Angaben der Agentur hunderte Regierungsvertreter anwesend. Sie mussten dabei zusehen, wie der Kollege aus einer Entfernung von 30 Metern von einer Flugabwehrrakete zerfetzt wurde. Normalerweise hat ein solches Geschütz eine Reichweite von 8.000 Metern. Keine Frage: An Hyon Yong Chol hat Kim Jong-Un ein weiteres Exempel statuiert.

Mehr zum Thema: Bericht: Kim Jong Un umgibt sich mit "Vergnügungstrupps".

FOTOS: Kim Jong Un Diktator im Freizeitpark

Die Hinrichtung hoher Politiker und Regierungsmitglieder ist keine Seltenheit

Bereits im April hatte das "Komitee für Menschenrechte" Satellitenbilder der nordkoreanischen Militärakademie vom letzten Oktober veröffentlicht. Bereits darauf waren zur Exekution aufgereihte Flugabwehrgeschütze zu sehen gewesen. Wenig später wurde die Hinrichtung von 15 Regierungsmitgliedern bekannt.

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Kim Jong Un will mit den Exekutionen seine Macht manifestieren

Jong Un geht schon seit seiner Amtseinführung mit ganz besonderer Härte gegen Feinde und potenzielle Widersacher vor. Mit den Hinrichtungen versucht er, seine Macht weiterhin zu untermauern. Seinen Onkel soll Jong Un wegen Hochverrats von ausgehungerten Hunden zerfleischen lassen haben. Während die Art der Hinrichtung nie wirklich bestätigt wurde, wurde der Exekutionsbefehl ausdrücklich öffentlich bestätigt. Auch seine Tante soll Jong Un vergiftet haben, weil sie zu einflussreich geworden war.

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gea/sam/news.de

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