29.08.2019, 10.48 Uhr

Tragödie im Türkei-Urlaub: Mädchen (12) bleibt mit Arm in Poolpumpe stecken und stirbt

Im türkischen Urlauber-Ort Bodrum ist ein 12-jähriges Mädchen an den Folgen eines Sauerstoffmangels gestorben. Es steckte 15 Minuten lang unter Wasser in einer Hotel-Poolpumpe fest, bis sein Vater es befreien konnte.

Im türkischen Urlauber-Ort Bodrum ist ein 12-jähriges Mädchen an den Folgen eines Sauerstoffmangels gestorben. Bild: Matthieu/AdobeStock

Auf der türkischen Halbinsel Bodrum ist ein 12-jähriges Mädchen mit seinem Arm in einer Poolpumpe steckengeblieben und unter Wasser gezogen worden. Durch die Folgen der Atemnot ist es einige Tage später im Krankenhaus gestorben.

Alisa Adamova steckte 15 Minuten in einer Poolpumpe

Im Ferienort Bodrum ist der Besuch des Hotelpools für Touristen im Urlaub eine Selbstverständlichkeit, vor allem für die Kinder. Der aus St. Petersburg kommenden Alisa Adamova ist diese klassische Urlaubsaktivität nun zum Verhängnis geworden. Die Zwölfjährige hat insgesamt knapp 15 Minuten mit ihrem Arm unter der Wasseroberfläche in einer Hotelpoolpumpe festgehangen, ohne die Möglichkeit sich befreien zu können.

Wie "The Sun" berichtet, war die Schwimmbadpumpe so leistungsstark, dass der Vater des Kindes nur mit Hilfe anderer Urlauber das Kind nach Minuten des Überlebenskampfes befreien konnte. Ein Stück der Pumpe musste sogar mit dem Arm aus der Verankerung gerissen werden, um den Kopf des Mädchens wieder über Wasser zu bekommen.

"Keiner der Mitarbeiter kam, um uns zu helfen"

Ein polnischer Tourist namens Tomasz Grushalski erzählte über das schockierende Szenario: "Wir haben das Hotelpersonal verzweifelt angerufen, um die Pumpe auszuschalten, aber keiner der Mitarbeiter kam, um zu helfen.Es dauerte zehn Minuten, um die Pumpe auszuschalten, und danach war es zunächst immer noch unmöglich, sie herauszuholen." Ein weiterer Badegast erwähnte der "Sun" gegenüber, dass "kein Rettungsschwimmer im Einsatz war".

Mutter berichtet vom Rettungsversuch ihres Mannes

Die Mutter des Mädchens, Natalya Adamova, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur "Fontanka": "Ihr Vater tauchte und sah unser Kind unter Wasser stecken. Er hat versucht sie herauszuziehen, aber ihre Hand wurde sehr stark in das Pumpenrohr gesaugt. Er hat um Hilfe gerufen und andere Gäste eilten herbei um zu helfen. Aber selbst nachdem die Hotelangestellten die Pumpe abgestellt hatten, konnten sie ihre Hand nicht befreien. Danach hat er mit sieben andere Gäste die Pfeife zerbrochen und Alisa mit einem Stück der Pfeife an ihrem Arm aus dem Wasser herausgezogen."

Russische Spezialisten in die Türkei eingeflogen

Nach dem man sogar russische Spezialisten in die Türkei einfliegen lies, um die heimischen Ärzte zu unterstützen, gab es zunächst Anzeichen der Besserung. Jedoch gab Alisas Vater elf Tage nach ihrem Überlebenskampf den Tod der Zwölfjährigen bekannt. Er sagte: "Wir wissen, dass das Leben weitergehen muss, aber es wird nie wieder dasselbe sein."

Russland fordert lückenlose Aufklärung

Die Polizei untersucht den Vorfall derzeit noch und hat drei leitende Angestellte des Hotels angewiesen, das Land nicht zu verlassen. Ein russischer Diplomat forderte die türkischen Behörden zudem zum Handeln auf und sagte gegenüber "Fontanka": "Wir hoffen, dass die türkische Justiz den Kreis der Personen aufbaut, die an dieser Tragödie die Schuld tragen und das sie die Bestrafung erhalten, die sie verdienen."

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kjf/bua/news.de

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