Die verfluchtesten Orte der Welt - Teil 4: Schaurig schön! Diese 5 Orte in London sind verflucht

Es gibt Orte, an denen geht es einfach nicht mit rechten Dingen zu. Wo Menschen von mysteriösen Gestalten und seltsamen Geräuschen berichten. Das sind die Geschichten der fünf gruseligsten Orte Londons.

In London soll es an vielen Stellen nicht mit rechten Dingen zu gehen. Bild: fotolia.de/quickshooting

London ist das Zuhause von Serien-Mördern wie Jack the Ripper und Sweeney Todd. Kein Wunder also, dass es in der Metropole angeblich an fast jeder Ecke einen Pub, ein Wohnhaus, einen Friedhof, ein Krankenhaus oder eine Kirche gibt, wo es nicht mit rechten Dingen zugehen soll. Morde, Feuerbrunst, die Pest - sie alle haben im Laufe der Geschichte Londons viele Menschenleben auf grausame Weise gefordert. Einige Seelen, so heißt es, sollen in der Stadt bis heute ihr Unwesen treiben.

1. Tower of London - Hier hausen die Geister von Königinnen, Prinzen und Rebellen

Der berühmteste Ort des London-Grusels ist sicherlich der Tower of London mit seiner blutigen Vergangenheit. Hier wurden Gefangene gequält, gefoltert, hingerichtet. Die grausame Geschichte des Towers reicht in das Jahr 1066 zurück - seitdem ist viel Zeit ins Land gezogen, in der viele verzweifelte Gefangene auf den Tod als Erlösung hofften. Auch Heinrich VIII. ließ hier seine Frauen hinrichten. Allen voran Anne Boleyn, die als Geist immer noch am Ort ihrer Hinrichtung wandeln soll. Sie wurde 1536 auf Befehl ihres Ehemanns geköpft. Dementsprechend soll der Geist seinen Kopf unter dem Arm tragen. Weitere Geister, die im Tower hausen sollen, sind Margaret Pole, die enthauptete Lady Jane Grey und Eduard V. samt Bruder. Die Wache des Towers, die sogenannten Beefeaters, berichten immer wieder von Geistererscheinungen und übernatürlichen, unheimlichen Phänomenen.

2. Highgate Cemetery und der Mythos vom "Highgate Vampir"

Im Süden Londons liegt der Highgate Cemetery. Ein Friedhof, der im Jahr 1839 neben sechs weiteren neuen und "modernen" Ruhestätten Londons eröffnet wurde. Die Friedhöfe nannte man die "Magnificent Seven" (dt.: "Die großartigen Sieben"). Inzwischen beherbergt der Friedhof mehr als 53.000 Grabstätten von über 150.000 Menschen. Doch was den Friedhof eigentlich so berühmt macht, ist seine ebenso morbide wie schöne Grabeskunst-Architektur. Geschichten von Geistern, die durch die teilweise engen und verschlungenen Gassen zwischen den Mausoleen gehen, machten schon bald die Runde - von einer Frau in Weiß, Männern mit Hüten, durch die Gitter des Eingangstores starrende Gesichter, eine Figur, die in den See läuft. Eine dieser Geschichten sticht allerdings besonders heraus.

Der Highgate Cemetery sorgte in den 1970er Jahren für Schlagzeilen. Bild: dpa

In den 1970er Jahren versetzte der sogenannte "Highgate Vampire" die Londoner in eine regelrechte Hysterie. Man beobachtete zunächst immer wieder Gestalten, die den Friedhof des Nachts aufsuchten. Schnell war die Rede von Satanisten, die hier ihr Unwesen treiben sollten. Eine ältere Dame berichtete zudem von seltsamen Gestalten, die sie bei dem Besuch des Grabes eines Verwandten immer wieder traf. Sie hätten nie ein Wort gesprochen und sie ging davon aus, dass seltsame Zeremonien von ihnen durchgeführt wurden.

Als schließlich David Farrant, Gründer der "British Psychic and Occult Society", und Sean Manchester, ein selbsternannter Vampirjäger, auf dem Friedhof auftauchten, nahm die Aufregung merklich zu. Zumal die beiden sich äußerst bedenklich über den Zerstörungsgrad des Friedhofes äußerten. Nach und nach häuften sich die Berichte über eine ungewöhnliche große, dunkle Gestalt, die auf dem Friedhof wandeln sollte und kaum menschliche Züge besaß. Auch tauchten immer wieder Tierkadaver um Highgate herum auf, die angeblich blutleer waren und Hals- sowie Nackenwunden aufwiesen. Der Mythos vom Vampir war geboren. Nach großer medialer Aufmerksamkeit flaute die Aufregung um den angeblichen Vampir allerdings schnell ab. Heute findet er nur noch im Rahmen von Gruseltouren über den Friedhof Erwähnung.

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