Prinz Harry: Briten-Royals auf Abstand - dieser Vertrauensverlust ist nicht zu kitten

Dem frisch nach Großbritannien zurückgekehrten Prinz Harry werden die Palastpforten für immer verschlossen bleiben - zu groß ist der Vertrauensverlust, den der Königssohn mit folgenschweren Fehltritten selbst verschuldet hat, so eine Royals-Expertin.

Erstellt von - Uhr

Prinz Harry hat mit seinem eigenen Verhalten dafür gesorgt, dass jedwedes Vertrauen der britischen Königsfamilie unwiderruflich zerstört ist. (Foto) Suche
Prinz Harry hat mit seinem eigenen Verhalten dafür gesorgt, dass jedwedes Vertrauen der britischen Königsfamilie unwiderruflich zerstört ist. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown
  • Prinz Harry im britischen Königshaus als nicht vertrauenswürdig eingestuft
  • Royals-Expertin rechnet ab: Deshalb trauen die Royals dem Königssohn nicht mehr über den Weg
  • Prinz Harry plauderte royale Interna aus, inszeniert sich als Opfer und denkt nur ans Geld

Prinz Harry mag viele Jahre seines erwachsenen Lebens als Repräsentant des britischen Königshauses verbracht und sich in der Öffentlichkeit großer Beliebtheit bei Royals-Fans erfreut haben - doch die Chancen, dass der Ende August 2026 überraschend nach sechs Jahren im kalifornischen Exil in seine britische Heimat zurückgekehrte Königssohn jemals wieder zum Vollzeit-Royal befördert wird, sind verschwindend gering bis nicht existent. Den Grund dafür hat die Royals-Expertin Carole Malone in einer neuen Ausgabe des "Royals Unscripted"-Podcasts des britischen "Daily Express" erläutert - und dabei klargestellt, dass sich der Herzog von Sussex den Weg zurück in den Schoß der Windsor-Familie höchstpersönlich verbaut hat.

Prinz Harry von Königsfamilie als nicht vertrauenswürdig abgestempelt

Inzwischen sei man im britischen Königshaus, so erklärte es Carole Malone im Podcast-Plausch, geschlossen der Auffassung, dass man Prinz Harry zu keinem Zeitpunkt mehr vertrauen dürfe und es sich im Hinblick auf Prinz Harrys Fehltritte der vergangenen Jahre verbiete, den Ehemann von Meghan Markle in familiäre Angelegenheiten einzubeziehen. Der Grund liegt auf der Hand: Kaum hatten Prinz Harry und Meghan Markle Anfang 2020 ihren Abschied vom britischen Königshaus im Allgemeinen und von royalen Vollzeitpflichten im Speziellen erklärt, packten die Sussexes in aller Öffentlichkeit darüber aus, was sonst hinter Palastmauern verborgen bleibt.

Herzog von Sussex zog gegen seine eigene Familie in die Schlacht - Windsor-Clan lernte bittere Lektion

In einer eigens produzierten Enthüllungs-Doku bei Netflix, in Podcasts, TV-Interviews und Prinz Harrys 2023 erschienenen Memoiren "Spare" ("Reserve") ließen sich Prinz Harry und Herzogin Meghan ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen darüber aus, was ihrer Meinung nach im britischen Königshaus schief läuft und welches Leid ihnen nach eigenem Empfinden zugefügt wurde. Für die britische Königsfamilie sei das Carole Malone zufolge eine bittere Lektion gewesen, dass man Prinz Harry nicht über den Weg trauen könne: "Man kann ihm nicht vertrauen, wenn er vor einer Kamera steht und ein Mikrofon vor der Nase hat, dass er nicht genau das tut, was er gerade in diesem Interview getan hat", so das Fazit der Adelskennerin.

Neben der mangelnden Zurückhaltung vor Medien sieht Carole Malone noch einen weiteren Grund, warum eine Wiedereingliederung Prinz Harrys in den royalen Betrieb ausgeschlossen sei: "Er kann kein Royal mehr sein, weil er und Meghan Geld verdienen wollen." Damit stellte die Expertin klar, dass sowohl Harrys öffentliches Auftreten als auch seine finanziellen Ambitionen mit der Krone unvereinbar seien.

Prinz Harry zettelt royales Familiendrama an - und fordert eine Entschuldigung vom Königshaus

Besonders hart ging Carole Malone mit Prinz Harrys Umgang mit internen Royals-Konflikten ins Gericht. Der Königssohn trage selbst die Hauptverantwortung für die Spannungen rund um das Königshaus: "Du verursachst den Großteil davon, Kumpel – was die königliche Familie betrifft, verursachst du das Drama." Dabei nutze König Charles' jüngerer Sohn seit Jahren gezielt eine Asymmetrie aus: "Harry hat die letzten sechs Jahre damit verbracht, alles an die Öffentlichkeit zu bringen, wohlwissend, dass die königliche Familie völlig machtlos ist, auf irgendetwas zu reagieren." Genau das verletze die Royals am meisten, so die Expertin.

Trotzdem fordere der Herzog von Sussex weiterhin Entschuldigungen von seiner Familie. Carole Malones Reaktion darauf fiel entsprechend ungläubig aus: "Was haben sie ihm denn angetan?" Der Prinz müsse dringend über seinen eigenen Anteil am Familienbruch nachdenken, statt anderen die Schuld zuzuweisen.

Übrigens: Kennen Sie schon den brandneuen Adels-Podcast "Royales Rauschen" von news.de? Am besten gleich reinhören und keine Meldung aus den Königspalästen mehr verpassen!

Prinz Harry dominiert die Titelseiten und stellt die britischen Royals in den Schatten

Zudem kreidete die Adelskennerin Prinz Harry einen auffallend niederträchtigen Charakterzug an, der nach der Rückkehr der Sussexes nach Großbritannien stärker erkennbar ist als zuvor: Das vom Sussex-Herzog verursachte mediale Dauerfeuer verdrängt die Berichterstattung über die eigentliche Arbeit der Monarchie aus den Zeitungen. Als König Charles III., Prinz William, Prinzessin Kate und Co. unlängst den Sultan von Oman zum Staatsbesuch empfingen, habe man im Palast fest mit prominent platzierter Berichterstattung gerechnet – vergeblich. Stattdessen schaffte es Prinz Harry mit einem zeitgleich geführten, schonungslosen Interview in die Royals-News. "[Die britischen Royals] haben Titelseiten für diesen Staatsbesuch erwartet. Die haben sie nicht bekommen. Sie landeten auf den Innenseiten, und Harry war bei allen auf der Titelseite", schilderte die Royal-Expertin die Frustration im Königshaus. Die offizielle royale Agenda werde damit systematisch in den Hintergrund gedrängt, während Harry und Meghan mit ihren Auftritten die mediale Aufmerksamkeit auf sich zögen – ob gewollt oder nicht.

Prinz William greift gegen Prinz Harry hart durch - doch König Charles will den Bruch nicht vertiefen

In dieser Gemengelage zeichnet sich innerhalb des Königshauses eine klare Rollenverteilung ab. König Charles III. wolle es nach Carole Malones Einschätzung unter allen Umständen vermeiden, dass das Verhältnis zu seinem jüngeren Sohn noch weiter Schaden nimmt. Der Monarch scheue davor zurück, die ohnehin fragile Beziehung endgültig zu belasten. Charles' Nachfolger Prinz William hingegen sei offenbar bereit, deutlich entschlossener aufzutreten, wenn es um den Schutz der Institution geht. "Ich denke, William wird jetzt die Zügel in die Hand nehmen", erklärte die Royal-Expertin. Der Thronfolger wolle den Ruf der Monarchie künftig aktiver verteidigen – auch wenn das bedeutet, gegenüber seinem Bruder eine härtere Linie zu fahren als der Vater.

Weitere Royals-News gefällig? Hier werden Sie fündig:

/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.