Prinz Harry offen wie nie: Königssohn stellt eiserne Trennungsregel für Meghan und die Kinder auf

Als seine Mutter Prinzessin Diana starb, war Prinz Harry erst zwölf Jahre alt - die Spuren des Traumas verfolgen den Königssohn bis heute. Offen wie nie spricht der Sussex-Herzog über Depressionen und seine Trennungsregel für Meghan Markle.

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Prinz Harry hat sein Innerstes nach außen gekehrt und nicht nur über Depressionen nach dem Megxit und den Tod seiner Mutter Diana, sondern auch über seine strikte Trennungsregel für Ehefrau Meghan gesprochen. (Foto) Suche
Prinz Harry hat sein Innerstes nach außen gekehrt und nicht nur über Depressionen nach dem Megxit und den Tod seiner Mutter Diana, sondern auch über seine strikte Trennungsregel für Ehefrau Meghan gesprochen. Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Aaron Chown
  • Prinz Harry offen wie nie: Nach dem Megxit kam die Depression
  • Herzog von Sussex spricht über Panikattacken und Trauma nach Tod von Prinzessin Diana
  • Königssohn hat knallharte Trennungsregel für Ehefrau Meghan und die Kinder

Hinter Prinz Harry liegen herausfordernde Jahre, die das Leben des Königssohnes grundlegend geprägt haben: 1997, als der jüngere Sohn von König Charles III. knapp 13 Jahre alt war, kam seine Mutter Prinzessin Diana bei einem Autounfall in Paris ums Leben. Jahre später, inzwischen verheiratet und Vater eines Sohnes, entschied sich der Herzog von Sussex für die Trennung vom britischen Königshaus und zog mit Ehefrau Meghan und Söhnchen Archie nach Kalifornien. Jetzt, frisch zurückgekehrt in seine britische Heimat, öffnete Prinz Harry für ein TV-Interview sein Innerstes und sprach offen wie nie über seine psychischen Probleme.

Prinz Harry offenbart psychische Probleme: Nach dem Megxit kam die Depression

In einem neuen MasterClass-Video gab Prinz Harry, so fasst es die britische "Daily Mail" zusammen, so tiefe Einblicke in sein Seelenleben wie selten zuvor. In dem Gespräch mit der Neurowissenschaftlerin Dr. Mary-Frances O'Connor schildert der Herzog von Sussex, wie er nach dem Bruch mit dem Königshaus in eine Depression rutschte, wie royale Termine bei ihm Panikattacken auslösten – und wie er jahrzehntelang die Trauer um seine Mutter Prinzessin Diana unterdrückte.

Prinz Harry von Panikattacken heimgesucht - bis der Zusammenbruch in Kanada kam

"Man sollte meinen, ich hätte die beste Hilfe der Welt gehabt. Ich bin ein Prinz, um Himmels willen, aber ich trauerte immer noch und hatte keinen Ort, an dem ich diese Gefühle ablegen konnte", sagte Prinz Harry in der Episode mit dem Titel "Redefining Grief: Building Resilience Through Loss". Diese Emotionen habe er "15 oder 20 Jahre" lang mit sich herumgetragen. Das Anlegen von Hemd und Krawatte für offizielle Anlässe habe sich für ihn regelmäßig angefühlt, als würde er gewürgt oder erstickt.

Gemeinsam mit Ehefrau Meghan zog Prinz Harry Anfang 2020 zunächst nach Kanada, um Abstand zu gewinnen und zur Ruhe zu kommen. Doch statt Erleichterung folgte der Zusammenbruch. "Innerhalb von zwei oder drei Tagen nach dem Verlassen dieser stressigen Umgebung erlebte ich einen Adrenalin-Crash, wie ich ihn noch nie zuvor gespürt hatte", berichtete er. Sein Gehirn habe offenbar den permanenten Druck gebraucht, um überhaupt zu funktionieren. Ohne den gewohnten Stress sei er zu Hause völlig handlungsunfähig geworden. "Ich rutschte für etwa zwei Wochen in eine Depression und hatte das Gefühl, ohne Adrenalin nicht mehr funktionieren zu können", so der Königssohn rückblickend. Was er damals als Zusammenbruch erlebte, war letztlich die Quittung für jahrelange emotionale Betäubung – ein Muster, das weit in seine Kindheit zurückreichte.

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Prinz Harry konnte 20 Jahre lang nicht weinen – und hielt es für Stärke

Die Wurzeln dieser emotionalen Erstarrung reichen bis zum Tod von Prinzessin Diana im Jahr 1997 zurück. Harry war damals zwölf Jahre alt. "Ich habe nicht geweint, als man mir sagte, dass meine Mutter gestorben ist, nur bei ihrer Beerdigung, und dann fast zwei Jahrzehnte lang nicht mehr", offenbarte er. Lange habe er diese Gefühllosigkeit für innere Stärke gehalten. In Wahrheit sei er ein Junge gewesen, dem niemand die Erlaubnis gegeben habe, zusammenzubrechen – und dem jede Orientierung für einen Heilungsprozess fehlte. Glücklich zu sein habe sich wie Verrat angefühlt: "Ich hatte das Gefühl, traurig und emotional verschlossen bleiben zu müssen, um zu beweisen, dass ich sie vermisse." Der Eintritt in die Armee mit 20 bot dem Enkel von Queen Elizabeth II. die perfekte Ablenkung. Ohne es zu merken, sei Adrenalin zur treibenden Kraft seines Lebens geworden – und habe ihn zunehmend von Freunden isoliert.

Ein kleines Fläschchen ließ Prinz Harrys Trauer Jahre später aufbrechen

Der Wendepunkt kam durch einen ungewöhnlichen therapeutischen Rat. Nachdem Prinz Harry feststellte, dass er sich weder an die Stimme noch an das Lachen seiner Mutter erinnern konnte, schlug seine Therapeutin vor, Dianas Lieblingsparfüm ausfindig zu machen. Die Wirkung des Dufts beschrieb er als überwältigend: "Es war, als würde man in eine andere Zeit versetzt. Es hat alles aufgeschlossen, was weggesperrt war." Das Aufsprühen des Parfüms verglich Harry mit dem Herausschlagen einzelner Steine aus einer Mauer – plötzlich konnten lang verdrängte Erinnerungen und Gefühle wieder hindurchsickern. Durch die Therapie habe er schließlich begriffen, dass seine Mutter Diana vor allem eines für ihn gewollt hätte: Glück. "Das war ein gewaltiger mentaler Umschwung für mich. Es hat mich befreit und mir einen völlig anderen Blick auf das Leben gegeben", so Harry.

Prinz Harrys knallharte Trennungsregel für Meghan Markle und die Kinder

Heute hat der Königssohn klare Regeln für sein emotionales Gleichgewicht aufgestellt. Der wichtigste Faktor für sein Wohlbefinden sei die Energie und Freude, die er aus dem Zusammensein mit seiner Familie ziehe – insbesondere aus der Zeit mit seinen Kindern Archie und Lilibet. Daraus leitet er eine feste Vorgabe ab: "Der Schlüssel zur Aufrechterhaltung dieser Balance ist, nicht mehr als zehn Tage von meiner Frau und meinen Kindern getrennt zu sein", erklärte er in dem MasterClass-Video. Dabei gehe es ihm darum, berufliches Engagement und seinen Sinn für eine Aufgabe mit der Rolle als Vater und Ehemann in Einklang zu bringen. Die Arbeit vor Ort, das direkte Wirken bei seinen Projekten, gebe ihm ebenso Kraft wie das Familienleben – beides brauche er gleichermaßen.

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