Royals ohne Titel und Würden: Diese Prinzen erlebten den Titel-Verlust am eigenen Leib
Was haben Andrew Mountbatten-Windsor, Prinz Philip und der niederländische Prinz Friso gemein? Allen drei Royals wurden ihre Titel aberkannt - die Gründe dafür sind jedoch nicht immer so haarsträubend wie bei Ex-Prinz Andrew.
Von news.de-Redakteurin Claudia Löwe - Uhr
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- Royals plötzlich ohne Titel - diese Prinzen hat's erwischt
- Aus Prinz Andrew wird Andrew Mountbatten-Windsor - Epstein-Skandal kostete ihn alles
- Auch diese Royals verloren ihre Titel und Würden
Wer im britischen Königshaus als Prinz oder Prinzessin geboren wurde oder später einen Titel als Graf oder Herzog bekam, kann sich nicht darauf verlassen, dass ihm oder ihr diese Titel auch bis ins Grab erhalten bleiben - das aktuellste Beispiel dafür ist Andrew Mountbatten-Windsor, der seit seiner Geburt als Prinz Andrew firmierte und im Sommer 1986 anlässlich seiner Hochzeit mit Sarah Ferguson zum Herzog von York ernannt wurde.
Andrew Mountbatten-Windsor früher als Prinz Andrew - Epstein-Skandal zog Titel-Entzug nach sich
Wenige Monate vor dem Tod seiner Mutter Queen Elizabeth II. ging's für den einstigen Prinzen dann steil bergab: Seine verhängnisvolle Freundschaft mit dem verurteilten Sexualstraftäter kostete Andrew Anfang 2022 zunächst seine militärischen Titel und Schirmherrschaften, im Herbst 2025 setzte Andrews Bruder König Charles III. noch einen drauf, enthob den Skandal-Royal seines Prinzen-Titels und sorgte dafür, dass Andrew Mountbatten-Windsor nicht mehr als "Seine Königliche Hoheit" gilt.
Auch die Titel als Herzog von York, Graf von Inverness und Baron Killyleagh sind für Andrew seitdem passé. Allerdings ist der tief gefalle Bruder des Windsor-Monarchen nicht das erste Mitglied im britischen Königshaus, dem die Titel entzogen wurden, wie ein Blick in die Geschichtsbücher zeigt.
Prinz Harry plötzlich titellos: Nach dem Megxit muss der Königssohn Abschied nehmen
Wie es sich anfühlt, plötzlich seine Titel loszusein, kann Ex-Prinz Andrew mit einigen seiner Verwandten diskutieren: Andrews Neffe Prinz Harry beispielsweise hat ebenfalls sein recht verwirkt, als "Königliche Hoheit" aufzutreten, nachdem sich der Herzog von Sussex Anfang 2020 dazu entschloss, mit seiner Ehefrau Meghan Markle dem Königshaus den Rücken zu kehren. Immerhin: Als Herzog von York sowie als Graf von Dumbarton und als Baron Kilkeel darf sich Harry weiterhin offiziell vorstellen.
Schon gewusst? Auch Prinz Philip büßte seinen royalen Titel ein
Sogar Andrews eigener Vater Prinz Philip ging seinerzeit ohne Prinzentitel durchs Leben - zumindest vorübergehend. Der auf Korfu geborene Adelsspross kam als Prinz von Griechenland und Dänemark zur Welt, musste sich jedoch von diesem Titel trennen, um die britische Thronfolgerin Prinzessin Elizabeth heiraten zu dürfen. Als frischgebackener Mountbatten nahm Philip die britische Staatsbürgerschaft an und wurde von seinem Schwiegervater König George VI. zum Herzog von Edinburgh, zum Graf von Merioneth und Baron Greenwich ernannt. Zu Prinz Philip wurde Elizabeths Gemahl erst wieder im Jahr 1957, als seine Ehefrau ihr Privileg als Königin nutzte und ihren Gatten zum Prinzen machte.
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Hochzeit mit Katholikin kostet Verwandten von König Charles III. den Thronfolge-Rang
Im Falle ihres Cousins Prinz Michael von Kent waren Queen Elizabeth II. jedoch die Hände gebunden, als es darum ging, seinen Platz in der britischen Thronfolge zu bewahren. Der Enkel von König George V. musste seinen Platz in der Thronfolge aufgeben, als der die gebürtige Deutsche Marie Christine von Reibnitz zum Traualtar führte - die war nämlich nicht nur geschieden, sondern auch Mitglied der römisch-katholischen Kirche, was bei den Windsors laut dem Thronfolgegesetz von 1701 automatisch zum Ausschluss führt. Prinz Michael wurde also aus der "Line of Succession" entfernt, dafür wurde aus Marie-Christine von Reibnitz Prinzessin Michael von Kent. 37 Jahre nach der Eheschließung fand sich Prinz Michael plötzlich in der Thronfolge wieder - einer 2015 in Kraft getretenen Gesetzesänderung die Thronfolge betreffend sei Dank.
König Edward VIII. gab alles auf für seine große Liebe - auch seine Titel
Der wohl bekannteste Briten-Royal, der einen rasanten Abstieg hinlegte, war jedoch König Edward VIII., der Großonkel von Queen Elizabeth II. und derjenige, der der Jahrhundert-Königin überhaupt erst auf den Thron verhalf. Hätte nämlich der ältere Sohn von König George V. (1865 - 1936) nicht auf den Thron verzichtet, um seine große Liebe Wallis Simpson zu ehelichen, wäre Elizabeths Vater nicht als König George VI. gekrönt und Prinzessin Elizabeth II. nicht zur Thronfolgerin geworden. Da die zweifach geschiedene US-Amerikanerin für einen britischen Monarchen nicht als standesgemäße Gattin angesehen wurde und die unverhohlenen Sympathien Edwards VIII. zum Nazi-Regime um Adolf Hitler ihr Übriges taten, um den König in einem schlechten Licht dastehen zu lassen, war die Abdankung nicht zu umgehen - und damit auch der Titelverlust für den Urgroßonkel von König Charles III.
Der infolge von Edwards Abdankung 1936 auf dem Thron gelandete George VI. machte seinen älteren Bruder zwar zum Herzog von Windsor und ließ dem Kurzzeit-König sein Prädikat als königliche Hoheit - dass jedoch Edwards Gattin Wallis Simpson dieser Titel zeitlebens vorenthalten wurde, sorgte für innerfamiliäre Verstimmungen, die bis zum Tod des Herzogs von Windsor im Jahr 1972 und Wallis Simpsons Ableben 14 Jahre später bestanden.
Prinz Friso und Prinzessin Märtha Louise entschieden sich für die Liebe und gegen Royals-Titel
Nicht nur bei den britischen Royals finden sich Einzelschicksale, die für ihre große Liebe den Verlust von Royals-Titeln in Kauf nahmen. Der niederländische Prinz Friso beispielsweise musste nach seiner Heirat mit der Bürgerlichen Mabel Wisse Smit damit Vorlieb nehmen, als Prinz Friso von Oranien-Nassau angesprochen zu werden und nicht mehr als Prinz der Niederlande. Zudem galt Friso seitdem nicht mehr als Mitglied des niederländisches Königshauses, weshalb der jüngere Bruder von König Willem-Alexander nach seinem tragischen Tod im August 2013 kein Staatsbegräbnis bekam, sondern im engsten Familienkreis beigesetzt wurde. Im norwegischen Königshaus wurde in jüngerer Vergangenheit ebenfalls ein Royals-Titel für die Liebe geopfert: Prinzessin Märtha-Louise, die ältere Schwester von König Haakon VIII., büßte ihr Prädikat als "Königliche Hoheit" ebenso wie finanzielle Unterstützung aus dem Königshaus ein, als sie 2022 ihren ersten Ehemann Ari Behn heiratete.
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loc/news.de
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