Thomas Markle und die Kinderporno-Vorwürfe: Welche Royals wussten über Herzogin Meghans Vater Bescheid?

Die gegen Thomas Markle im Raum stehenden Kinderporno-Vorwürfe wiegen schwer - Herzogin Meghan wusste angeblich seit Jahren Bescheid. Doch wer bekam vorab im Palast Wind von dem Skandal und entschied sich zu schweigen?

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Herzogin Meghan will nach eigenen Angaben bereits 2018 von den Kinderporno-Vorwürfen gegen ihren Vater erfahren haben - doch wie viel wussten die Mitglieder der britischen Königsfamilie? (Foto) Suche
Herzogin Meghan will nach eigenen Angaben bereits 2018 von den Kinderporno-Vorwürfen gegen ihren Vater erfahren haben - doch wie viel wussten die Mitglieder der britischen Königsfamilie? Bild: picture alliance/dpa | Dominic Lipinski
  • Ermittlungen gegen Thomas Markle wegen Verdachts auf Pädokriminalität
  • Herzogin Meghan wusste angeblich seit Jahren über Kinderporno-Fund Bescheid
  • Welcher der britischen Royals wusste über die Anschuldigungen gegen Meghans Vater Bescheid?

Es sind markerschütternde Vorwürfe, die gegen Thomas Markle, den Vater von Herzogin Meghan und Schwiegervater von Prinz Harry, im Raum stehen: Dem heute 82-Jährigen wird der Besitz von kinderpornografischem Material zur Last gelegt. Die pädokriminellen Darstellungen habe Thomas Markles Sohn Thomas Jr. in den Hinterlassenschaften seines aktuell in Florida lebenden Vaters auf den Philippinen gefunden und zur Anzeige gebracht. Er informierte nach eigener Aussage sowohl die örtliche Polizei als auch das FBI in den USA, das eigene Ermittlungen einleiten will. Für Thomas Markle gilt die Unschuldsvermutung – er weist sämtliche Vorwürfe zurück.

Kinderporno-Vorwürfe gegen Thomas Markle - wussten die Briten-Royals Bescheid?

Kaum waren die Anschuldigungen gegen Thomas Markle Sr. publik geworden, brach auch Herzogin Meghan ihr Schweigen und ließ in einem von der britischen "Sun" veröffentlichten Statement mitteilen, dass sie bereits vor Jahren Kenntnis von den mutmaßlichen Veranlagungen ihres Vaters erhalten habe. Allerdings wirft der Fall brisante Fragen weit über die Familie Markle hinaus auf: Wie "Bild" berichtet, soll ein kleiner Kreis im britischen Königshaus bereits seit Jahren von den Vorwürfen gegen Thomas Markle gewusst haben. Offenbar war sogar die 2022 verstorbene Queen Elizabeth II. eingeweiht. Dennoch wurde augenscheinlich keine Untersuchung veranlasst.

Meghans Halbbruder Thomas Markle Jr. stieß bei Handy-Suche auf verstörende Kinderpornos

Der Auslöser für die strafrechtlich relevante Entdeckung war denkbar banal. Wie "The Sun" berichtet, durchsuchte Thomas Markle Jr. die zurückgelassenen Habseligkeiten seines Vaters auf den Philippinen, weil er ein Mobiltelefon für den Vater seiner philippinischen Freundin suchte. Thomas Markle Sr. hatte das Haus im Mai verlassen müssen, nachdem er einen Schlaganfall sowie ein Blutgerinnsel erlitten hatte, das zur Amputation seines linken Beins führte. Er kehrte daraufhin in die USA zurück. In den Kartons befanden sich laut den Berichten zahlreiche Aufbewahrungsboxen mit persönlichen Gegenständen. Als Markle Jr. eines der alten Mobiltelefone einschaltete, stieß er auf ein 15-minütiges Video mit unbekleideten Mädchen. Auf weiteren Geräten sollen die abgebildeten Opfer nicht älter als elf Jahre gewesen sein – teilweise zeigten die Aufnahmen offenbar auch sexuelle Handlungen. Er kontaktierte daraufhin die Polizei sowie FBI-Ermittler in den Vereinigten Staaten.

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Kinderporno-Ermittlungen gegen Meghans Vater Thomas Markle: "Das Schlimmste vom Schlimmsten"

Gegenüber Vertrauten schilderte Thomas Markle Jr. das Ausmaß seines Fundes im Detail. Zwischen völlig harmlosen Erinnerungsstücken der Familie – darunter VHS-Kassetten mit Heimvideos, Bücher und neun Mobiltelefone sowie die Emmy-Auszeichnungen seines Vaters für dessen Fernseharbeit – habe sich eine erschreckende Menge an verstörendem Material befunden. Zunächst seien ihm alte Bücher aufgefallen, die Abbildungen unbekleideter Mädchen enthielten. Als ein Techniker ihm dann half, eine der Festplatten hochzufahren, habe er nach eigener Aussage nach Luft geschnappt: "Sein Desktop war voll mit Reihe um Reihe von Miniaturbildern, die zu den abscheulichsten Darstellungen von Kindesmissbrauch führten, die man sich vorstellen kann. Das Schlimmste vom Schlimmsten", zitiert "The Sun" seine Schilderung gegenüber Freunden. Die schiere Menge des Materials beschrieb er als "unglaublich".

Wie viel wussten die Royals von den schwerwiegenden Kinderporno-Vorwürfen gegen Meghans Vater?

Doch wer im britischen Königshaus hatte Kenntnis von den Vorwürfen? Laut dem Promi-Reporter Rob Shuter, der sich auf eine royale Quelle beruft, war Queen Elizabeth II. persönlich informiert. "Der Queen wurde es mitgeteilt, und sie verstand es, Geheimnisse zu bewahren. Sie wusste, welchen Schaden ein Skandal der Monarchie zufügen konnte. Die Priorität lag darauf sicherzustellen, dass dies nicht zur nächsten royalen Krise wurde", zitiert Shuter seinen Insider auf seiner Substack-Plattform. Der Kreis der Eingeweihten blieb offenbar bewusst klein. Ein weiterer Insider betonte: "Elizabeth kannte die Bedeutung des Schutzes der Institution. Solche Informationen wären diskret behandelt worden, und nicht jeder wäre in das Gespräch einbezogen worden." Der heutige Thronfolger Prinz William und Prinzessin Catherine sollen hingegen nichts gewusst haben. Ein Freund des Paares stellte klar, beide hätten "absolut keine Kenntnis" von der Angelegenheit gehabt und dürften nicht in den Fall hineingezogen werden.

Meghan Markle will 2018 von Kinderporno-Vorwürfen erfahren haben - wieso geschah danach jahrelang nichts?

Thomas Markle Sr. steht unter Kinderpornografie-Verdacht - sein eigener Sohn Thomas Jr. hat ihn angezeigt. (Foto) Suche
Thomas Markle Sr. steht unter Kinderpornografie-Verdacht - sein eigener Sohn Thomas Jr. hat ihn angezeigt. Bild: picture alliance/dpa/Alaska TV/Channel 5 | -

Herzogin Meghan selbst soll schon Jahre vor der jetzigen Enthüllung von den Vorwürfen gegen ihren Vater erfahren haben. Laut "Bild" erreichte sie ein anonymes Schreiben, das auf die Anschuldigungen hinwies. Der Brief soll bereits 2018 eingegangen sein – also in dem Jahr, in dem Meghan Prinz Harry heiratete. Trotz dieser frühen Hinweise wurde offenbar keine offizielle Untersuchung gegen Thomas Markle eingeleitet. Im Palast blieb die Angelegenheit einem kleinen Personenkreis vorbehalten und gelangte nicht an die Öffentlichkeit. "Bild" geht der Frage nach, wann genau das Schreiben eintraf, wer darüber informiert wurde und warum keine weiteren Schritte folgten. Dass die Vorwürfe über Jahre unter Verschluss blieben, obwohl mehrere Personen im Umfeld des Königshauses davon Kenntnis gehabt haben sollen, dürfte den Druck auf alle Beteiligten nun erheblich verstärken. Thomas Markle Sr. bestreitet die Anschuldigungen weiterhin.

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