Prinz Harry und seine größten Skandale: Sussex-Herzog zwischen Drogenrausch, Rassismus und Nazi-Eklat

Wer glaubt, Königskinder seien dank makelloser Manieren vor Skandalen gefeit, kennt die Vita von Prinz Harry nicht: Der Herzog von Sussex sorgte im britischen Königshaus mit etlichen Fehltritten für Entsetzen, wie unser Royals-Rückblick zeigt.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Prinz Harry, einst als Party-Prinz verschrien, hat eine stattliche Sammlung an Skandalen vorzuweisen. (Foto) Suche
Prinz Harry, einst als Party-Prinz verschrien, hat eine stattliche Sammlung an Skandalen vorzuweisen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon

Wer als Prinz oder Prinzessin in einem Königshaus aufwächst, saugt höfische Manieren praktisch mit der Muttermilch auf, um später wohlerzogen und skandalfrei durchs Leben zu gehen - so weit die Annahme. Widerlegt wird die These vom makellosen royalen Lebenswandel von jungen Wilden wie Marius Borg Høiby, dem Stiefsohn des norwegischen Königs Haakon VIII., Charlotte Casiraghi aus Monaco oder dem Herzog von Sussex, besser bekannt als Prinz Harry. Der jüngere Sohn von König Charles III. hat in seinem noch jungen Leben so oft über die Stränge geschlagen und Skandal-Schlagzeilen fabriziert, dass die Palastmauern wackelten. Beispiele gefällig?

Prinz Harry, die royale Skandalnudel: Schon als Teenager von Drogen und Alkohol verführt

Schon als Jugendlicher ließ es Prinz Harry, der am 15. September 1984 als zweiter Sohn des damaligen Thronfolgers Prinz Charles und dessen Ehefrau Prinzessin Diana in London geboren wurde, nach allen Regeln der Kunst krachen. Ohne die Gewissheit, als künftiger Thronfolger aufzuwachsen, schlidderte Prinz Harry von einem Skandal in den nächsten. Mit zarten 17 Jahren ließ sich der jüngere Bruder von Prinz William bekifft und betrunken erwischen - dass Harry Cannabis und Alkohol konsumiert hatte, stieß bei Papa Charles auf wenig Verständnis. Der damalige Thronfolger machte mit seinem rebellischen Sohn kurzen Prozess und steckte Harry in die Entzugsklinik "Featherstone Lodge" - allerdings nur für eine abschreckenden Stippvisite und nicht für eine langfristige Therapie.

Nazi-Eklat um Prinz Harry: Königssohn feierte mit Hakenkreuz-Binde am Arm

Die Drogen- und Suff-Exzesse sollten nicht die einzigen Fehltritte von Prinz Harry bleiben, der sich aufgrund eines schier unersättlichen Appetit nach ausgelassenen Feten schnell zum inoffiziellen Party-Prinzen entwickelte. Wann immer eine wilde Sause gefeiert wurde, war Prinz Harry nicht weit. Im Januar 2005 sorgte der Enkel von Queen Elizabeth II. jedoch für einen massiven Skandal, als er in einer kontroversen Verkleidung an einer Kostümparty teilnahm.

Im Januar 2005 sorgte Prinz Harrys Party-Outfit mit einer Hakenkreuz-Binde für immensen Wirbel. (Foto) Suche
Im Januar 2005 sorgte Prinz Harrys Party-Outfit mit einer Hakenkreuz-Binde für immensen Wirbel. Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb | Kay Nietfeld

Der damals 20-Jährige hielt es für eine gute Idee, mit einer Hakenkreuzbinde in einer Afrikakorps-Uniform aufzutauchen. Ein Schnappschuss des geschmacklos kostümierten Prinzen landete umgehend bei der Presse und der Skandal-Prinz zierte sämtliche Zeitungstitel. Seinen Fehltritt sollte Prinz Harry bitter bereuen: Heute bezeichnet der Königssohn seine Verkleidung als den größten Fehler seines Lebens und hat sich mehrfach dafür entschuldigt.

Schlüpfriger Party-Exzess in Las Vegas ruinierte Prinz Harrys Image

Wilde Partys waren nach dem Eklat allerdings nicht von Harrys Agenda gestrichen - im Gegenteil. Mit 27 Jahren verschlug es den Party-Prinzen im August 2012 ins Zockerparadies Las Vegas, wo es sich bekanntlich besonders gut feiern lässt. Das geflügelte Wort "Was in Las Vegas passiert, bleibt auch in Las Vegas" sollte sich im Falle von Prinz Harry jedoch nicht bewahrheiten: Pikante Fotos des Royals, der sich seiner Kleidung entledigt völlig ungehemmt der Party hingab, machten erneut in den Medien die Runde und stellten den Schwager von Prinzessin Kate, die Harrys Bruder Prinz William knapp eineinhalb Jahre zuvor geheiratet hatte, als echten Hallodri bloß.

Haarsträubender Missbrauchsskandal um "African Parks" bringt Prinz Harry in Verruf

Apropos Heiraten: Kaum hatte Prinz Harry seiner großen Liebe Meghan Markle das Ja-Wort gegeben, schien es ruhiger zu werden um das Enfant terrible des britischen Königshauses. Die Betonung liegt jedoch auf "schien", denn in den Royals-News blieben mit Prinz Harrys Namen verbundene Skandale weiter präsent. Besonders erschreckend nahmen sich dabei die Details des Missbrauchsskandals aus, die um die Organisation "African Parks" bekannt wurden. Die unfassbaren Szenen spielten sich Berichten zufolge in der Demokratischen Republik Kongo im Herzen Afrikas ab. Dort soll African Parks, eine von Prinz Harry als Präsident unterstützte Naturschutz-Organisation, mit Personen zusammengearbeitet haben, die den indigenen Menschen im Kongo Unaussprechliches angetan haben sollen. Personen aus dem Volk der Baka seien von den Parkwächtern brutal zusammengeschlagen und gefoltert werden, zudem wurden Vergewaltigungsvorwürfe laut.

Einige Royals-Fans werden sich noch lebhaft an die unruhige Phase im britischen Königshaus erinnern, als Prinz Harry und Meghan Markle Anfang 2020 ihre Royals-Pflichten aufgaben, um in Nordamerika ein neues Leben zu beginnen. Die neu gewonnene Freiheit nutzten die Sussexes vor allem, um eine öffentliche Schlammschlacht anzuzetteln und die Königsfamilie allerlei Abscheulichkeiten zu bezichtigen. Rassismus gehörte dabei zu den Kernvorwürfen - dass Prinz Harry selbst bereits häufiger ins Fettnäpfchen getreten war und wenig politisch korrekte Dinge von sich gab, schien der Herzog von Sussex vergessen zu haben.

Prinz Harry tritt mit rassistischen Entgleisungen ins Fettnäpfchen

Anfang 2009 geriet Prinz Harry wegen einer rassistischen Entgleisung in die Schlagzeilen, als ein Video aus dem Jahr 2006 auftauchte, in dem der Königssohn einen Armeekameraden pakistanischer Herkunft als "Paki" bezeichnete. Prinz Harry schwor zwar Stein und Bein, die rassistisch konnotierte Anrede sei als liebevoller Spitzname gemeint gewesen, doch da war das sprichwörtliche Kind schon in den Brunnen gefallen.

Nicht weniger blamabel war der Zwischenfall im Februar 2009, als Prinz Harry den dunkelhäutigen Comedian Stephen K. Amos nach einer Veranstaltung zu Ehren von König Charles III. traf. Harrys Anmerkung "Sie klingen gar nicht wie ein Schwarzer" stieß Stephen K. Amos vor den Kopf, wie der Komiker später im Rundfunk publik machte. Für Prinz Harry stand als Folge abermals Nachsitzen auf dem Plan: Der Herzog von Sussex wurde nach seinem Fehltritt zu einem Anti-Diskriminierungstraining verdonnert.

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