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Queen Elizabeth II.: "Operation London Bridge" enthüllt minutiöse Trauer-Pläne nach Tod der Queen

An den Tod von Queen Elizabeth II. denkt wohl kein Royals-Fan gern - doch die Planungen für das Ableben der Monarchin sind längst bis ins Detail ausgefeilt. Nun sind Protokolle für den minutiösen Ablauf nach dem Tod der Königin durchgesickert.

Was passiert, wenn Queen Elizabeth II. stirbt? Bild: picture alliance/dpa/PA Wire | Steve Parsons

Es ist der natürliche Lauf der Dinge und doch möchte kein eingefleischter Royals-Fan einen Gedanken daran verschwenden, dass Queen Elizabeth II. eines Tages sterben wird. Noch erfreut sich die englische Monarchin, die im April 2021 ihren 95. Geburtstag feierte, bester Gesundheit, doch angesichts des fortgeschrittenen Alters der Monarchin sind die Pläne für den düsteren Tag im Königshaus längst in trockenen Tüchern.

"Operation London Bridge": Was geschieht, wenn Queen Elizabeth II. stirbt? Minutiöse Todes-Pläne enthüllt

Dass nach dem Tod von Queen Elizabeth II. ein bis ins Detail ausgefeiltes Protokoll greift, das von der öffentlichen Bekanntmachung des Todes über die Ausgestaltung der Trauerfeier bis hin zur Krönung des nächsten Monarchen jeden einzelnen Schritt vorsieht, ist schon länger bekannt. Nun sind jedoch, so ist es aktuellen britischen Medienberichten zu entnehmen, auf die Sekunde genau geplante Abläufe aus dem Palast durchgesickert, wie nach dem Ableben der Königin vorgegangen werden soll.

"Operation London Bridge": So erfährt die Welt vom Tode Queen Elizabeths II.

Der mit "Operation London Bridge" betitelte Plan aus dem Königshaus sieht vor, dass alle Regierungsgebäude ihre Flaggen auf Halbmast setzen, sobald der Tod der Queen öffentlich bekannt gegeben wurde - dafür bleibt nur ein schmales Zeitfenster von zehn Minuten, sobald die Todes-Bekanntmachung in die Welt gesandt wurde. Zeitgleich sollen alle Parlamentsabgeordneten über das Ableben der Monarchin in Kenntnis gesetzt und zu Diskretion gemahnt werden.

Großbritannien in Trauer um Queen Elizabeth II. - König Charles übernimmt den Thron

Die Öffentlichkeit soll über Aushänge am Buckingham-Palast sowie über Mitteilungen in sozialen Netzwerken vom Tode der Königin erfahren, so die Todes-Pläne, die Salutschüsse zu Ehren der toten Monarchin und eine landesweite Schweigeminute vorsehen. Noch am Tag des Todes von Queen Elizabeth II. wird ihr Nachfolger Prinz Charles als neuer König das Wort an die trauernden Untertanen richten, sieht "Operation London Bridge" vor. Als erster Politiker wird der amtierende Premierminister eine öffentliche Erklärung abgeben - der Premierminister wird es auch sein, der als erster von Queen Elizabeths Privatsekretär über den Tod der Königin in Kenntnis gesetzt wird. Im Anschluss wird der neue König seine erste Besprechung mit dem Premierminister haben.

Am Tag nach Queen Elizabeths Tod ist der große Tag von Thronfolger Prinz Charles gekommen: Den Planungen zufolge wird der neue König von einem offiziellen Gremium in seinem Amt bestätigt. Die Proklamation des neuen Monarchen wird im St. James's Palast verlesen, im Anschluss wird der neue König mit dem Parlament zusammenkommen.

Zeitpunkt für Beerdigung von Queen Elizabeth II. steht schon fest

Auch zum Zeitpunkt der Beisetzung von Queen Elizabeth II. sind bereits konkrete Pläne vorhanden. Demnach soll die Königin binnen zehn Tage nach ihrem Tod zur letzten Ruhe gebettet werden. Für Prinz Charles beginnt in dieser Phase eine herausfordernde Zeit, denn der Thronfolger und neue König wird noch vor der Beerdigung kreuz und quer durch das Vereinigte Königreich reisen. Als Ziele sind unter anderem Edinburgh in Schottland, Hillsborough Castle in Nordirland und Belfast vorgesehen, wo der neue Monarch an Trauergottesdiensten für Queen Elizabeth II. teilnehmen soll.

FOTOS: Queen Elizabeth II. Keiner ist so stilvoll wie die Queen
zurück Weiter Queen Elizabeth II. tritt nie ohne ein wichtiges Accessoire aus dem Haus: ihren Lippenstift. In Kombination mit ihrem strahlenden royalen Lächeln kommt die korallene Lippenfarbe besonders gut zur Geltung. (Foto) Foto: Philip Toscano / dpa Kamera

Briten dürfen sich am Sarg von verstorbener Queen Elizabeth II. verabschieden

Der Leichnam der Königin wird "Operation London Bridge" zufolge am dritten Tag nach dem Ableben von Queen Elizabeth II. in einer Prozession vom Buckingham-Palast ins Parlamentsgebäude überführt. Bis zur Bestattung wird der Sarg mit den sterblichen Überresten von Queen Elizabeth II. in den Houses of Parliament aufgebahrt sein, um den trauernden Briten Gelegenheit zu geben, sich persönlich von der verstorbenen Königin zu verabschieden. In dieser Zeit werden die parlamentarischen Alltagsgeschäfte in Westminster ruhen.

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Trauerfeier und Beerdigung: Wo wird Queen Elizabeth II. beigesetzt?

An den übrigen Tagen bis zur Beisetzung sind Probedurchläufe für den Tag des Abschieds vorgesehen. Prinz Charles wird unterdessen seine Reisen durch das Königreich fortsetzen und in Cardiff in Wales eintreffen, wo ein weiterer Trauergottesdienst geplant ist. Am eigentlichen Tag der Bestattung wird das Königreich einen Tag offizieller Staatstrauer einhalten, bevor der Trauergottesdienst in der Westminster Abbey in London beginnt. Zur Mittagszeit wird der verstorbenen Queen mit zwei Schweigeminuten gedacht. Auch auf Schloss Windsor wird eine Trauerfeier abgehalten, hier soll die Königin im Anschluss zur letzten Ruhe gebettet werden.

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loc/news.de