Donald Trump: "Ich würde es wieder tun" - US-Präsident trotzt Vance-Kritik nach Wahlklatsche

Laut JD Vance ist der Iran-Krieg der Grund für die herbe Niederlage der Republikaner bei den Kongresswahlen. Donald Trump stimmte der Analyse des US-Vizepräsidenten nun zwar weitgehend zu, ist sich selbst aber weiterhin keinerlei Schuld bewusst.

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Donald Trump wies die Verantwortung für die Wahlniederlage der Republikaner bei den US-Midterms erneut von sich. (Foto) Suche
Donald Trump wies die Verantwortung für die Wahlniederlage der Republikaner bei den US-Midterms erneut von sich. Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Donald Trump stimmt seinem Vizepräsidenten JD Vance weitgehend zu, dass der Iran-Krieg ein Grund für die Niederlage der Republikaner bei den US-Kongresswahlen war
  • Gleichzeitig betont der US-Präsident, dass er seine Entscheidung nicht bereut
  • Kritik an Trump im MAGA-Lager wächst, Demokraten kündigen Untersuchungen an

Was sind die konkreten Ursachen für die krachende Niederlage der Republikaner bei den US-Midterms? Vizepräsident JD Vance gab zuletzt dem Ende Februar begonnenen Iran-Krieg die eine große Mitschuld. Nun reagierte Donald Trump auf diese Aussagen.

Donald Trump reagiert auf Vance-Kritik nach Wahldebakel

Die Einschätzung seines Vizepräsidenten JD Vance, wonach der Konflikt die Partei die Mehrheit in beiden Kammern des Kongresses gekostet habe, sei weitgehend zutreffend, erklärte der 80-Jährige vor Journalisten in Washington.Dennoch zeigte sich Trump mit Blick auf die von ihm befohlenen Angriffe trotzig: "Wenn ich es noch einmal tun müsste, würde ich es wieder tun." Man könne nicht zulassen, dass der Iran in den Besitz von Atomwaffen gelange. Die Explosion der Benzinpreise spielte er herunter – der Krieg habe die Kosten lediglich "ein wenig" in die Höhe getrieben.Er argumentierte auch, der Unmut richte sich nicht gegen den Krieg an sich, sondern gegen die gestiegenen Preise.

Zugleich wies er eine persönliche Verantwortung für das Wahldebakel erneut von sich. Hätte sein Name auf dem Stimmzettel gestanden, wäre das Ergebnis ein ganz anderes gewesen, behauptete Trump zum wiederholten Male. Die Begeisterung bei seinen Wahlkampfauftritten habe sich schlicht nicht auf die republikanischen Kandidaten übertragen lassen.

US-Vizepräsident gab dem Iran-Krieg Schuld an der Niederlage der Republikaner - MAGA-Lager bröckelt

Vizepräsident JD Vance hatte zuvor auf der Plattform X (vormals Twitter) geschrieben: "Der Grund, warum wir verloren haben, ist der Krieg." Jede Debatte über die Zukunft der Partei müsse genau dort ansetzen, forderte er. Beobachter werten seine offene Kritik bereits als Vorbereitung auf eine eigene Präsidentschaftskandidatur 2028, wie der "Daily Star" berichtet. Nicht nur Vance wendet sich ab. Das MAGA-Lager bröckelt an allen Ecken. Der rechte Podcaster Matt Walsh sprach von einer "politischen Katastrophe historischen Ausmaßes". Verschwörungstheoretiker Alex Jones ging noch weiter und bezeichnete Trump als "die ultimative demokratische Schläferzelle". Er sei "zu hundert Prozent im Krieg mit Trump".

Demokraten mit Mehrheit im Kongress: Droht Trump nun ein drittes Amtsenthebungsverfahren?

Mit ihrer frisch gewonnenen Mehrheit in beiden Kongresskammern rüsten die Demokraten zum Gegenangriff. Auf der Agenda stehen laut "Daily Star" Untersuchungen zu Trumps Umgang mit dem Jeffrey-Epstein-Skandal sowie zu den Geschäftsbeziehungen der Trump-Familie. Auch Elon Musks umstrittene DOGE-Kürzungen und mögliche Vorteile für seine Unternehmen Tesla und SpaceX durch die Nähe zum Weißen Haus sollen unter die Lupe genommen werden. Selbst ein drittes Amtsenthebungsverfahren steht im Raum, auch wenn für eine Verurteilung eine kaum erreichbare Zweidrittelmehrheit im Senat nötig wäre. Trump selbst gibt sich demonstrativ unbeeindruckt: Er mache sich "nicht einmal ein bisschen" Sorgen. Ein solches Verfahren würde die Demokraten vielmehr "zerstören", behauptete er. "Wofür? Dafür, dass wir ein erfolgreiches Land haben?"

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