Donald Trump: US-Präsident richtet "fundamentalen" Schaden an - Experte sieht Amerikas Ruf ruiniert

Hat US-Präsident Donald Trump den Ruf der Vereinigten Staaten ruiniert? Ein angesehener politischer Kommentator aus Großbritannien zieht ein vernichtendes Fazit über die bisherige zweite Amtszeit des Republikaners im Weißen Haus.

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Wie stark hat das Image der USA durch Präsident Donald Trump weltweit gelitten? (Foto) Suche
Wie stark hat das Image der USA durch Präsident Donald Trump weltweit gelitten? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • USA haben gravierendes Imageproblem laut britischem Ex-Kommunikationschef Alastair Campbell
  • Donald Trump habe mit seiner Politik "fundamentalen" Schaden angerichtet
  • Dies müsse das Land nun zunächst begreifen, um seinen Ruf wieder verbessern zu können

Mit seinem Auftreten und seiner Politik hat sich US-Präsident Donald Trump in den vergangenen Monaten weltweit viele Feinde gemacht. Nicht nur seine militärischen Interventionen in Venezuela und dem Iran sorgten für Empörung, sondern auch seine regelmäßigen Angriffe auf Journalisten. Bei den US-Kongresswahlen am 3. November könnten die Republikaner zumindest im eigenen Land dafür die Quittung bekommen. Doch welche langfristigen Folgen hat die zweite Amtszeit von Trump im Weißen Haus international?

Donald Trump richtete "fundamentalen" Schaden für die USA an laut Alastair Campbell

Alastair Campbell, einst Kommunikationschef unter dem ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair,sieht die Vereinigten Staaten unter Donald Trump in einer tiefen Reputationskrise. In der neuen YouTube-Sendung "Sense Check" des Boulevardblatts "Mirror" erklärte der politische Kommentator, dass der angerichtete Schaden womöglich irreparabel sei."Ich bin alles andere als überzeugt, dass Amerika jemals wieder den Platz in unseren Köpfen einnehmen wird, den es einmal hatte – selbst wenn Trump geht", sagte Campbell. "Denn dieser Schaden ist ziemlich fundamental." Campbell zeigte sich zudem erschüttert über das Ausmaß antibritischer und antieuropäischer Propaganda in den MAGA-Netzwerken, das er als "verrückt" bezeichnete.

US-Präsident macht Großbritannien und der Nato Vorwürfe wegen fehlender Unterstützung im Iran-Krieg

Die Spannungen zwischen Washington und London haben sich zuletzt verschärft. Auslöser ist vor allem Trumps militärischer Konflikt mit dem Iran, an dem sich der frühere Premierminister Keir Starmer nicht beteiligen wollte. Trump reagierte mit persönlichen Attacken und warf Starmer vor, "kein Winston Churchill" zu sein – insbesondere, weil dieser keine Angriffe von britischem Boden aus zuließ. Auch die Royal Navy bekam ihr Fett weg: Trump verspottete britische Flugzeugträger als "Spielzeug" und wetterte gegen die Nato, die "absolut nichts" zu seinem Feldzug beigetragen habe. Gleichzeitig wuchs in den USA zuletzt die Unzufriedenheit mit dem Präsidenten - auch aufgrund steigender Benzinpreise infolge des Iran-Kriegs.

Wie können die USA ihr Image international wieder verbessern?

Auf die Frage, wie die USA ihr ramponiertes Image wiederherstellen könnten, hatte Campbell in der YouTube-Sendung des "Mirror" eine klare Antwort: Das Land müsse zunächst begreifen, "welchen Schaden es sich selbst und der Welt zufügt". Etwa ein Drittel der Midterm-Wähler werde das vermutlich als "arroganten europäischen Unsinn" abtun – doch genau darin liege das Problem. "Ich denke, wir müssen das Bewusstsein für die Werte des öffentlichen Lebens wiederherstellen, die Wahrheit sagen und Politik und öffentlichen Dienst nicht als Mittel zum Zweck der Bereicherung für sich selbst, die Familie und Freunde betrachten. Ich bin wirklich schockiert, wie wenig das hier in den USA anscheinend zählt", so der Experte weiter.

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