Donald Trump: Kandidat "sehr unfair" behandelt - US-Präsident tobt nach Eklat um Wahlwerbung
Bei einer Kundgebung in Ohio hat Donald Trump einen umstrittenen republikanischen Gouverneurskandidaten verteidigt. Dieser hatte zuvor eine Wahlkampfanzeige veröffentlicht, die parteiübergreifend heftige Empörung auslöste.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Donald Trump verteidigt den republikanischen Gouverneurskandidaten in Ohio nach umstrittenem Wahlwerbespot
- Vivek Ramaswamy sei laut dem US-Präsidenten von den Medien "sehr unfair" behandelt worden
- Vorwürfe der Mutter seiner demokratischen Konkurrentin Amy Acton in dem Clip hatten heftige Empörung ausgelöst
Donald Trump befindet sich aktuell auf Wahlkampftour in den USA, um die republikanischen Kandidaten vor den wichtigen Midterms am 3. November zu unterstützen. Für besonders großes Aufsehen sorgte zuletzt das Rennen um das Gouverneursamt in Ohio. Nach einer kritischen Frage zu seiner Unterstützung für den republikanischen Bewerber Vivek Ramaswamygriff Trump am vergangenen Wochenende eine Reporterin verbal scharf an. Doch der Präsident verteidigt den umstrittenen Kandidaten weiter, wie er nun noch einmal bei einer Kundgebung in dem Bundesstaat im Mittleren Westen deutlich machte.
Donald Trump verteidigt umstrittenen Gouverneurskandidaten Vivek Ramaswamy in Ohio
Zum Hintergrund: Eine Wahlkampfanzeige von Vivek Ramaswamy hatte parteiübergreifend für heftige Empörung gesorgt, wie unter anderem "The Daily Beast" berichtet. In dem Spot tritt die entfremdete Mutter der demokratischen Kandidatin Amy Acton auf und bezeichnet ihre eigene Tochter als Lügnerin, die "Hilfe brauche". Was der Werbespot verschweigt: Die Entfremdung zwischen Mutter und Tochter reicht bis in die späten 1970er-Jahre zurück. Damals wurde Actons Stiefvater beschuldigt, sie als Kind missbraucht zu haben. Ihre Mutter Donna Arthur stellte sich auf die Seite ihres Mannes, der nach einer Anklage wegen Vergewaltigung aus Ohio floh. Seitdem haben die beiden nicht mehr miteinander gesprochen.
Dass Actons Kindheitstrauma nun im Wahlkampf instrumentalisiert wird, löste auf beiden Seiten des politischen Spektrums scharfe Kritik aus – doch Trump verteidigt die Anzeige vehement. Nicht Acton, sondern Ramaswamy sei hier das eigentliche Opfer, erklärte der US-Präsident laut "Daily Beast" am Mittwoch in Ohio. Die Medien hätten den republikanischen Kandidaten "sehr unfair" behandelt, so Trump. Den Hintergrund der Entfremdung zwischen Mutter und Tochter erwähnte er hingegen mit keinem Wort. Stattdessen scherzte Trump über die Situation: "Ich habe gesagt: 'Warum kann ich nicht so eine Gegnerin haben?'" Die Mutter habe "schreckliche Dinge über ihre eigene Tochter" gesagt – "wie zum Teufel ist das sein Problem?"
President Trump on Ohio Gov. Candidate Vivek Ramaswamy (R) campaign ad with opponent Amy Acton's (D) mother: "Vivek was treated very unfairly. He had the mother of his opponent say that her daughter was a liar. I said, 'Why can’t I have an opponent like that?'” https://t.co/hS87DM9nO8
— CSPAN (@cspan) October 29, 2026
US-Präsident attackiert Demokratin Amy Acton nach Wirbel um Wahlkampfanzeige
Auf Truth Social hatte Trump zuvor noch deutlichere Worte gefunden und Ramaswamy geraten, weiterzumachen. Dieser sollte "alle hören lassen, wie die Mutter einer mangelhaften, unehrlichen und unfähigen Kandidatin erklärt, dass die Tochter eine Katastrophe ist, die unkontrolliert lügt, betrügt und stiehlt". Der 80-Jährige zog auch einen bemerkenswerten Vergleich zu seiner eigenen verstorbenen Mutter Mary MacLeod Trump: Hätte diese jemals schlecht über ihn gesprochen, wäre das von den Medien als "Anzeige des Jahrzehnts – vielleicht sogar des Jahrhunderts" gefeiert worden.
Gegenüber Reportern gab Trump an, von Actons Vergewaltigungsvorwürfen gegen ihren Stiefvater nichts gewusst zu haben, und fragte sogar nach, wann sie diese Anschuldigungen überhaupt erhoben habe. Er stellte ihre Kandidatur grundsätzlich infrage. "Wenn das, was die Mutter über die Tochter gesagt hat, auch nur zur Hälfte stimmt", so Trump laut "The Daily Beast", "hat sie kein Recht, für das Gouverneursamt zu kandidieren."
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