Donald Trump: Demokraten schmieden Epstein-Plan - US-Präsident droht neuer Ärger
Die Demokraten wollen weitere Antworten zur Rolle von Donald Trump im Skandal um den verstorbenen Sexualstraftäter Jeffrey Epstein. In einem aktuellen Bericht erheben Kongressmitglieder schwere Vorwürfe gegen den US-Präsidenten. Könnte Trump nach den Midterms weiterer Ärger drohen?
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
Suche
- Demokraten erheben schwere Vorwürfe gegen Donald Trump in neuem Bericht zum Epstein-Skandal
- US-Präsident des Missbrauchs beschuldigt
- Kongress soll nach Midterms auf Einsatz eines unabhängigen Sonderermittlers drängen
Donald Trump geriet durch die Veröffentlichung der Epstein-Akten in den vergangenen Monaten enorm unter Druck. Mehrfach taucht der Name des US-Präsidenten in den Dokumenten zu dem verurteilten und 2019 in Haft verstorbenen Sexualstraftäter auf. Doch nach wie vor ist nicht vollständig geklärt, wie viel Trump wirklich über Epsteins Verbrechen wusste. Nach den Zwischenwahlen Anfang November, bei denen den Republikanern eine Niederlage droht, könnte es nun erneut ungemütlich für den 80-Jährigen werden.
Donald Trump im Epstein-Skandal unter Druck: Neue Vorwürfe gegen den US-Präsidenten
Wie "The Daily Beast" berichtet, haben die Demokratenim Justizausschuss des US-Repräsentantenhauses einen 53-seitigen Bericht vorgelegt, in dem behauptet wird, dass Trump aktiv an den sexuellen Übergriffen von Jeffrey Epstein beteiligt gewesen sei.Das Dokument stützt sich auf Aussagen von elf Frauen, die angeben, vom amtierenden Präsidenten missbraucht, angegriffen und sogar vergewaltigt worden zu sein – teils in direkter Abstimmung mit Epstein während der 1990er-Jahre. Trump soll 1984 auch ein damals erst 13 Jahre altes Mädchen missbraucht haben, das ihm Epstein vermittelt haben soll. Die Demokraten fordern nun auf Grundlage des Berichts die Einsetzung eines unabhängigen Sonderermittlers, der sämtliche Mittäter und Mitwisser des Epstein-Netzwerks untersuchen soll.
Demokraten drängen auf unabhängigen Sonderermittler - was passiert nach den Midterms?
Der Kongress selbst kann eine solche Maßnahme jedoch nicht veranlassen. Dennoch hoffen die Demokraten, dass die Abgeordneten ihre Gesetzgebungs- und Kontrollbefugnisse nutzen werden, um "Gerechtigkeit für die Überlebenden zu erreichen und der beschämenden, bürokratischen und politischen Vertuschung durch die Trump-Regierung ein Ende zu setzen". Der ranghöchste Demokrat im Justizausschuss, Jamie Raskin aus Maryland, forderte: "Die Frauen, die Epstein überlebt haben, verdienen es, gehört zu werden." Ein unabhängiger Sonderermittler müsse sowohl Epsteins Komplizen als auch die "Vertuschung" durch das Justizministerium untersuchen.
Weißes Haus reagiert auf Anschuldigungen gegen Trump
Die Regierung wies die Anschuldigungen gegen den US-Präsidenten umgehend zurück. Sprecherin Lauren Bis erklärte gegenüber "Politico", Trump sei "in allem, was mit Epstein zusammenhängt, vollständig entlastet" worden. Er habe mehr für Epsteins Opfer getan als jeder vor ihm – etwa durch die Freigabe Tausender Dokumente und die Unterzeichnung des Epstein Files Transparency Act.
Die Demokraten setzen das Epstein-Thema gezielt als Wahlkampfinstrument für die anstehenden Midterm-Wahlen am 3. November ein. Laut einer von "Politico" zitierten AdImpact-Analyse haben sie in diesem Wahlzyklus bereits rund 36 Millionen Dollar in Werbespots mit Epstein-Bezug investiert. Diese zielen laut einem republikanischen Meinungsforscher offenbar weniger darauf ab, Republikaner zum Seitenwechsel zu bewegen, sondern sie vielmehr ganz vom Urnengang abzuhalten.
Auch diese News aus den USA könnten Sie interessieren:
- Eklat nach Gebet im Weißen Haus - Bischöfe wenden sich gegen US-Präsidenten
- Steht der US-Präsident auf Blondinen? Diese drei Frauen werfen Fragen auf
- "Wir waren ein dummes Land" - US-Präsident für "realitätsferne" Aussagen verspottet
- Stürzt "The Don" die Welt ins Chaos? "Amerikanischer Nostradamus" warnt vor Atomschlag
- Seltsamer Laut auf der Bühne – Trump-Rede schürt Demenz-Gerüchte
gom/news.de/stg
Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.