Donald Trump: "Wir waren ein dummes Land" - US-Präsident für "realitätsferne" Aussagen verspottet

Bei der vorzeitigen Stimmabgabe für die US-Kongresswahlen teilte Donald Trump in einem Interview scharf gegen die Vorgängerregierung unter Joe Biden aus und behauptete, die Vereinigten Staaten seien damals international ausgelacht worden. In den sozialen Medien werfen Kritiker dem US-Präsidenten enormen Realitätsverlust vor.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump behauptet, dass er die USA als Präsident wieder zu einem respektierten Land gemacht habe. (Foto) Suche
Donald Trump behauptet, dass er die USA als Präsident wieder zu einem respektierten Land gemacht habe. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mark Schiefelbein
  • Bei vorzeitiger Stimmabgabe für die US-Kongresswahlen kritisiert Donald Trump frühere Regierung unter Joe Biden scharf
  • Laut dem republikanischen Präsidenten sei sein Land einst von "Idioten" und "schlechten Menschen" geführt und international ausgelacht worden
  • Kommentatoren in den sozialen Medien sehen dies völlig anders

In West Palm Beach in Florida haben Donald Trump und seine Ehefrau Melania am Samstag vorzeitig ihre Stimmen für die US-Kongresswahlen am 3. November abgegeben. Der US-Präsident stellte sich im Wahllokal auch den Fragen von Reportern. Obwohl seinen Republikanern laut aktuellen Prognosen in wenigen Tagen eine schmerzhafte Niederlage droht, will Trump weiterhin nichts von Kritik an seiner Politik wissen.

Donald Trump spottet über frühere US-Regierung: "Von Idioten geführt"

Der 80-Jährige sprach laut übereinstimmenden Medienberichtennicht nur erneut von einer angeblich manipulierten Präsidentschaftswahl 2020, bei der er damals gegen seinen demokratischen Herausforderer Joe Biden verlor. Er warnte auch davor, was seiner Meinung nach passieren könnte, falls die Demokraten das Land regieren. Trump sagte dazu: "Wir sind wieder ein respektiertes Land.Noch vor zwei Jahren wurden wir ausgelacht. Wir waren ein dummes Land. Wir waren ein Land, das von Idioten, Trotteln, schlechten Menschen und radikalen Linken geführt wurde." Anschließend verwies der US-Präsident auf die aktuellen Ausschreitungen bei Protesten in Frankreich, die sich unter anderem gegen die hohen Lebenshaltungskosten und Missstände an Schulen richten. "Schaut euch doch einfach Frankreich an, denn genau das hätten sie gerne für unser Land – und das lasse ich nicht zu."

Kritik an "realitätsfernen" Aussagen des US-Präsidenten im Netz

Der regierungskritische Kanal "Republicans against Trump" veröffentlichte den Interviewausschnitt auf X (vormals Twitter) und fragte dazu: "Wer will es ihm sagen?". Auch andere Nutzer äußerten die Ansicht, dass vor allem die amtierende US-Regierung ihr Land auf der weltpolitischen Bühne in ein schlechtes Licht rücken würde. Sie schreiben unter anderem:

  • "Es ist ziemlich traurig, dass wir zum ersten Mal in unserer Geschichte nicht mehr gemocht, respektiert oder als vertrauenswürdig angesehen werden. Wir sind in der Tat eine Lachnummer.
    Die Weltgemeinschaft blickt auf die Vereinigten Staaten und fragt sich, ob die Menschen überhaupt bemerken, dass das Haus in Flammen steht – und dass das Feuer von einem Brandstifter gelegt wurde, der zufällig auch das vermeintliche Staatsoberhaupt ist."
  • "Amerika wurde nie ausgelacht – bis im November 2024, als Trump irgendwie die Wahl gewann. Am 20. Januar 2025 hatte sich dieses Gelächter auf den Gesichtern der ganzen Welt festgesetzt.
    Das waren wir nicht, aber jetzt sind wir ein Land, das von Idioten, Trotteln und schlechten Menschen geführt wird. Glaubt irgendjemand, dass Trump oder seine Regierung gut sind?"
  • "Jeder andere Präsident, der so realitätsfern wäre, wäre schon längst seines Amtes enthoben worden."
  • "Welcher Präsident redet denn so? 'Wir waren ein dummes Land. Wir waren ein Land, das von Idioten regiert wurde.' Kein Präsident sollte jemals so mit irgendjemandem sprechen. Die Republikaner sollten sich schämen und es peinlich finden, wie tief dieser Clown gesunken ist, um das Amt, das er bekleidet, zur Farce zu machen."

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