Donald Trump: "Schreckliche kleine Reporterin" - US-Präsident vergisst sich vor laufenden Kameras

Erneut hat Donald Trump eine Reporterin vor laufenden Kameras beschimpft. Auslöser war eine kritische Frage, die ihm die Journalistin zum aktuellen Gouverneurswahlkampf in Ohio stellte. Im Netz hagelt es scharfe Kritik am Verhalten des US-Präsidenten.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump hat eine Reporterin von NBC News nach einer kritischen Frage verbal scharf angegriffen. (Foto) Suche
Donald Trump hat eine Reporterin von NBC News nach einer kritischen Frage verbal scharf angegriffen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Julia Demaree Nikhinson
  • Donald Trump beschimpft Reporterin nach kritischer Frage
  • US-Präsident glaubt Mutter von demokratischer Gouverneurskandidatin Amy Acton, die ihre Tochter in einem Wahlwerbespot als "Lügnerin" bezeichnete
  • US-Politikerin hatte zuvor über Vergewaltigung durch ihren Stiefvater während ihrer Kindheit berichtet
  • In den sozialen Medien hagelt es scharfe Kritik an Trumps Verhalten

Mit seinen verbalen Attacken auf insbesondere weibliche Reporterinnen ruft Donald Trump regelmäßig große Empörung hervor. Am Freitag verlor der US-Präsident nun erneut die Beherrschung und beschimpfte eine Journalistin von NBC News vor laufenden Kameras.

Donald Trump mit kritischer Frage zu Gouverneurswahl in Ohio konfrontiert

Wie "The Independent" berichtet, wurde Trump mit seiner anhaltenden Unterstützung für den republikanischen Gouverneurskandidaten Vivek Ramaswamy aus Ohio konfrontiert. Dieser hatte seine demokratische Konkurrentin Amy Acton in, die als Zwölfjährige von ihrem mittlerweile verstorbenen Stiefvater vergewaltigt worden sein soll, in einem Fernsehspot verunglimpft. In dem Clip trat Actons entfremdete Mutter vor die Kamera und bezeichnete ihre Tochter als "Lügnerin". Gleichzeitig warnte Donna Arthur die Bevölkerung in Ohio davor, für Amy Acton zu stimmen.

US-Präsident beschimpft Reporterin von NBC News

Die NBC-News-Reporterin wollte dazu von Trump wissen: "Bedeuten Ihnen die Vorwürfe des sexuellen Missbrauchs denn gar nichts, Sir?" Daraufhin reagierte der US-Präsident in einem hitzigen Wortgefecht ungehalten: "Moment. Moment! Moment, Moment, Moment. Mach mal langsam. Bei wem bist du?" Die Journalistin antwortete, dass sie für NBC arbeitet. Trump kommentierte dazu spöttisch: "Einer der schlechtesten Sender, die es gibt". Doch die Reporterin drängte den 80-Jährigen weiterhin dazu, sich zu dem Sachverhalt zu äußern. Trump forderte die Frau dazu auf, ruhig zu sein und drehte sich kurz zu einem weiteren Anwesenden, um zu fragen: "Ist sie nicht eine ganz neue Person?" Danach wandte er sich wieder direkt der NBC-Journalistin zu und sagte: "Sie sind eine schreckliche kleine Reporterin, oder?"

Donald Trump verteidigt Darstellung von demokratischer Kandidatin Amy Acton als "Lügnerin"

Der eigentlichen Frage wich Trump weiter aus: "Wenn meine Mutter Schlechtes über mich sagen würde, glaubst du, die Demokraten würden das veröffentlichen? Ich glaube schon. Aber meine Mutter fand mich wunderbar. Danke, Mama." In seinen weiteren Ausführungen stellte sich der US-Präsident auf die Seite von Amy Actons Mutter und verteidigte deren Aussagen über die Gouverneurskandidatin. Die Reporterin ließ Trump nicht mehr zu Wort kommen.

Entsetzen über Trumps Verhalten im Netz

Auf X (vormals Twitter) sorgen Trumps Verhalten und Äußerungen für Entsetzen. Großes Lob gibt es hingegen für die Journalistin, die ihm eine kritische Frage stellte. In den Kommentaren heißt es unter anderem:

  • "Wer auch immer diese NBC-Reporterin ist – gebt ihr eine Gehaltserhöhung, eine Beförderung und einen Bonus. Verdammt, startet doch eine GoFundMe-Kampagne. So sieht es aus, wenn man mächtige Leute zur Rechenschaft zieht."
  • "Hör auf, so mit den Reportern umzugehen! Das sind nicht deine Kinder, und du darfst sie nicht einmal so behandeln. Verdammt noch mal. Ich bin wütend."
  • "Die Reporterin als schrecklich zu bezeichnen, lässt die Frage nicht verschwinden. Das sollte ihm wohl jemand erklären."
  • "Unabhängig davon, welche Beweise auch immer vorgelegt werden, wird sich an seiner Haltung absolut nichts ändern; weder heute, noch morgen, noch jemals. Sexueller Missbrauch ist für ihn von geringer Bedeutung. Ich könnte noch weiter darauf eingehen, aber ich belasse es dabei."

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