Donald Trump: Prügel-Eklat bei Wahlkampfauftritt – US-Präsident feiert Gewalt gegen Störer

Ein Wahlkampfauftritt von Donald Trump in South Carolina wurde massiv durch Protestierende gestört. Daraufhin kam es zu gewaltsamen Szenen im Publikum. Die Reaktion des US-Präsidenten sorgte für Entsetzen.

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Donald Trump sorgte mit seiner Reaktion auf gewaltsame Auseinandersetzungen bei seinem Wahlkampfauftritt in Pendleton, South Carolina, für Entsetzen. (Foto) Suche
Donald Trump sorgte mit seiner Reaktion auf gewaltsame Auseinandersetzungen bei seinem Wahlkampfauftritt in Pendleton, South Carolina, für Entsetzen. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mike Stewart
  • Protestierende stören Donald Trumps Wahlkampfauftritt in Pendleton, South Carolina
  • Daraufhin kommt es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen im Publikum
  • Trump bejubelt Prügel gegen Demonstranten

Die Republikaner könnten in wenigen Tagen bei den US-Zwischenwahlen eine krachende Niederlage gegen die Demokraten einstecken müssen. Präsident Donald Trump versucht nun durch Wahlkampfauftritte in mehreren Bundesstaaten, das Ruder noch herumzureißen. Doch in South Carolina kam es dabei am Mittwoch zu einem Eklat.

Rede von Donald Trump gestört: Prügel bei Wahlkampfauftritt in South Carolina

Störer hatten in Pendleton lautstark gegen Trump protestiert. Während der Rede des US-Präsidenten brach im Publikum eine gewalttätige Auseinandersetzung aus, bei der laut "Associated Press" ein Trump-Anhänger auf einen Protestierenden einschlug. Ein Störer ging zu Boden. Auf Aufnahmen von Fox News war zu sehen, wie ein weiterer Angreifer mehrfach zum Schlag ausholte.

Donald Trump begeistert über Gewalt gegen Protestierende

Trump unterbrach seine Rede und verfolgte das Geschehen sichtlich begeistert. "Wow, das hat mir gefallen. Ich habe das gesehen. Das war unglaublich", rief der 80-Jährige von der Bühne. Zudem kommentierte er die Szene mit Worten wie "Der hat voll einen abbekommen" und "Das war großartig." Anschließend wollte Trump wissen: "Wer ist der Typ, der diesen Schlag gelandet hat?" Der Präsident verglich laut "Bild" den Angreifer mit Boxlegende Evander Holyfield, die ebenfalls im Publikum saß.

Störer wurden abgeführt

Die Veranstaltung an der Clemson University war von Beginn an von Unterbrechungen geprägt. Allein in den ersten neun Minuten wurde Trump laut dem Presseteam des Weißen Hauses sechs Mal von Zwischenrufern unterbrochen, wie der "Daily Beast" berichtet. Rund zehn Protestierende störten den Auftritt in der ersten halben Stunde, Sicherheitskräfte führten sie nacheinander ab. Eine Frau rief dabei "Verräter", eine andere forderte die Veröffentlichung der Epstein-Akten.

Gewalt im Publikum

Neben der Schlägerei dokumentierten Fernsehaufnahmen einen weiteren tätlichen Übergriff: Ein Zuschauer schlug einem jungen Mann auf den Kopf, der bereits von Beamten aus der Halle geleitet wurde. Trump bezeichnete die Störer als "bezahlte Demonstranten", die 250 Dollar für ihre Auftritte kassierten, und beschwerte sich, dass sie stets seine Pointen ruinierten.

Empörung über Trumps Reaktion

Auf X (vormals Twitter) sorgte die Reaktion des US-Präsidenten für Entsetzen. In den Kommentaren heißt es unter anderem:

  • Ein Demonstrant wurde soeben bei Trumps Kundgebung mehrfach von einem Trump-Anhänger geschlagen. Man beachte, wie der Demonstrant hinausgeworfen wird, während der Mann, der ihn angegriffen hat, von Trump gelobt wird, der anschließend sagt, er habe es geliebt, das mit anzusehen. Diese Leute gehören einer krankhaften Sekte an. Sie bejubeln Gewalt, solange sie sich gegen diejenigen richtet, die nicht zu dieser Sekte gehören."
  • "Trump hat die Menge dazu aufgefordert, Demonstranten zu schlagen und anzugreifen! Er hat sich sogar darüber gefreut, dass der Demonstrant einen Schlag auf den Kopf bekam, bevor er überhaupt etwas sagen konnte!!Er ist ein Wahnsinniger, und die MAGA-Sekte ist krank. Wenn Trump die Wahl verliert, ist damit zu rechnen, dass er zu Massengewalt aufrufen wird", so noch eine Meinung.
Sicherheitskräfte führen einen Störer ab. (Foto) Suche
Sicherheitskräfte führen einen Störer ab. Bild: picture alliance/dpa/AP | Mike Stewart

Donald Trump auf Wahlkampftour vor den Midterms

Trump war nach South Carolina gereist, um für die Senatskandidatin Darline Graham zu werben, die Schwester des im Juli verstorbenen Senators Lindsey Graham. Sie liefert sich ein enges Rennen mit der Demokratin Annie Andrews um den traditionell republikanischen Sitz. "Sie ist klug und unglaublich. Sie wird euch niemals im Stich lassen", pries Trump seine Kandidatin an.

Der Auftritt reiht sich in eine landesweite Wahlkampftour vor den Zwischenwahlen am 3. November ein, bei denen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 Senatssitze neu vergeben werden. Für die Republikaner steht dabei ihre Kongressmehrheit auf dem Spiel – und die Aussichten sind düster. Laut "Bild" liegen die Demokraten im landesweiten Partei-Trend derzeit rund acht Punkte vorn. Prognosen sehen sie als Favoriten auf die Mehrheit im Repräsentantenhaus, während es im Senat deutlich knapper zugeht.

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/bua/news.de/dpa/stg

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