Donald Trump: Republikaner in Bedrängnis - US-Präsident teilt auf Truth Social aus

Die Republikaner könnten bei den Zwischenwahlen einen Senatssitz im US-Bundesstaat Kansas verlieren. Nach kritischen Berichten verteidigte Präsident Donald Trump nun den eigenen Kandidaten Roger Marshall auf Truth Social. Dabei griff er dessen demokratischen Herausforderer Adam Hamilton verbal scharf an.

Von news.de-Redakteur - Uhr

Donald Trump attackiert vor den US-Zwischenwahlen den demokratischen Senatskandidaten Adam Hamilton aus Kansas auf Truth Social scharf. (Foto) Suche
Donald Trump attackiert vor den US-Zwischenwahlen den demokratischen Senatskandidaten Adam Hamilton aus Kansas auf Truth Social scharf. Bild: picture alliance/dpa/AP | Jacquelyn Martin
  • Donald Trump verteidigt republikanischen Senator Roger Marshall aus Kansas vor US-Zwischenwahlen auf Truth Social
  • Zuletzt erhobene Vorwürfe gegen den Kongressabgeordneten sind laut dem US-Präsidenten unberechtigt
  • Trump greift Marshalls demokratischen Herausforderer Adam Hamilton in 544-Wörter-Post scharf an

Kurz vor den US-Zwischenwahlen Anfang November sind die Republikaner in mehreren Bundesstaaten enorm unter Druck. So auch in Kansas. MAGA-Senator Roger Marshall liefert sich dort ein enges Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem demokratischen Herausforderer Adam Hamilton. Dabei sind in Kansas traditionell die Republikaner die politisch stärkste Kraft. Donald Trump hatte dort bei der Präsidentschaftswahl 2024 stolze 16 Prozentpunkte Vorsprung vor seiner damaligen Gegnerin Kamala Harris. Doch die aktuellen Entwicklungen in Kansas scheinen den 80-Jährigen zu beunruhigen.

Donald Trump verteidigt republikanischen Senator Roger Marshall nach kritischen Berichten

Trump wandte sich deshalb nun in einem ausführlichen Beitrag auf Truth Social an seine Anhänger, um Wahlkampf für den republikanischen Kandidaten Roger Marshall zu machen. Laut "Daily Beast" waren zuletzt mehrere kritische Berichte über den 66-Jährigen erschienen. Der Vorwurf: Marshall soll laut "New York Times" als Arzt 700 Patienten wegen ausstehender Rechnungen verklagt haben. Hinzu kamen routinemäßig erhobene Zinsen von 18 Prozent auf offene Forderungen. 81 der Patienten wurden verhaftet. Trump wies die Vorwürfe gegen Marshall zwar nicht zurück, verteidigte aber dessen Vorgehen. Der US-Präsident schrieb dazu:

  • "Senator Roger Marshall setzt sich unglaublich für den großartigen Bundesstaat Kansas ein, den ich liebe und der 2016, 2020 und 2024 einen großen Sieg errungen hat. Roger ist einer meiner Lieblingssenatoren – er ist absolut großartig, ein wunderbarer Mensch, der zu Unrecht in Verruf geraten ist, weil er gesetzlich verpflichtet war, ausstehende Zahlungen von Patienten einzufordern."
  • "Hätte er diese Forderungen nicht gestellt, hätte er gegen das Gesetz verstoßen und sich strafbar gemacht und hätte verhaftet werden können. Dass ein Richter die Verhaftung eines Patienten anordnet, weil dieser viele, viele Male nicht vor Gericht erschienen ist, ist nicht Roger Marshalls Schuld - so ist das Gesetz, und sein korrupter Gegner nutzt das gegen ihn aus."

US-Präsident schimpft auf Truth Social über "radikalen linken" Herausforderer Adam Hamilton

In dem insgesamt 544 Wörter umfassenden Post wütete Trump weiter gegen den demokratischen Kandidaten Adam Hamilton. Er bezeichnete ihn unter anderem als "radikalen linken 'Dumokraten'", der lediglich vorgebe, ein "Gemäßigter" zu sein. "Außerdem liebt Adam Hamilton hohe Steuern, offene Grenzen, keine Konsequenzen für Gewaltverbrecher, Männer im Frauensport, die Transgender-Verstümmelung Ihrer Kinder sowie weitere verrückte Ideen und behauptet, dass die großartigen Menschen von Kansas dafür Buße tun müssten, dass sie Rindfleisch essen", so der US-Präsident weiter. Zudem ging Trump auf Hamiltons Tätigkeit als Pastor bei der United Methodist Church ein, der größten methodistischen Gemeinde in den USA:

  • "Er hat in seiner Kirche nichts als Unruhe gestiftet. Sie ist gespalten und befindet sich seinetwegen praktisch im Krieg."
  • "Als jemand, der eine überwältigende Mehrheit der evangelikalen Stimmen erhalten hat, kann ich unmissverständlich feststellen, dass Adam Hamilton nicht zu uns gehört!", schimpfte Trump.

Trump will vor US-Zwischenwahlen Wahlkampf in Kansas machen

Trump kündigte zudem an, bald nach Kansas zu reisen, um vor Ort eine Kundgebung für Roger Marshall abzuhalten. Der republikanische Senator sei ein "wahrhaft großer amerikanischer Patriot" und genieße seine uneingeschränkte Unterstützung. "Das war immer so und wird immer so bleiben." Marshall, der normalerweise die Linie der US-Regierung unterstützt, hatte sich jedoch laut "Daily Beast" zuletzt ein wenig von Trump distanziert. Auf X äußerte er Bedenken hinsichtlich der Razzien der Einwanderungsbehörde ICE in seinem Bundesstaat. Laut aktuellen Umfragen hat der Republikaner lediglich noch einen Prozentpunkt Vorsprung vor dem Demokraten Hamilton.

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