Donald Trump: "Er würde lieber alles niederbrennen" - Ex-Mitarbeiter warnt vor US-Präsidenten

Den Republikanern droht in wenigen Tagen eine Niederlage bei den US-Midterms. Doch interessiert dies Präsident Donald Trump wirklich? Ex-Mitarbeiter Anthony Scaramucci hat seine Wahlkampfauftritte analysiert und kommt zu einem klaren Fazit.

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Interessiert sich Donald Trump wirklich für die republikanischen Kandidaten bei den US-Midterms? (Foto) Suche
Interessiert sich Donald Trump wirklich für die republikanischen Kandidaten bei den US-Midterms? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Ex-Kommunikationsdirektor Anthony Scaramucci warnt vor Donald Trump
  • Der US-Präsident rede bei Wahlkampfauftritten vor den Midterms hauptsächlich über sich selbst
  • Trump sei überhaupt nicht am Aufbau eines Nachfolgers interessiert

Wird Donald Trump versuchen, die Kongresswahlen in den USA zu beeinflussen? Entsprechende Sorgen herrschen aktuell landesweit in den Vereinigten Staaten.Wenige Tage vor den Midterms am 3. November erhebt Anthony Scaramucci, einst Trumps Kommunikationsdirektor im Weißen Haus, erhebt schwere Vorwürfe gegen den Präsidenten.

Donald Trump wäre Niederlage der Republikaner bei Midterms egal laut Ex-Mitarbeiter

Mit Blick auf eine mögliche Niederlage der Republikaner bei den Wahlen sagte Scaramucci laut "Daily Star" im Podcast "Planet PEP": "Es ist ihm egal. Leute, die glauben, es kümmere ihn, verstehen ihn nicht wirklich." Trump absolviere zwar Wahlkampfauftritte für republikanische Kandidaten, rede dabei aber hauptsächlich über sich selbst. Scaramucci sieht darin ein Muster ausgeprägten Narzissmus. Die Botschaft des Präsidenten an seine Parteifreunde laute im Kern: "Ihr wart Niemande, bevor ich kam. Und ihr werdet Niemande sein, wenn ich gehe." Statt Mitstreiter zu stärken, setze Trump alles daran, sich selbst als unverzichtbar darzustellen – auf Kosten der gesamten Partei.

Anthony Scaramucci kritisiert Narzissmus des US-Präsidenten

Scaramucci geht in seiner Kritik noch weiter und charakterisiert Trump als "Nihilisten". Ein verantwortungsvoller Anführer würde einen fähigen Nachfolger aufbauen und fördern – doch genau das Gegenteil sei bei Trump der Fall. "Der Präsident ist nicht diese Art von Person", so Scaramucci gegenüber "Planet PEP". "Und er würde lieber alles niederbrennen, als zuzulassen, dass einer seiner Leute sein Nachfolger wird." Diese Strategie diene einzig dem Zweck, sich selbst noch bedeutsamer erscheinen zu lassen. Für die kommenden zwei Jahre prognostiziert der ehemalige Kommunikationsdirektor eine Fortsetzung genau dieses Kurses. Währenddessen kokettierte Trump zuletzt selbst erneut öffentlich mit einer möglichen dritten Amtszeit im Weißen Haus, die nach der geltenden US-Verfassung nicht erlaubt ist.

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