Kamala Harris: Überraschende Aussagen - Ex-Rivalin warnt vor Amtsenthebungsverfahren gegen Trump
Sollte ein weiteres Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump angestrebt werden? Kurz vor den Zwischenwahlen in den USA werden entsprechende Forderungen erneut lauter. Doch ausgerechnet seine ehemalige Kontrahentin im Präsidentschaftswahlkampf, Kamala Harris, warnt die Demokraten nun vor einem solchen Schritt.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Interview vor US-Midterms: Kamala Harris hält weiteres Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump für "keine gute Idee"
- Ressourcen dafür würden laut Ex-Präsidentschaftskandidaten fehlen
- Demokraten sollten lieber mit anderen Mitteln gegen die Republikaner vorgehen und dabei kompromisslos sein
Donald Trump ist als US-Präsident höchst umstritten. Von verschiedenen Seiten wurde in den vergangenen Monaten immer wieder ein weiteres Amtsenthebungsverfahren gegen den 80-jährigen Republikaner gefordert. Nach einem möglichen Sieg der Demokraten bei den Kongresswahlen Anfang November könnte der Druck auf ihn erhöht werden. Doch ausgerechnet seine ehemalige Konkurrentin Kamala Harris spricht sich nun klar gegen ein neues Impeachment-Verfahren aus.
Kamala Harris warnt vor Amtsenthebungsverfahren gegen Donald Trump
In einem aktuellen Interview im Podcast "The Parnas Perspective" riet die ehemalige demokratische Vizepräsidentin ihrer Partei davon ab, ein solches Verfahren anzustreben. "Ich denke, dass der Weg in Richtung Impeachment keine gute Idee ist, um ehrlich zu sein, einfach weil wir begrenzte Ressourcen haben", erklärte Harris. Stattdessen sollten Energie und Mittel ihrer Meinung nach "in die Aufklärung und Untersuchung von Verantwortlichkeit" investiert werden.
Zugleich forderte sie von den Demokraten nach der Wahl ein entschlossenes Auftreten gegen Trump und seine Kollegen: "Sie (die Republikaner, Anmerkung der Redaktion) sind rücksichtslos, aber grausam. Und wenn ich sage, wir sollten rücksichtslos sein, meine ich nicht grausam, aber wir sollten kompromisslos sein."
Kamala Harris: I think that going in the direction of impeachment is not a good idea. We have limited resources, and I think the energy and the resources need to be put into accountability, need to be put into investigations. And that’s where the time should be spent. I was in the Senate for the last go-round, and the votes aren’t there. I think after the election, we all have to just also agree that our attitude has to be to get stuff done…
— Acyn (@Acyn) October 27, 2026
Ex-Präsidentschaftskandidatin der Demokraten fordert dennoch Kompromisslosigkeit gegenüber den Republikanern
Tatsächlich überstand Trump bereits zwei Amtsenthebungsverfahren während seiner ersten Amtszeit im Weißen Haus. Für eine Verurteilung und Absetzung ist eine Zweidrittelmehrheit im Senat nötig – eine Hürde, die seit Mitte der 1960er-Jahre keine Partei mehr überwinden konnte. Harris verwies im Interview mit "MeidasTouch" zudem auf die letzte Wahlperiode, in der sie im Senat saß und die nötigen Stimmen fehlten.
Demokraten-Fraktionschef Hakeem Jeffries hält sich derweil laut "New York Post" alle Optionen offen. Man habe "nichts ausgeschlossen und nichts beschlossen", so der New Yorker Abgeordnete. Gleichzeitig deutete er an, dass eher andere Regierungsmitglieder wie Verteidigungsminister Pete Hegseth ins Visier genommen werden könnten.
Auch Hillary Clinton hält Impeachment-Verfahren für nicht zielführend
Kamala Harris, die 2024 die Präsidentschaftswahl überraschend deutlich gegen Donald Trump verlor, ist nicht die einzige prominente Demokratin, die sich gegen ein weiteres Amtsenthebungsverfahren ausspricht. Auch die frühere First Lady und Außenministerin Hillary Clinton bezeichnete zuletzt in einem Gespräch mit der Journalistin Kara Swisher ein solches Vorgehen als "Nebenschauplatz", da eine Verurteilung Trumps ohnehin nicht erreichbar sei. Sie plädierte jedoch ausdrücklich für Impeachment-Ermittlungen gegen gewählte oder ernannte Regierungsvertreter wie zum Beispiel Verteidigungsminister Pete Hegseth.
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gom/hos/news.de/stg
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