J.D. Vance: "Nicht so beliebt, wie er denkt" - US-Vizepräsident in Talkshow abgewatscht
Wird J.D. Vance 2028 von den Republikanern als Präsidentschaftskandidat ins Rennen geschickt? Seine Chancen wurden nun in einer aktuellen Fox-Show diskutiert. Dabei gab es eine ernüchternde Analyse für den amtierenden Vizepräsidenten.
Erstellt von Martin Gottschling - Uhr
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- Debatte über republikanische Präsidentschaftskandidaten für 2028 in Fox-Talkshow
- Konservative Kommentatoren sehen J.D. Vance als möglichen Nachfolger von Donald Trump skeptisch
- Laut Brian Kilmeade ist der US-Vizepräsident innerhalb der eigenen Partei unbeliebter, als er selbst denkt
Während die US-Amerikaner gespannt, aber auch mit großer Sorgeauf die bevorstehenden Zwischenwahlen am 3. November blicken, zeichnen sich danach bereits die nächsten richtungsweisenden Entscheidungen ab. In zwei Jahren wird in den Vereinigten Staaten ein neuer Präsident gewählt. Donald Trump darf laut geltender Verfassung nicht noch einmal für die Republikaner antreten. Als heißeste Kandidaten für seine Nachfolge wurden in den vergangenen Monaten vor allem sein aktueller Stellvertreter J.D. Vance sowie Außenminister Marco Rubio gehandelt. Doch insbesondere dem US-Vizepräsidenten wird mittlerweile auch in den eigenen Reihen mit immer größerer Skepsis begegnet.
J.D. Vance als Nachfolger von Donald Trump? Diskussion über die Beliebtheit des US-Vizepräsidenten in Fox-Sendung
Wie aktuell "The Daily Beast" berichtet, diskutierten Fox-News-Moderator Brian Kilmeade und der langjährige politische Analyst Brit Hume in der "Brian Kilmeade Show" über mögliche republikanische Präsidentschaftskandidaten für 2028 und fällten dabei ein hartes Urteil über Vance. Der 83-jährige Hume sagte mit Blick auf das Verhältnis des US-Vizepräsidenten zu Trump: "Wenn man so eng mit Trump verbunden ist, wie Vance es tatsächlich ist, stellt sich die berechtigte Frage, ob das ein Nachteil oder ein Vorteil ist. Ich denke, es könnte sich als Nachteil erweisen." Vieles hänge davon ab, wie Partei und Öffentlichkeit bis 2028 über Trump denken würden.
Kilmeade widersprach zwar der Einschätzung, Trump könnte bis zur nächsten Wahl an Rückhalt verlieren, teilte aber Humes Skepsis gegenüber Vance: "Ich glaube einfach nicht, dass Vance bei den Republikanern so beliebt ist, wie er selbst denkt."
Trotz aller Vorbehalte gegenüber Vance sehen Kilmeade und Hume die Demokraten keineswegs in einer starken Ausgangsposition für 2028. Da Trumps zweite Amtszeit dann ausläuft, werde es für die Opposition schwieriger, ihre Basis mit einer reinen Anti-Trump-Strategie zu mobilisieren.
J.D. Vance setzt auf Unterstützung durch Trump im Präsidentschaftswahlkampf
Vance selbst zeigte sich zuletzt laut "Daily Beast" optimistisch: Gegenüber dem Journalisten Mark Halperin erklärte er Anfang Oktober, er gehe davon aus, dass Trump ihn im Falle einer Kandidatur unterstützen würde. Die Antwort des Präsidenten auf diese Aussagen fiel für Vance jedoch ernüchternd aus. Während sein Stellvertreter direkt hinter ihm stand, nannte Trump diesen zwar "sehr talentiert" und einen "guten Menschen", fügte aber hinzu: "Es ist früh. Sehr früh."
Aktuelle Zahlen stützen die Zweifel der Fox-Kommentatoren: Laut einer Erhebung von "The Economist"/YouGov betrachten 53 Prozent der Amerikaner den Vizepräsidenten negativ, nur 41 Prozent bewerten ihn positiv.
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