Donald Trump: Geheimer US-Angriff auf den Iran - Raketen-Insel im Visier

Ist Donald Trump erneut militärisch gegen den Iran vorgegangen? Kurz vor den US-Kongresswahlen tauchen Berichte über einen Geheim-Angriff auf eine Insel in der Straße von Hormus auf. Derweil sendet der Präsident widersprüchliche Signale zum Ende des Krieges.

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Ließ US-Präsident Donald Trump die iranische Insel Gheschm heimlich angreifen? (Foto) Suche
Ließ US-Präsident Donald Trump die iranische Insel Gheschm heimlich angreifen? Bild: picture alliance/dpa/AP | Alex Brandon
  • Berichte über geheimen US-Angriff auf die iranische Insel Gheschm in der Straße von Hormus
  • Teheran soll dort ballistische Raketen lagern
  • Ist der Iran-Krieg bereits beendet? Donald Trump mit widersprüchlichen Aussagen

Auch wegen seiner umstrittenen Iran-Politik ist die Zufriedenheit mit US-Präsident Donald Trump im eigenen Land zuletzt weiter gesunken. Bei den Zwischenwahlen könnten die Republikaner in dieser Woche dafür die Quittung bekommen. Führt Trump derweil weiterhin geheime Militäroperationen gegen den Iran durch?

Donald Trump soll heimlich iranische Insel Gheschm angegriffen haben

Amerikanische Streitkräfte sollen am Montag eine Position der iranischen Revolutionsgarden auf der Insel Gheschm in der Straße von Hormus attackiert haben. Auslöser war laut "Axios"-Reporter Barak Ravid der Abschuss einer Rakete auf ein US-Kampfflugzeug von der Insel aus. Mehrere US-Medien, darunter CNN und CBS, bestätigten den als "begrenzt" beschriebenen Einsatz.

Laut "Wall Street Journal" handelt es sich dabei nicht um einen Einzelfall: Der Angriff reihe sich in eine Serie kleinerer Militäroperationen ein, die Washington in den vergangenen Wochen bewusst unter Verschluss gehalten habe. Das zuständige US-Regionalkommando ließ eine Medienanfrage zunächst unbeantwortet.

Berichte über Explosionen in der Straße von Hormus

Die iranische Nachrichtenagentur Fars meldete ebenfalls Detonationen – Bewohner von Gheschm und der nahegelegenen Hafenstadt Bandar Abbas hätten Explosionsgeräusche wahrgenommen. Wie die "Bild" berichtet, dient die Insel den USA zufolge unter anderem als Lager für ballistische Raketen und beherbergt einen Marinestützpunkt.

US-Präsident sendet widersprüchliche Signale zum Ende des Iran-Kriegs

Nur Stunden vor dem Angriff hatte Trump öffentlich die fallenden Ölpreise bejubelt – als Beleg dafür, dass der Konflikt mit Teheran seinem Ende entgegengehe. Der Iran strebe dringend nach einer Einigung, so der Präsident.

Am Sonntagabend in Iowa klang der US-Präsident laut "Bild" noch deutlich martialischer: "Der einzige Grund, warum wir mit Iran noch nicht fertig sind, ist, dass ich nett sein möchte", erklärte Trump. Dann schob er nach: "Aber irgendwann müssen wir ihnen den Hammer zeigen." Es werde "sehr bald vorbei sein".

Bereits einen Tag später ruderte der 80-Jährige jedoch zurück. Auf die Frage, ob nach den Kongresswahlen neue Angriffe geplant seien, antwortete er schlicht mit "Nein" – und behauptete, seit Monaten werde nicht mehr gekämpft. "Wir kontrollieren die Straße von Hormus", so Trump.

Drohen neue US-Angriffe auf den Iran nach den Midterms?

Währenddessen gingen auch diplomatische Bemühungen weiter. Irans Außenminister Abbas Araghtschi bezeichnete die indirekten Gespräche nach der Abreise seiner Delegation aus Katar am Sonntag als "sehr intensiv". Teheran habe seine Forderungen und Vorschläge übermittelt – nun hänge alles "von der politischen Vernunft Washingtons" ab.

Gleichzeitig meldeten iranische Staatsmedien in der Nacht zu Dienstag, die Revolutionsgarden hätten südlich von Gheschm zwei US-Aufklärungsdrohnen mithilfe elektronischer Systeme in ihre Gewalt gebracht und eine weitere östlich der Meerenge zerstört. Unabhängig überprüfen lassen sich solche Angaben nicht. Allerdings räumt selbst der Wissenschaftliche Dienst des US-Kongresses ein, dass seit Beginn der Kampfhandlungen Dutzende amerikanische Fluggeräte verloren gingen oder beschädigt wurden.

Zusätzliche Brisanz birgt, dass mehrere Medien zuletzt über Pläne Washingtons berichteten, nach der heutigen Kongresswahl gemeinsam mit Israel erneut militärisch gegen den Iran vorzugehen.

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/news.de/dpa/stg

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