Donald Trump: Spott für dreiste Wahl-Ansage - Trump steht mit dem Rücken zur Wand
Acht Tage vor den Kongresswahlen macht Donald Trump nicht etwa die Opposition für drohende Verluste verantwortlich – sondern seine eigenen Wähler. Im Netz sorgen Trumps Worte für mächtig Alarm.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Trump gibt Wählern vorsorglich die Schuld an möglicher Wahlniederlage
- Spott im Netz nach provokanter Wahlkampf-Ansage
- Zwei Drittel der Amerikaner machen Trump für hohe Preise verantwortlich
- Umfragen offenbaren massive Unzufriedenheit mit US-Regierung und Kongress
Acht Tage vor den entscheidenden Kongresswahlen am 3. November hat US-Präsident Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung einen bemerkenswerten Ton angeschlagen. Statt seine Anhänger nur zu mobilisieren, wies er ihnen vorsorglich die Verantwortung für ein mögliches Scheitern der Republikaner zu. Zuvor hatte Trump sogar mit ominösen Geldversprechungen gelockt.
Bereits vor einigen Tagen erklärte Trump öffentlich im Falle einer Wahlniederlage: "Ich sage euch was: Wenn wir die Zwischenwahlen nicht gewinnen, werden sie mir die Schuld geben." Nun hat Trump die Verantwortung auf einen weiteren Sündenbock abgeladen – den Wähler selbst!
Trumps absurde Wahl-Erklärung: Selbst schuld!
Der Journalist Aaron Rupar teilte Ausschnitte von Trumps Wahlkampfauftritt bei X: "Trump sagt, wenn die Republikaner die Wahl verlieren, sind die Wähler schuld", fasst der Journalist Trumps Drohung zusammen.
Trump says if Republicans lose the election it is voters’ fault https://t.co/GiJM6cJZ0d
— Aaron Rupar (@atrupar) October 25, 2026
"Tolle Strategie" - Trump im Netz für Wahlkampf-Ansage verspottet
Die Reaktionen fielen entsprechend bissig aus. Ein Nutzer zog den Vergleich: "Wenn Trump den Wählern die Schuld für eine Niederlage gibt, ist das wie ein Restaurant, das seine Gäste für eine Lebensmittelvergiftung verantwortlich macht." Ein anderer kommentierte sarkastisch: "Die Wähler vor der Wahl beschuldigen – tolle Strategie!"
Besonders ein Kommentar brachte die Stimmung vieler auf den Punkt: "Vielleicht solltest du mal in den Spiegel schauen, Donald. Dir gehören die Politik, das Chaos und die Konsequenzen. Die Wähler haben das Drehbuch nicht geschrieben – sie schicken sich nur an, die Show abzusetzen."
Zwei Drittel der Amerikaner geben Trump die Schuld an den hohen Preisen
Trumps Schuldzuweisung an die Wähler trifft auf eine Bevölkerung, die ihrerseits längst einen Schuldigen ausgemacht hat – den Präsidenten selbst. Laut einer repräsentativen Erhebung des Meinungsforschungszentrums AP-NORC von Ende September sehen 65 Prozent der Befragten die Ursache für die ungewöhnlich hohen Preise in Trumps politischen Entscheidungen und nicht in externen Faktoren.
Die finanzielle Lage vieler Haushalte ist dabei alarmierend: Eine Studie des Pew Research Center aus dem Sommer ergab, dass über die Hälfte der Amerikanerinnen und Amerikaner nicht genügend Ersparnisse hat, um drei Monate ohne Einkommen zu überbrücken. Rund ein Viertel schafft es nicht einmal, die laufenden monatlichen Rechnungen vollständig zu begleichen.
Von Miete über Lebensmittel bis hin zur Gesundheitsversorgung – bei sämtlichen grundlegenden Ausgaben geraten viele Menschen zunehmend unter Druck. Auch Sorgen um Altersvorsorge und Verschuldung belasten die Stimmung zusätzlich.
Donald Trump am Tiefpunkt? Vertrauen in die Regierung im freien Fall
Die Frustration über die wirtschaftliche Lage geht Hand in Hand mit einer tiefen politischen Vertrauenskrise. Einer im Oktober durchgeführten AP-NORC-Umfrage zufolge blicken rund zwei Drittel der Wählerinnen und Wähler pessimistisch auf den Zustand der amerikanischen Politik. Etwa acht von zehn wünschen sich tiefgreifende Veränderungen oder sogar einen kompletten Neuanfang in der Art, wie das Land regiert wird. Indes werden Spekulationen um den gesundheitlichen Zustand des US-Präsidenten, der unlängst mit auffälligen Blessuren im Gesicht gesehen wurde, immer lauter.
Die Zahlen des Meinungsforschungsinstituts Gallup unterstreichen das Ausmaß der Entfremdung: Anfang bis Mitte September gab lediglich ein Drittel der Befragten an, noch ausgeprägtes Vertrauen in die Bundesregierung zu haben. Beim Kongress – also genau jener Institution, um die es bei den Zwischenwahlen geht – lag der Wert sogar noch darunter. Für Trump und die Republikaner sind das keine ermutigenden Vorzeichen acht Tage vor dem Urnengang.
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ife/sfx/news.de/stg/dpa
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