"Atompilz" über Tel Aviv: Bild des Schreckens - Netanjahu warnt vor "zweitem Holocaust"
Kurz vor der Parlamentswahl am Dienstag postet Israels Premier Benjamin Netanjahu das Bild eines Atompilzes über Tel Aviv und warnt vor einem "zweiten Holocaust" - das steckt hinter der angsteinflößenden Provokation.
Erstellt von Ines Fedder - Uhr
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- Atompilz über Tel Aviv – Netanjahu warnt vor iranischer Nuklearbedrohung
- "Zweiter Holocaust" – Regierungschef schürt Angst vor möglichem Atomangriff
- "Lügen und Angstmache" – Rivale Eisenkot rechnet mit Netanjahu ab
- Wahl vor dem Machtverlust? Umfragen sehen Netanjahus Lager deutlich unter der Mehrheit
Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat zwei Tage vor der Parlamentswahl mit einer drastischen Illustration von der Gefahr durch eine iranische Atombombe gewarnt. Auf sozialen Medien veröffentlichte der 77-Jährige eine Darstellung, die eine nukleare Explosion über der Küstenmetropole Tel Aviv zeigen soll.
Israel-Präsident Netanjahu warnt vor iranischen Atomwaffen mit Atompilz-Darstellung
Dazu zitierte er den IT-Unternehmer Yuval Bloomberg, der von einer "realen und konkreten existenziellen Bedrohung" durch den Iran sprach. Sollten die Iraner Atomwaffen erhalten, werde nichts anderes mehr von Bedeutung sein, hieß es in dem Zitat. Netanjahu bekräftigte zudem die Einschätzung, Israel habe unter der Regierung von US-Präsident Donald Trump, der sich mit dem Iran-Krieg für viele ins Aus katapultierte, noch zwei Jahre Zeit, um der iranischen Bedrohung zu begegnen. Teheran bestreitet Pläne zur nuklearen Aufrüstung. Donald Trump hingegen sorgte mit seinem Eingreifen im Iran laut Quellen aus seinem engsten Führungskreis für heftige Streitereien innerhalb der US-Regierung.
תקראו את הדברים החשובים של יובל בלומברג: מדינת ישראל נמצאת בסכנה קיומית אמיתית ומוחשית. אם האיראנים ישיגו גרעין, שום דבר כבר לא ישנה יותר. הכל כל כך טפל אל מול הסכנה הקיומית של איראן והציר השיעי. הסערות המבוימות והמומצאות חדשות לבקרים נועדו להסיט את תשומת הלב מהדבר האחד שהוא החשוב ביותר: סיום העבודה באיראן. זה נוגע בקיום הפיזי של כל אדם ואדם כאן. יש לנו עוד שנתיים של טראמפ לסיים את העבודה באיראן, ואין לדעת מה יהיה לאחר מכן, אם זו תהיה קמאלה האריס, או תואם מאמדני כלשהו. זה חלון הזמן שנותר לנו כדי להשלים את העבודה הנדרשת כדי להבטיח את הקיום הפיזי שלנו לשנים הבאות. כל משאבי המדינה הנדרשים, צריכים להיות מושקעים במשימה הזו. קטאר, חרדים, אוריך, גיוס, התראות. הכל מסך עשן ענקי כדי להסתיר את הנושא היחיד שניצב מעל כולם בפער. אם יפלו במרכז הארץ שתי פצצות אטום, את מי יעניינו כל סערות הסרק האלה? הדורות הבאים לא יסלחו לנו אם נפספס את חלון ההזדמנויות ההיסטורי שמאפשר לנו לנסות ולהשלים את המשימה הקריטית ביותר שעומדת בפני הדור שלנו. זה לא יקרה עם ראש ממשלה שמוחזק בצווארו על ידי האחים המוסלמים וסייעני הטרור. זה לא יקרה עם ראש ממשלה שלא מסוגל להרים את הטלפון ולנהל שיחה אינטימית רציפה עם טראמפ. זה לא יקרה עם ראש ממשלה שלא מסוגל לעמוד בלחץ של ראיון טלויזיה. השינאה לנתניהו, ככל שהיא עולם ומלואו עבור מחנה שלם, לא תעזור מול הגרעין האיראני. כל אחד שדואג לקיום הפיזי שלו, של משפחתו, ושל אהוביו, ידו צריכה לרעוד לפני שהוא בוחר במישהו שלא יהיה מסוגל להשלים את המשימה, ובכך לדון את עצמו ואת משפחתו לסכנה של שואה שניה, בגלל השינאה הפוליטית שלו או בגלל סערת דמה מטופשת וחסרת חשיבות.
— Benjamin Netanyahu - בנימין נתניהו (@netanyahu) October 25, 2026
Nukleare Aufrüstung im Iran - Netanjahu warnt vor existenzieller Bedrohung
In seinem Beitrag stellte Netanjahu die Gefahr eines Atomangriffs über innenpolitische Streitfragen. Debatten über Katar, die ultraorthodoxe Bevölkerung und die Wehrpflicht beschrieb er als Ablenkungsmanöver. Sollten zwei Atombomben auf Zentralisrael fallen, werde sich niemand mehr für diese Auseinandersetzungen interessieren, hieß es in dem Beitrag.
"Jeder, der um sein eigenes körperliches Überleben, das seiner Familie und seiner Liebsten besorgt ist, sollte mit zitternder Hand wählen, wenn er seine Stimme jemandem geben will, der nicht in der Lage sein wird, die Aufgabe zu erfüllen", schrieb er, offenbar mit Blick auf ein erneutes Vorgehen gegen den Iran. Solche Menschen setzten sich und ihre Angehörigen der Gefahr eines "zweiten Holocaust" aus, schrieb der Vorsitzende der rechtskonservativen Likud-Partei.
Rivale Eisenkot: "Lügen und Angstmache"
Netanjahus Hauptrivale, der Ex-Militärchef Gadi Eisenkot von der Mitte-Partei Jaschar, nannte den Regierungschef "hysterisch". Er schrieb auf X: "Wie in jedem Wahlkampf greifst du wieder zu den altbekannten Methoden: Lügen und Angstmache. Diesmal schüchterst du die israelische Bevölkerung mit der Drohung massiver Zerstörung ein. Und das, nachdem du die Kriegsziele gegenüber dem Iran nicht erreicht hast." Netanjahu sei gescheitert und man werde ihn nach der Wahl ablösen.
Vor der Wahl am Dienstag sehen Umfragen Netanjahus rechtsreligiöses Lager bei rund 50 Sitzen und damit deutlich unter der für eine Regierungsmehrheit erforderlichen Schwelle von 61 der 120 Knesset-Mandate. Das Oppositionslager kommt auf 52 bis 56 Sitze. Die arabischen Parteien könnten mit weiteren 14 bis 16 Mandaten eine Schlüsselrolle spielen. Eine klare Mehrheit eines Lagers zeichnet sich bisher nicht ab.
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ife/news.de/dpa/stg
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