Donald Trump: Schwierigkeiten zu sprechen - Wahlkampf-Auftritt sorgt für Zündstoff

Kaum verständliche Worte, ein angeblich Radar-erfindender Onkel und Drohungen gegen einen Gouverneur: Was Donald Trump am Samstag vor seinem Abflug nach Georgia von sich gab, warf nicht nur Fragen über den Inhalt auf – sondern auch darüber, ob der 80-jährige Präsident dem Druck seines eigenen Wahlkampfmarathons noch gewachsen ist.

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US-Präsident Donald Trump (80) zeigte sich im Vorfeld einer Wahlkampfveranstaltung im Guardian Centers of Georgia deutlich angeschlagen.  (Foto) Suche
US-Präsident Donald Trump (80) zeigte sich im Vorfeld einer Wahlkampfveranstaltung im Guardian Centers of Georgia deutlich angeschlagen.  Bild: picture alliance/dpa/AP/Mike Stewart
  • Donald Trump kaum zu verstehen - hier versagt ihm seine Stimme
  • Spekulationen im Netz nach diesem Video: Wie lange hält Donald Trump noch durch?
  • Wirre Aussagen - das sagt der US-Präsident selbst zu seinem Gesundheitszustand aktuell

US-Präsident Donald Trump löste am Samstag einmal mehr große Verwunderung aus, als er sich vor seinem Abflug zu einer Wahlkampfveranstaltung in Georgia den Fragen von Journalisten stellte. Der Grund: Der 80-Jährige, der sich kurz zuvor mit Blessuren im Gesicht zeigte, war kaum zu verstehen. Im Netz sorgt sein Auftritt für kontroverse Diskussionen.

Er kann kaum sprechen - Donald Trump angeschlagen vor Wahlkampfveranstaltung

Der unabhängige Journalist Aaron Rupar verbreitete Videoaufnahmen des Gesprächs über die Plattform X an seine mehr als 1,1 Millionen Follower. Sein Urteil fiel unmissverständlich aus: Trump habe "gegenüber Reportern kaum sprechen" können.

"Er wird zusammenbrechen" - wilde Spekulationen um seine Gesundheit

Die Reaktionen im Netz folgten auf dem Fuß:

  • "Diese Stimme bedeutet, dass er Leute angeschrien hat."
  • "Aus ihm spricht die Verzweiflung."
  • "Keine Sorge, sie werden ihn vollstopfen mit Drogen."
  • "Du sagst, Trump kann jetzt kaum noch sprechen!! Seit wann konnte er das jemals?"
  • "Er wird zusammenbrechen. Sein Gesicht ist ganz rot. Er sieht erschöpft aus und klingt müde."
  • "Er hat keine Ahnung, wie schlimm es für ihn noch werden wird."

Doch nicht nur die angeschlagene Stimme des Präsidenten sorgte für Gesprächsstoff – auch inhaltlich lieferte Trump bei dem kurzen Pressetermin reichlich Zündstoff, der in den sozialen Medien sofort die Runde machte.

Trump gibt wirres Statement ab: Onkel als Radar-Erfinder und Drohungen gegen einen Gouverneur

Denn was Trump trotz seiner angeschlagenen Stimme inhaltlich von sich gab, sorgte mindestens ebenso sehr für Stirnrunzeln. Laut Rupars Zusammenfassung des Pressegesprächs stellte der Präsident unter anderem die Behauptung auf, sein Onkel habe das Radar erfunden. Darüber hinaus gab Trump offen zu, das Justizministerium (DOJ) angewiesen zu haben, den Bundesstaat Alaska wegen der dortigen Wahl zu verklagen.

Besonders brisant: Der Präsident erklärte, er könne den Gouverneur von Illinois, J.B. Pritzker, "verletzen" und Truppen nach Chicago entsenden. Zudem reagierte Trump laut Rupar "seltsam defensiv" und widersprüchlich auf die simple Frage, mit wem er an jenem Tag Golf gespielt habe.

"Belastung für die Stimme" - so erklärt Trump selbst seinen Gesundheitszustand

Trump selbst spielte seinen angeschlagenen Zustand herunter. Der Präsident räumte zwar ein, dass er stimmlich nicht in Bestform sei, lieferte aber umgehend eine Erklärung mit: Wer im Vorfeld der Zwischenwahlen derart viele Kampagnenauftritte absolviere, der verliere eben "ein bisschen an Stimme", so Trump. Die zahlreichen Rallyes in den vergangenen Wochen hätten ihren Tribut gefordert – "das ist eine Belastung für die Stimme", erklärte der 80-Jährige nachdrücklich.

Kurz vor den Midterms: Ist der 80-jährige Präsident der Aufgabe noch gewachsen?

Der Auftritt warf unweigerlich die Frage nach Trumps Belastbarkeit auf. Angesichts der Tatsache, dass am selben Abend bereits die nächste Rallye in Georgia anstand, zweifelten Beobachter offen daran, ob der Präsident dem Pensum seines eigenen Wahlkampfkalenders standhalten kann, berichtet "Rawstory".

Für den 80-Jährigen kommt die Debatte zu einem denkbar ungünstigen Zeitpunkt: Mitten in der heißen Phase vor den Zwischenwahlen, in der er seine Partei mit möglichst vielen persönlichen Auftritten unterstützen will, rückt statt seiner politischen Botschaft nun sein gesundheitlicher Zustand in den Vordergrund. Selbst Ex-Präsident Barack Obama meldete sich kurz vor den Zwischenwahlen noch einmal zu Wort.

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