Friedrich Merz: "Unverschämt bei der Lage in Deutschland" - Ukraine-Botschaft schürt Wähler-Wut

Mit einer simplen Ukraine-Botschaft hat sich Friedrich Merz nach seinem Solidaritätsbesuch in Kiew den Zorn der Wähler zugezogen. Unter seinem Instagram-Beitrag braute sich ein Sturm aus Empörung, Wut und Rücktrittsforderungen zusammen.

Von news.de-Redakteurin - Uhr

Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wolodymyr Selenskyj (l), Präsident der Ukraine, beim Gedenken am Maidan, dem Unabhängigkeitsplatz, den im Krieg mit Russland gefallenen ukrainischen Soldaten. (Foto) Suche
Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) und Wolodymyr Selenskyj (l), Präsident der Ukraine, beim Gedenken am Maidan, dem Unabhängigkeitsplatz, den im Krieg mit Russland gefallenen ukrainischen Soldaten. Bild: picture alliance/dpa | Kay Nietfeld
  • Friedrich Merz erzürnt mit Ukraine-Botschaft nach Solidaritätsbesuch in Kiew
  • CDU-Chef sichert Kiew anhaltende Unterstützung im Ukraine-Krieg zu
  • Friedrich Merz attackiert: "Treten Sie endlich zurück"

Bundeskanzler Friedrich Merz hat der Ukraine bei einem Solidaritätsbesuch in Kiew, während dem es wiederholt zu Luft-Alarm kam und eine Brücke von einer Drohne getroffen wurde, anhaltende Unterstützung für den Abwehrkampf gegen Russland zugesichert. Auch bei Instagram wiederholte der CDU-Chef, der unlängst in aktuellen Umfragen einen neuen historischen Tiefpunkt erreicht hat, diese Botschaft - und sah sich umgehend mit heftiger Kritik konfrontiert.

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Friedrich Merz erzürnt mit Ukraine-Botschaft nach Solidaritätsbesuch in Kiew

Zu zwei Fotos, die Friedrich Merz Seite an Seite mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyi zeigen, schrieb der Bundeskanzler in deutsch, ukrainisch und englisch, damit es auch wirklich jeder versteht: "Deutschland steht auch in schwierigen Zeiten als verlässlicher Partner an der Seite der Ukraine." Eine simple Botschaft, die in den sozialen Netzwerken einen Sturm aus Empörung, Wut und Rücktrittsforderungen auslöste.

Friedrich Merz attackiert: "Treten Sie endlich zurück"

In der Kommentarspalte ließen die Nutzerinnen und Nutzer ihrem Frust darüber, dass Deutschland Milliarden in den Ukraine-Krieg investiert, anstatt das Geld im eigenen Land sinnvoll einzusetzen, ungefiltert freien Lauf. "Der Bettler und der Bundeskanzler der Ukraine vereint... Treten Sie endlich zurück", forderte ein Nutzer. Ein anderer reagierte ebenfalls empört und schrieb: "Da fließen wieder unsere Milliarden." Auch weitere Nutzer fanden deutliche Worte:

  • "Läuft und wieder ist unser Geld weg was wir hier nötiger brauchen!"
  • "Bei uns wird alles zusammen gespart, und der Ukraine werden Milliarden geschenkt"
  • "Schande. Es bringt unserem Volk nur Nachteile"
  • "Es ist unverschämt bei der Lage in Deutschland"

Friedrich Merz begründet umstrittene Ukraine-Hilfe

Wie nah dem Bundeskanzler diese Kommentare gehen, kann nur spekuliert werden. Doch bereits vor Ort in Kiew deutete sich an, dass sich Friedrich Merz dessen bewusst ist, dass nicht jeder Bundesbürger seine Entscheidung nachvollziehen können wird. So erklärte er während seines Staatsbesuchs: "Ich sehe diese Umfragen, ich höre diese Meinungen, ich nehme sie ernst, auch wenn ich sie nicht teile." Bei der Unterstützung der Ukraine geht es laut Merz um mehr als das Land selbst. Es werde die politische Ordnung verteidigt in einer Zeit, in der auch Deutschland schon Ziel russischer Angriffe sei.

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/news.de/dpa

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