Wladimir Putin: "Schlechte Nachrichten" - Selenskyj-Berater schlägt Alarm wegen neuartiger Kreml-Drohne

Verheerende Nachrichten für die Ukraine. Wladimir Putin hat im Ukraine-Krieg erstmals eine speziell umgerüstete Drohne mit Düsenantrieb eingesetzt, die gezielt Strommasten und Stahlbrücken zerstören kann. Ein Selenskyj-Berater schlägt Alarm und warnt vor den Folgen.

Erstellt von - Uhr

Wladimir Putin hat im Ukraine-Krieg erstmals eine speziell umgerüstete Drohne mit Düsenantrieb eingesetzt, die gezielt Strommasten und Stahlbrücken zerstört. (Foto) Suche
Wladimir Putin hat im Ukraine-Krieg erstmals eine speziell umgerüstete Drohne mit Düsenantrieb eingesetzt, die gezielt Strommasten und Stahlbrücken zerstört. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin:AP | Gavriil Grigorov
  • Wladimir Putin startet massive Angriffswelle im Ukraine-Krieg aktuell
  • Kreml entwickelt modifizierte Drohne zur Zerstörung von Strommasten und Stahlbrücken
  • Selenskyj-Berater schlägt Alarm - massive Attacken auf Energieinfrastruktur drohen

Obwohl die Kreml-Kriegsmaschinerie zunehmend bröckelt, baut Russland seine Angriffe auf die Ukraine weiter aus. So hat Wladimir Putin unlängst erstmals eine speziell umgerüstete Drohne mit Düsenantrieb eingesetzt, die gezielt Strommasten und Stahlbrücken zerstören kann. Das teilte der ukrainische Präsidentenberater Serhij "Flash" Beskrestnow auf Telegram mit. Er bezeichnete die Entwicklung als "schlechte Nachrichten" und erklärte, "heute hat der Feind zum ersten Mal einen speziellen Sprengkopf mit Hohlladung an einem jetgetriebenen unbemannten Luftfahrzeug (UAV) eingesetzt".

Weitere aktuelle Meldungen zum Ukraine-Krieg sowie zu Kremlchef Putin finden Sie am Ende dieses Artikels.

Selenskyj-Berater schlägt Alarm - Putin setzt modifizierte Drohne ein

Beskrestnow, der Präsident Selenskyj in Fragen der Verteidigungstechnologie berät, nannte kein konkretes Drohnenmodell. Auf der Plattform X kursieren bereits Videoaufnahmen, die zeigen, wie Hochspannungsmasten nach Explosionen umstürzen und in Flammen aufgehen. Die Aufnahmen sollen die Folgen des Angriffs dokumentieren, berichtet "T Online".Mit dem systematischen Beschuss der Stromversorgung kurz vor Beginn der kalten Jahreszeit verfolgt Wladimir Putin, der jüngst ebenfalls verheerende Nachrichten erhalten hat, offenkundig das Ziel, die Energieversorgung der ukrainischen Bevölkerung gezielt zu untergraben.

Wladimir Putin entwickelt modifizierte Drohne zur Zerstörung von Strommasten und Stahlbrücken

Die modifizierte Drohne verfügt über einen Hohlladungs-Sprengkopf, der mit 40 Kilogramm Sprengstoff bestückt ist. Damit lassen sich sowohl Hochspannungsleitungen und deren Masten als auch Brücken aus Stahl zerstören. Zusätzlich zur Hauptladung ist der Sprengkopf laut Beskrestnow mit vier weiteren Sprengmodulen ausgestattet.

Verheerende Nachrichten für Kiew - Drohnen mit Düsenantrieb schwerer abzufangen

Besonders problematisch für die ukrainische Luftabwehr: Drohnen mit Düsenantrieb erreichen deutlich höhere Geschwindigkeiten als herkömmliche propellergetriebene Modelle. Das macht sie wesentlich schwerer abzufangen. Der Kreml setzt deshalb verstärkt auf diese Antriebstechnologie für seine Angriffsdrohnen.

Russland kopiert chinesische Triebwerke für Kampfdrohnen

Neben dem neuen Sprengkopf treibt Russland auch die Eigenproduktion von Düsentriebwerken voran. Nachdem es zu Lieferschwierigkeiten aus China gekommen war, begann die russische Rüstungsindustrie, chinesische Antriebe nachzubauen. Das geht aus Untersuchungen abgeschossener Drohnen hervor, wie die "Ukrainska Prawda" berichtet. Konkret handelt es sich um Strahltriebwerke des chinesischen Herstellers Telefly. Diese werden mittlerweile im russischen Drohnenwerk in Alabuga gefertigt und in die neuesten Varianten der Angriffsdrohnen Geran-4 und Geran-5 eingebaut.

Wladimir Putin startet massive Angriffswelle im Ukraine-Krieg aktuell

Vor dem nahenden Winter hat Wladimir Putin seine Schläge gegen die ukrainische Energieversorgung massiv verschärft. Am Mittwoch (30. September) kam es zu einem besonders schweren Angriff, der in mehreren Landesteilen – darunter auch in der Hauptstadt Kiew – zu Stromausfällen führte. Ministerpräsident Serhij Korezkyj ordnete die Attacke historisch ein: "Seit dem Sommer gab es praktisch keinen Tag, an dem der Feind nicht die Energieinfrastruktur angegriffen hat. Ein derart massiver und koordinierter Angriff hat sich jedoch seit dem Ende der letzten Heizperiode zum ersten Mal ereignet."

Auch diese Meldungen zu Wladimir Putin oder dem Ukraine-Krieg sind einen Blick wert:

/bos/news.de/stg

Erfahren Sie hier mehr über die journalistischen Standards und die Redaktion von news.de.