Wladimir Putin: Neue Milliarden für den Krieg - Kreml-Dokumente enthüllen Putins Pläne

Wladimir Putin will die Verteidigungsausgaben im kommenden Jahr auf ein beispielloses Niveau anheben. Laut Kreml-Dokumenten sind für 2027 Militärausgaben in Höhe von 178 Milliarden Euro geplant. Damit würde der bisherige Rekordwert seit Beginn des Ukraine-Krieges nochmals deutlich übertroffen, während selbst Kreml-nahe Ökonomen vor dem wirtschaftlichen Kollaps warnen.

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Wladimir Putin plant Rekordausgaben für das Militär im kommenden Jahr. (Foto) Suche
Wladimir Putin plant Rekordausgaben für das Militär im kommenden Jahr. Bild: picture alliance:dpa:Pool Sputnik Kremlin:AP | Gavriil Grigorov
  • Wladimir Putin plant 2027 Militär-Rekordausgaben von 178 Milliarden Euro
  • Kremlchef stockt Armee auf 2,4 Millionen Soldaten auf für Ukraine-Krieg
  • Putin ignoriert die Warnungen von Kreml-nahen Ökonomen vor dem wirtschaftlichen Kollaps

Während Donald Trump weiterhin überzeugt ist, dass Wladimir Putin an einem Friedensdeal interessiert ist, baut Russland seine tödlichste Drohnenfabrik weiterhin rasant aus und will zudem seine Verteidigungsausgaben im kommenden Jahr auf ein beispielloses Niveau anheben. Darüber berichten aktuell unter anderem "Bild" und der britische "Daily Star". Laut Regierungsdokumenten, die der Nachrichtenagentur Reuters vorliegen, sind für 2027 Militärausgaben in Höhe von 17,1 Billionen Rubel vorgesehen. Dies entspricht umgerechnet etwa 178 Milliarden Euro.

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Wladimir Putin plant 2027 Militär-Rekordausgaben von 178 Milliarden Euro

Damit würde der bisherige Rekordwert seit Beginn des Ukraine-Krieges nochmals deutlich übertroffen. Im Vergleich zum ursprünglich veranschlagten Budget bedeutet dies einen Zuwachs von rund 27 Prozent. Für den Zeitraum der nächsten drei Jahre summieren sich die geplanten Rüstungsausgaben auf insgesamt circa 520 Milliarden Euro. Der Haushaltsentwurf mit den neuen Zahlen soll der russischen Regierung zufolge bis zum 1. Oktober dem Parlament zur Beratung vorgelegt werden.

Russlands Staatskasse unter massivem Druck - Putin ignoriert Warnungen von Kreml-nahen Ökonomen

Die enormen Militärausgaben verschärfen allerdings die ohnehin angespannte Haushaltslage Russlands erheblich. Für das laufende Jahr 2026 erwartet die Regierung ein Defizit von 3,2 Prozent der Wirtschaftsleistung. Das ist doppelt so viel wie ursprünglich kalkuliert. Der stellvertretende Finanzminister und Zentralbank-Funktionär Oleg Wjugin warnte bereits, der Krieg "wird eine weitere Runde von Steuererhöhungen erfordern" und "ein weiterer Rückgang des wirtschaftlichen Potenzials des Landes wird unvermeidlich" sein.

Putin bittet das russische Volk zur Kasse, um den Ukraine-Krieg finanzieren zu können

Um die wachsende Finanzierungslücke zu schließen, bittet Wladimir Putin das Volk zur Kasse und setzt für 2027 auf höhere Abgaben. Geplant ist unter anderem eine neue Sondersteuer, die Unternehmen aus dem Metall- und Bergbausektor treffen soll und Milliardeneinnahmen generieren soll. Parallel dazu steigen auch die gesamtstaatlichen Ausgaben weiter an.

Kremlchef stockt Armee auf 2,4 Millionen Soldaten auf für Ukraine-Krieg

Neben den finanziellen Mitteln treibt Wladimir Putin auch die personelle Aufrüstung voran. Per Dekret ordnete der Kremlchef an, die russischen Streitkräfte auf mehr als 2,4 Millionen Angehörige auszubauen – davon über 1,5 Millionen reines Militärpersonal. Wie diese massive Vergrößerung angesichts der angespannten Haushaltslage finanziert werden soll, lässt das Dekret offen. Es verweist lediglich darauf, dass die Regierung die nötigen Haushaltsmittel für das Verteidigungsministerium bereitstellen solle. Die Aufstockung erfolgt vor dem Hintergrund enormer Verluste an der Front.

Putin erleidet verheerende Verluste - bislang rund 1,4 Millionen Gefallene, Verwundete oder Vermisste

Das Centre for Strategic and International Studies beziffert die russischen Gefechtsausfälle – darunter Gefallene, Verwundete und Vermisste – vom Einmarsch im Februar 2022 bis Juni 2026 auf rund 1,4 Millionen. Seit geraumer Zeit kursieren Spekulationen über eine erneute Mobilmachungswelle, mit der Russland die massiven Verluste an der Front kompensieren könnte. Kremlchef Putin hat derartige Berichte bislang stets dementiert. Die erste und bislang einzige offizielle Teilmobilmachung hatte Putin im Herbst 2022 angeordnet. Ein Schritt, der damals erhebliche Unruhe in der russischen Bevölkerung auslöste und eine Ausreisewelle nach sich zog.

Nordkorea unterstützt Putin - Tausende Kim-Soldaten bereits in Russland stationiert

Ukraine-Präsident Selenskyj machte unlängst außerdem neue Angaben zur Rolle nordkoreanischer Truppen im Ukraine-Krieg. Demnach halten sich aktuell mehr als 8.000 Soldaten aus Nordkorea auf russischem Boden auf. Zusätzlich werde "die Entsendung eines Kontingents von weiteren 10.000 Soldaten" vorbereitet, die zunächst eine Ausbildung durchlaufen und anschließend nach Russland verlegt werden sollen.

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