Chanukka bis 20.12.2017: Mit DIESEN Bräuchen wird das jüdische Lichterfest begangen

In diesem Jahr begehen die Juden bereits vor Weihnachten das Chanukka-Fest vom 12. bis zum 20. Dezember. Alles was Sie zur Geschichte, der Bedeutung, den Bräuchen und Traditionen zum jüdischen Lichterfest wissen müssen, lesen Sie hier.

Zum jüdischen Lichterfest gehört traditionell der achtarmige Leuchter, der Chanukkia heißt. Bild: dpa

Das Judentum ist reich an Festen und Feiertagen. Während sich Christen in der Adventszeit auf das Weihnachtsfest freuen, hat sich im Judentum das Lichterfest Chanukka immer stärker zum Pendant von Weihnachten entwickelt.

Chanukka vom 12. bis 20.12.2017: Die Geschichte des jüdischen Lichterfestes

Chanukka beginnt jedes Jahr am 24. Kislew, das ist in diesem Jahr der 12. Dezember, und dauert acht Tage lang, das heißt bis zum 20.12.2017. Es erinnert an die Wiedereinweihung des zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 164 vor Christus, was sich in der deutschen Übersetzung von Chanukka als "Weihung" widerspiegelt. Nach dem erfolgreichen Aufstand der Makkabäer gegen die Seleukiden, den syrischen Eroberern, ist der jüdische Tempeldienst wieder eingeführt worden. Zuvor war der Tempel von der griechischen Religion und ihrer Symbolik entweiht worden.

Jüdisches Lichterfest: Bedeutung von Chanukka-Leuchter und Öl-Wunder

Mit der Neuweihung des Tempels ist das Öl-Wunder verknüpft. Laut einer Legende soll es nach der Wiedereroberung nur noch ein koscheres Fass Öl gegeben haben, mit dem die Menora, der siebenarmige Leuchter, jedoch nur einen Tag lang brennen konnte. Allerdings brannten die Lichter auf wundersame Weise acht Tage lang. In dieser Zeit konnten die Priester neues koscheres Öl herstellen.

So erklärt sich auch, warum der traditionelle Leuchter an Chanukka, der Chanukkia, neun und nicht nur sieben Arme hat, wie die Menora. Die acht Arme symbolisieren die acht Tage des Tempelweihfestes. Der neunte Arm in der Mitte dient dazu, die anderen Kerzen des Chanukkia anzuzünden. Das geschieht nach Sonnenuntergang, wobei jeden Tag ab dem 24. Kislew eine Kerze mehr angezündet wird bis am achten Tag alle Kerzen brennen.

Wie wird Chanukka gefeiert? Bräuche, Tradition und Essen zum jüdischen Lichterfest

Neben dem traditionellen Entzünden des Chanukkia gehören zum jüdischen Lichterfest noch weitere Traditionen. Chanukka ist ein Familienfest und am Abend versammeln sich die Familie und Verwandte, um zu feiern. Es gibt in Öl gebackene Speisen, die an das Öl-Wunder erinnern, wie zum Beispiel Krapfen oder Kartoffelpuffer.

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Geschenke gibt es zwar nicht zum Lichterfest, aber dafür das Chanukka-Geld. Mittlerweile habe sich bei vielen interkonfessionellen Familien die Tradition gebildet, an jedem der acht Tage ein kleines Geschenk zu machen. Zudem können Kinder beim traditionellen Dreidel-Spiel inzwischen auch nicht mehr nur Chanukka-Münzen, sondern auch Schokolade, Nüsse und Süßigkeiten gewinnen. Der Dreidel (hebräisch "Sevivon") ist ein Kreisel mit vier Seiten, die jeweils mit einem hebräischen Buchstaben beschriftet sind, die für Nes Gadol Hajah Scham stehen und zusammengesetzt "Ein großes Wunder ist dort geschehen" bedeuten.

Mehr zum Thema: Warum wechseln jährlich die Termine für Pessach, Jom Kippur und Chanukka?

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kad/kns/news.de/dpa

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