04.06.2019, 17.33 Uhr

Schlauchboot-Unglück auf dem Rhein im News-Ticker: Leiche von vermisstem Mädchen (6) gefunden

Mit einem Schlauchboot schippert eine kleine Reisegruppe über den Rhein - plötzlich wird aus dem Ausflug am Vatertag ein tödliches Drama. Vier Menschen sterben, darunter zwei Kinder im Alter von sechs und vier Jahren.

Deutsche und Französische Polizisten besprechen sich in der Nähe des Unglücksortes des Schlauchbootunfalls. Bild: dpa

Bei dem Schlauchboot-Unglück auf dem Rhein im Elsass sind vier Menschen ums Leben gekommen. Das Boot, mit einer kleinen Gruppe an Bord, war am Donnerstagnachmittag gekentert. Bis zum Dienstagnachmittag suchten Rettungskräfte und Taucher verzweifelt nach der bis zuletzt vermissten 6-Jährigen. Mittlerweile ist klar: Auch sie überlebte das Bootsunglück nicht.

Schlauchboot-Unglück auf dem Rhein im News-Ticker

  • Vermisstes Mädchen (6) tot aufgefunden
  • Toten waren zwei Brüder und deren Nichte (4)
  • Bootsinsassen trugen keine Rettungswesten

+++ 04.06.2019: Schlauchboot-Unfall auf dem Rhein: Leiche von vermisstem Mädchen (6) gefunden +++

Nach dem tragischen Schlauchboot-Unglück auf dem Rhein herrscht jetzt traurige Gewissheit. Fünf Tage nach dem Unfall haben die französischen Behören am Dienstag die Leiche der vermissten 6-Jährigen gefunden. Zuerst hatte die "Bild"-Zeitung über den tragischen Ausgang des Bootsunglücks berichtet. Dem Bericht nach wurde das junge Mädchen in der Nähe desfranzösischen Gerstheim auf der deutschen Flussseite entdeckt. Damit steigt die Zahl der Toten, die bei dem Bootsunglück ums Leben kamen, auf vier Menschen. Zunächst hatten französische Medein berichtet, dass nach einem 4-Jährigen Mädchen gesucht werde. Dabei handelte es sich offenbar um eine Verwechslung.

+++ 02.06.2019: Taucher suchen weiter nach vermisstem Mädchen auf dem Rhein +++

Taucher haben am Sonntag die Suche nach einem Mädchen wieder aufgenommen, das seit einem Bootsunglück auf dem Rhein am Donnerstag vermisst wird. Die Zahl der Einsatzkräfte sei im Vergleich zum Samstag etwas reduziert worden, sagte eine Sprecherin der französischen Polizei. Am Vortag waren auch zwei Drohnen im Einsatz gewesen. Beamte der deutschen und französischen Wasserschutzpolizei suchen in einem Bereich zwischen der Unglücksstelle im elsässischen Gerstheim bis zum etwa 30 Kilometer stromabwärts gelegenen Straßburg.

Das nach Medienberichten vier Jahre alte Mädchen war in einer Gruppe mit einem Schlauchboot unterwegs gewesen, das am Donnerstag nahe einer Schleuse beim französischen Ort Gerstheim kenterte. Die Touristengruppe sei aus Offenburg in Baden-Württemberg gekommen. In dem Boot saßen vier Menschen. Bei den Toten handelt es sich um ein sechsjähriges Mädchen, einen weiteren Bootsinsassen und einen Helfer.

+++ 01.06.2019: Suche nach vermisstem Mädchen auf dem Rhein fortgesetzt +++

Zwei Tage nach dem Schlauchbootunglück mit drei Toten haben die deutsche und die französische Wasserschutzpolizei am Samstagmorgen die Suche nach einem vermissten Mädchen auf dem Rhein fortgesetzt. Seit 9 Uhr suchen die Einsatzkräfte laut der französischen Einsatzleitung zwischen dem Unglücksort im elsässischen Gerstheim und Straßburg nach dem Mädchen. Wie eine Sprecherin der französischen Polizei am Samstag mitteilte, soll auch eine Drohne den Flussabschnitt ab Gerstheim abfliegen.

Das laut Medien vier Jahre alte Mädchen war am Donnerstag mit einer Touristengruppe auf einem Schlauchboot unterwegs gewesen, das nahe einer Schleuse beim französischen Ort Gerstheim kenterte, drei Menschen kamen dabei ums Leben. Die Gemeinde liegt rund 30 Kilometer südlich von Straßburg.

+++ 01.06.2019: Bei Schlauchboot-Unglück starben zwei Brüder und deren Nichte +++

Laut der "Bild"-Zeitung soll es sich bei den drei Toten um zwei Brüder (27, 29) und deren sechs Jahre alte Nichte gehandelt haben. Die Schwester des toten Mädchens wird noch immer vermisst. "Es ist so schlimm. Ich habe zwei meiner Söhne und meine beiden Enkelinnen verloren", so Viorel Andrecut (54) im Gespräch mit der "Bild".

Schlauchboot-Unglück auf dem Rhein am Vatertag: DAS ist passiert

Das Unglück ereignete sich nahe einer Schleuse bei der französischen Gemeinde Gerstheim, 30 Kilometer südlich von Straßburg. Das Boot war mit vier Menschen besetzt - ersten Erkenntnissen nach mit zwei Erwachsenen und zwei Kindern. Medienberichten nach sollen die beiden Kinder aus Deutschland kommen. Bei den Toten handelt es sich umein sechsjähriges Mädchen, einen weiteren Bootsinsassen und einenHelfer.

Horror-Unfall auf dem Rhein: Schlauchboot-Insassen trugen keine Rettungswesten

An dieser Stelle im Rhein seien Schwimmen, Angeln und Wassersport verboten, sagte der Generalsekretär der Präfektur, Yves Séguy, der Regionalzeitung "Dernières Nouvelles d'Alsace" (DNA) über den Unglücksort. Ersten Erkenntnissen nach haben die Bootsinsassen keine Rettungswesten getragen. Der Unfall gehe höchstwahrscheinlich auf Fahrlässigkeit zurück - die Ermittlungen dazu seien aber noch nicht abgeschlossen.

Mädchen (4) nach Schlauchboot-Unglück auf dem Rhein vermisst

Insgesamt handelte sich nach Angaben der Präfektur um eine siebenköpfige Touristengruppe - darunter seien fünf Rumänen und zwei Deutsche. Drei von ihnen waren an Land geblieben. Das vermisste Mädchen ist Berichten zufolge vier Jahre alt. Die Reisegruppe soll zuvor von Deutschland aus in das französisch-deutsche Grenzgebiet aufgebrochen sein, um dort zu angeln und zu picknicken. Die Präfektur bestätigte diese Angaben zunächst nicht. Das Polizeipräsidium Offenburg bestätigte der Deutschen Presse-Agentur, dass die Reisegruppe aus Baden-Württemberg kam.

Helfer stirbt bei Rettungsversuch am Rhein

Mehrere Menschen hatten nach dem Unglück versucht, den Bootsinsassen zu helfen und seien selbst ins Wasser gesprungen, schrieb DNA. Ein 36-Jähriger und eine 37-Jährige seien unversehrt wieder an Land zurückgekehrt, ein anderer starb. Einer der Bootsinsassen kam mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus - war aber nicht in Lebensgefahr.

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fka/bua/news.de/dpa

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